Braunschweig: Zwölf Unfalltote auf den Straßen im Jahr 2025 I Ursachen
Leicht erhöht hat sich die Zahl der Unfälle im vergangenen Jahr. Diese Ursachen macht die Polizei in ihrer Statistik in vielen Fällen dafür verantwortlich. Braunschweigs Polizeidirektion gibt die Unfallzahlen für das Jahr 2025 bekannt: Die Gesamtzahl der Unfälle sei mit 6337 (im Jahr 2024 waren es 6315) nahezu gleich geblieben. Die Zahl der Verletzten stieg indes von 911 (845). Deutlich erhöht hat sich die Zahl der tödlich Verunglückten bei Unfällen: von 2 auf 12. Die Hauptunfallursachen, die die Polizei feststellt, sind "Abstand" (465), fehlerhaftes Verhalten beim Abbiegen (419) und Verstöße gegen das Vorfahrtsgebot (330). Unfälle mit E-Scootern deutlich gestiegen Wie auch im Vorjahr sind die Unfälle unter Beteiligung von E-Scootern deutlich gestiegen: Von 107 (81) Unfällen wurden 12 (13) unter dem Einfluss von Alkohol und 3 (2) unter dem Einfluss von Drogen verursacht. Hier zeigt sich auch, dass E-Scooter weiterhin immer häufiger genutzt werden, heißt es in der Mitteilung der Polizei. Unfälle unter Beteiligung von Radfahrern sind seit vier Jahren konstant rückläufig. Die Gesamtzahl sank auf 529 (580) und bildet damit rund acht Prozent aller Unfälle. Auch die Zahl der verletzten Radfahrer folgt diesem Trend und ist auf 251 (267) gesunken. Einen nach wie vor großen Anteil an den Unfällen haben Pedelecs mit 129. Schwerer Unfall auf der B4 mit drei Toten Zur Verkehrsunfallstatistik sagt Thomas Bodendiek, Leiter der Polizeiinspektion Braunschweig: "Den Anstieg im Bereich der Getöteten bedauere ich sehr. Einige dieser Unfälle hätten sich jedoch auch nicht durch polizeiliche Prävention oder anderweitige Verkehrsmaßnahmen verhindern lassen." Für bundesweite Aufmerksamkeit sorgte der schwere Unfall auf der B4: Im Oktober 2025 war ein Auto in den Mittellandkanal gestürzt. Drei Menschen kamen ums Leben. "Schulstraße" vor der Grundschule Altmühlstraße Bodendieck äußerte sich zu den schweren Unfällen und sagt zudem: "Ich betrachte zudem die hohe Zahl an E-Scootern bei den Verkehrsunfällen mit Sorge. In diesem Zusammenhang steigt nicht nur die Zahl der Verkehrsteilnehmenden, sondern auch deren Fehlverhalten." Das Fahren zu zweit oder die Benutzung des Radwegs entgegen der Fahrtrichtung spiele im Kontext des Unfallrisikos eine große Rolle, so der Leiter der Polizeiinspektion. Hingegen freue sich Bodendieck, dass die Schulwegunfälle wesentlich reduziert werden konnten. Maßnahmen wie die "Schulstraße" vor der Grundschule Altmühlstraße oder die regelmäßige Schulwegüberwachung der Kollegen hätten dazu beigetragen, "dass unsere Kinder sicherer zur Schule kommen."
