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Wal "Timmy": Mann aus Hannover fährt die ganze Nacht zu Rettungsaktion

Ali T. steigt mitten in der Nacht ins Auto und fährt quer durch Norddeutschland. Vor der Ostseeinsel Poel kämpfen Retter am dritten Tag um das Leben des Tieres. Seit Tagen liegt ein Buckelwal im Schlick vor der Ostseeinsel Poel fest. Er atmet schwer, schlägt manchmal mit den Flossen. Experten hatten das Tier bereits aufgegeben. Doch dann startete ein privates Rettungsteam einen neuen Versuch – und Ali T. aus Hannover setzte sich in sein E-Auto. Der 38-Jährige sei deshalb schon in der Nacht zu Freitag losgefahren. "Mit Ladestopps und so weiter so fünf Stunden", sagt er der Nachrichtenagentur dpa. "Was mich fasziniert, ist, dass der Wal eigentlich schon totgeglaubt wurde und dass jetzt noch was passiert." Einen Wal habe er noch nie gesehen. "Walflüsterer" doch rausgedrängt? Funkspruch bringt ITAW in Erklärungsnot Am Samstagmorgen steht er im Hafen von Kirchdorf auf Poel. Schaulustige gibt es um diese Uhrzeit kaum. "Ich habe das im Fernsehen gesehen, und ich finde das irgendwie spektakulär", sagt Ali T. Bis Sonntag will er bleiben. "Montag muss ich wieder zur Arbeit." Er hofft, dass die Retter den Wal ins offene Meer bringen können. Dritter Tag der Rettungsaktion vor Ostseeinsel Poel Während Ali T. vom Hafen aus beobachtet, läuft auf dem Wasser die Arbeit weiter. Es ist der dritte Tag eines privat organisierten Rettungsversuchs. Zwischen dem nahegelegenen Hafen in Kirchdorf und einer Arbeitsplattform auf dem Wasser pendelten am Samstagmorgen Arbeiter per Boot hin und her und brachten unter anderem Taucherequipment ins Einsatzgebiet. Am Morgen waren schon Behördenmitarbeiter mit Ferngläsern ausgestattet auf einem Polizeiboot in die Nähe des Wals gefahren, um die Rettungsaktion zu beobachten. Dabei ankerte das Polizeiboot nach Aussage eines Sprechers der Wasserschutzpolizei in einiger Entfernung. Per mitgeführtem Schlauchboot könne man gegebenenfalls noch dichter an das Tier fahren. Alle Entwicklungen zur Rettungsaktion können Sie in unserem Newsblog nachlesen. Am Vormittag lag der Buckelwal wieder eher ruhig in der Bucht. In regelmäßigen Abstanden war seine Atmung anhand der Wasserfontänen zu beobachten. Am Vortag hatte das Tier zeitweise stark mit der Schwanz- und den Brustflossen geschlagen und sich leicht hin und her gedreht.