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Wegen Verbrenner-Aus: Autozulieferer Mahle droht mit Werkschließungen

Die Krise auf dem Automarkt erfasst auch die Zulieferer. Nun überrascht ein großer Konzern mit einer Ankündigung. US-Zölle , Debatte um Verbrenner-Aus und geopolitische Krisen – allein der Krieg in Nahost belastet den viertgrößten Automobilzulieferer Mahle nach eigenen Angaben in diesem Jahr mit rund 100 Millionen Euro. Nun droht Firmenchef Arnd Franz: "Bleibt der Vorschlag der EU für das europäische Verbrennerverbot in dieser Form bestehen, drohen weitere massive Restrukturierungen, Personalabbau und Werksschließungen." Schon im vergangenen Jahr schloss Mahle in Europa und Nordamerika sechs Standorte und leitete die Schließung von vier weiteren Werken ein. Allein in Europa ist der Fahrzeugmarkt laut Franz zwischen 2018 und 2024 um ein Viertel geschrumpft. "Die Rahmenbedingungen stellen die Widerstandsfähigkeit und Handlungsstärke eines Unternehmens auf eine harte Probe", so der Mahle-Chef. – Autobauer: Opel streicht in Rüsselsheim Stellen Krise erfasst Zulieferer: Traditionsbetrieb Erich Jaeger insolvent Die angespannte Lage zeigt sich auch in den Geschäftszahlen. So verzeichnete Mahle im vergangenen Jahr einen Umsatz- und Gewinnrückgang. Der Umsatz ging 2025 von 11,68 Milliarden Euro im Vorjahr auf rund 11,26 Milliarden Euro zurück. Das Konzernergebnis sank von 22 Millionen Euro auf 20 Millionen Euro, was einem Rückgang von neun Prozent entspricht. Dennoch sieht sich der Konzern auf einem guten Weg. Die Strategie mit dem Fokus auf Elektrifizierung, Thermomanagement und Verbrennungsmotoren funktioniere, hieß es in der Mitteilung. "Mahle ist auf dem Weg zu profitablem Wachstum", sagte Franz. Traditionsbetrieb Erich Jaeger gibt auf In Deutschland verhandelt das Unternehmen derzeit mit der Belegschaft über ein weiteres Sparprogramm und einen Ergänzungstarifvertrag. Betriebsbedingte Kündigungen sind aber hierzulande bis Ende des Jahres ausgeschlossen. Zum Ende des vergangenen Jahres beschäftigte Mahle laut Mitteilung weltweit 64.242 Menschen und damit 3.466 weniger als im Vorjahr – ein Rückgang von gut fünf Prozent. Der Konsolidierungsdruck bleibe hoch. Aktuell senke Mahle die indirekten Kosten in der Verwaltung und Entwicklung, insbesondere in Europa und Nordamerika, hieß es. Die Krise auf dem Automarkt hat längst auch weitere Zulieferer erfasst. Zu Wochenbeginn musste das Traditionsunternehmen Erich Jaeger, Weltmarktführer für Steckverbindungen im Auto- und Industriebau, nach 100 Jahren Insolvenz anmelden. Die Erich Jaeger GmbH ist kein Einzelfall. Zwischen 2019 und 2025 sind in der Automobilindustrie in Deutschland rund 120.000 Stellen weggefallen, davon zwei Drittel in der Zulieferindustrie.