Köln: Auto von Google Street View fährt aktuell durch die Stadt
Auffälliges Auto in Raderberg: Ein Kamera-Auto dreht in Köln derzeit seine Runden. Was dahintersteckt – und warum das Angebot lange die Gemüter erhitzte. Das auf den ersten Blick merkwürdig anmutende Auto ist zurück in Köln: Mit einer auffälligen Kamera auf dem Dach rollt in diesen Tagen ein Fahrzeug des Google-Kartendienstes Street View durch die Domstadt. Am Dienstag hat die Lokalredaktion von t-online ein solches weißes Fahrzeug am Vorgebirgspark beobachtet. Der Besuch kommt nicht ganz überraschend – denn laut der Google-Website sollen die Aufnahme-Autos zwischen Februar und November 2026 zahlreiche Städte und Kreise in Nordrhein-Westfalen abfahren, darunter eben auch Köln. Tricks bei Google Maps: Diese Funktionen sparen Wege, Zeit und Nerven Letzte Street View-Fotos von Köln sind mehrere Jahre alt Die derzeit bei Street View zu findenden Aufnahmen aus dem Kölner Stadtbild stammen zumeist aus den Jahren 2022 und 2023, dem letzten Zeitraum, in dem Google in Deutschland flächendeckend unterwegs war. Sie zeigen in Köln dabei auffällig oft Bilder aus dem Herbst und Winter – nicht die schönste Zeit des Jahres, um in Köln zu fotografieren. Da sich Google nun also dazu entschlossen hat, Köln im Frühling – bei derzeit bestem Wetter – zu fotografieren, dürfen sich die Kölner wohl also bald auf schönere Fotos ihrer Stadt bei dem weltweit am meisten genutzten Kartendienst freuen. Google macht in diesem Jahr neue Aufnahmen in NRW Das oder die Google-Autos, so genau weiß man nicht, womit der Konzern in Deutschland so unterwegs ist, macht in diesem Jahr auch noch in anderen NRW-Städten Station. Von Aachen über Dortmund, Düsseldorf und Essen bis hin zu Wuppertal umfasst sie mehr als 50 Städte und Kreise – darunter auch Bonn, Münster, Krefeld und den Rhein-Erft-Kreis. Erkennbar sind die Fahrzeuge an der seitlichen Aufschrift "Street View on Google Maps" sowie der zugehörigen Webadresse. Das Angebot von Google blickt in Deutschland auf eine bewegte Geschichte zurück: Als Google Street View hierzulande im Jahr 2010 startete – mit Panorama-Bildern aus der Gemeinde Oberstaufen im Allgäu –, stieß das Projekt auf erheblichen Widerstand. Viele Hausbesitzer machten von ihrem Recht auf Verpixelung Gebrauch, sodass mancherorts kaum eine Straße unverfremdet blieb. Wegen des deutschen Widerstands verzichtete Google jahrelang auf neue Aufnahmen aus Deutschland. Für seine Bilder setzt Google überwiegend auf Pkw mit Spezialkamera auf dem Dach. In Bereichen, die für Autos nicht zugänglich sind – enge Gassen, unwegsames Gelände oder fußläufige Orte –, kommen portable Kamerasysteme zum Einsatz, die auf dem Rücken getragen oder an Pick-ups, Schneemobilen und Motorrädern montiert werden.
