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Tankrabatt gegen hohe Sprit-Preise: Studie zeigt, wer wirklich profitiert

Die Bundesregierung will Autofahrer ab Mai entlasten. Doch eine Simulation der RWTH Aachen stellt nun fest: Die Steuersenkungen sind vor allem ein Geschenk für Haushalte mit viel Geld. Wer wenig verdient, geht fast leer aus. Die Bundesregierung senkt ab dem 1. Mai die Spritpreise, doch die Hilfe fließt am Bedarf vorbei. Was Kanzler Friedrich Merz und seine Koalition als Entlastung für alle verkaufen, entpuppt sich als gezielte Finanzspritze für Gutverdiener. Eine Studie der RWTH Aachen belegt: Wer viel hat, bekommt am meisten. Fußgänger bezahlen für Vielfahrer Wer mehr verdient, besitzt in der Regel größere Autos und pendelt längere Strecken. Die einkommensstärksten zehn Prozent der Haushalte sparen durch den Rabatt im gesamten Zeitraum 21,64 Euro (geplant sind zunächst zwei Monate). Am anderen Ende der Gesellschaft, bei den ärmsten zehn Prozent, kommen lediglich 6,48 Euro an. Viele von ihnen besitzen gar kein Auto und finanzieren somit das Privileg der Vielfahrer mit. RWTH-Ökonom Aaron Praktiknjo urteilt nüchtern: "Es ist keine zielgerichtete Maßnahme" Nur neun Prozent der Gelder erreichen jene Geringverdiener, die das Auto wirklich benötigen, um zur Arbeit zu gelangen. Milliarden für die Konzerne? Das Vorhaben kostet den Steuerzahler 1,6 Milliarden Euro. Ob das Geld die Bürger überhaupt erreicht, ist ungewiss. Schon beim Tankrabatt im Jahr 2022 behielten die Mineralölkonzerne fast ein Drittel der Steuersenkung für sich. Zudem warnt die Wissenschaft vor gefährlichen Nebenwirkungen. Inmitten des Iran-Kriegs ist Öl knapp. Senkt der Staat die Preise künstlich, steigt der Verbrauch, die Knappheit verschärft sich und der CO2-Ausstoß klettert weiter nach oben. Kampf um die Spritpreise: Es geht nicht um Freiheit, es geht um Feigheit Die lückenhafte Prämie Auch die zweite Maßnahme des Staates, eine freiwillige Entlastungsprämie des Arbeitgebers von bis zu 1.000 Euro, ist lückenhaft. Da die Zahlung über den Lohnzettel läuft, gehen Rentner, Studenten und Arbeitslose leer aus. In den unteren Einkommensgruppen bleiben im Schnitt nur 190 Euro hängen. Ganz im Gegensatz zu den Gruppen mit hohem Einkommen.