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Schweiz: Neue Transit-Gebühr trifft Urlauber auf dem Weg in den Süden

Wer im Sommer in den Süden will, muss sich auf eine neue Gebühr einstellen. Die Schweiz führt eine Sonderabgabe für Urlauber ein. Die Kontrolle erfolgt vollautomatisch. Wer mit dem Auto durch die Schweiz nach Italien oder Südfrankreich fährt, muss künftig mehr zahlen. Das Schweizer Parlament hat eine neue Abgabe für Transitreisende beschlossen. Sie trifft vor allem Urlauber, die das Land ohne Übernachtung durchqueren. Die Kosten im Überblick Zusätzlich zur bestehenden Jahresvignette (derzeit 44,50 Euro) werden pro Durchfahrt rund 21 Schweizer Franken fällig. Das sind etwa 23 Euro. Für eine einfache Fahrt in den Süden summieren sich die Gebühren damit auf fast 70 Euro. In den Sommerferien oder an Ostern soll der Preis sogar noch steigen. Der Schweizer Nationalrat stimmte dem Vorhaben mit einer deutlichen Mehrheit (173 zu 13 Stimmen) zu. Überwachung per Kennzeichen-Scan Die Kontrolle erfolgt automatisch: Kameras erfassen das Kennzeichen bei der Einreise. Eine zweite Kamera registriert das Fahrzeug beim Verlassen des Landes. Wer die Schweiz zügig durchquert und keine Übernachtung nachweist, erhält eine Zahlungsaufforderung. Zweifel am Nutzen gegen Stau Offiziell will die Schweiz so den Verkehr steuern. Ein Drittel des Personenverkehrs über die Alpen ist reiner Transit, fast 90 Prozent davon entfallen auf Urlauber. Experten bezweifeln jedoch, dass die Gebühr die Straßen leert. "Wer nach Italien oder Südfrankreich möchte, fährt weiterhin durch die Schweiz", sagt ADAC-Experte Andreas Hölzel. Reisende würden eher zahlen, als weite Umwege in Kauf zu nehmen. Kritiker vermuten daher, dass die Schweiz ausländische Touristen lediglich stärker an der Finanzierung ihrer Infrastruktur beteiligen will. Denn die Einnahmen fließen direkt in den Straßenbau. So kann die Reise immerhin ohne Schlaglöcher angetreten werden.