Verkehr in Köln: Teures Bauprojekt soll Militärring verändern
Köln plant einen Millionen-Umbau am Militärring. Welche Folgen das für die Anwohner von gleich drei Stadtteilen haben dürfte. Drei Stadtteile, drei Bauabschnitte, ein Ziel: Die Kölner Stadtverwaltung plant eine umfassende Neugestaltung der Verkehrsanbindungen an den Militärring. Der Mobilitätsausschuss soll sich am Dienstag (28. April) mit einem entsprechenden Baubeschluss der Verwaltung befassen. Das teilte die Stadt am Montag mit. Die Kosten des Großbauprojekts, bei dem die Stadtteile Müngersdorf, Braunsfeld und Ehrenfeld besser erschlossen werden sollen, belaufen sich auf rund 13,3 Millionen Euro. Fördermittel des Landes Nordrhein-Westfalen wurden laut der Stadt bereits 2016 beantragt. Gebaut werden soll zwischen den Jahren 2027 und 2029. Zunächst soll dabei an der Kreuzung Aachener Straße/Militärringstraße eine neue Zufahrt in nördlicher Richtung entstehen. Bislang konnten dort nur Fahrzeuge aus Richtung Osten diese Auffahrt nutzen; künftig soll auch der Verkehr aus Westen über eine neue Anbindung auf die Militärringstraße gelangen. Damit soll der Alte Militärring entlastet werden. Erhebliche Einschränkungen: Wichtige Haltestelle wird für zwei Monate gesperrt Köln bekommt neuen Bahnhof: Fast eine Milliarde Euro für Mega-Bahnprojekt Entscheidung über Großbauprojekt am Militärring im Mai In einem zweiten Bauabschnitt soll dann die Stolberger Straße an den Militärring vollständig angeschlossen werden. Dafür muss die Zufahrt zu den dortigen Schrebergärten entfallen – die südlichste wird aus Gründen des Lärmschutzes sogar ganz entfernt, hieß es von der Stadt am Montag. Den Abschluss bildet der Umbau des Knotenpunkts Stolberger Straße/Vitalisstraße/Wendelinstraße – dort sollen ein Kreisverkehr und die dortigen Bushaltestellen neu positioniert und barrierefrei gestaltet werden. Dabei will die Stadt auch die dortigen Parkplätze neu ansiedeln. Der Rat soll voraussichtlich am 12. Mai über den Vorschlag der Verwaltung endgültig entscheiden.
