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Rhein-Main-Gebiet: Staus und Zugprobleme auf "kritischem Niveau"

Bahnausfälle durch Bauarbeiten, Sanierungen der Straßen und Staus: Aktuell ist der Verkehr im Rhein-Main-Gebiet gebeutelt. Die Wirtschaft schlägt Alarm. Die Verkehrslage im Raum Mainz hat ein kritisches Niveau erreicht – das sagt die Industrie- und Handelskammer (IHK) für Rheinhessen. Gleichzeitige Baustellen auf mehreren Autobahnen und monatelange Störungen im Bahnverkehr treffen Pendler und Unternehmen hart. Besonders spürbar ist die Lage auf dem Mainzer Autobahnring. Die Brücke auf der A671 bei Hochheim ist gesperrt, voraussichtlich bis Anfang Juni. Der Umgehungsverkehr läuft über die A643 und die Schiersteiner Brücke – dort staut es sich nahezu täglich, etwa in Mainz-Kastel und auf der Theodor-Heuss-Brücke zwischen Mainz und Wiesbaden. Auch die A60 zwischen Rüsselsheimer Dreieck und Mainspitz-Dreieck nimmt zusätzlichen Verkehr auf und ist selbst Baustelle. IHK: Bahn für viele keine verlässliche Alternative zum Auto Weitere Einschränkungen kommen hinzu. Zwischen der Rheinbrücke Schierstein und dem Schiersteiner Kreuz wird die A643 sechsspurig ausgebaut, der Umbau des Kreuzes läuft noch bis 2030. Auf der A3 zwischen Mönchhof-Dreieck und Wiesbadener Kreuz wird die Fahrbahn grundlegend erneuert – erhebliche Verzögerungen seien dort noch bis Ende Oktober zu erwarten, so der ADAC. Parallel dazu ist der Schienenverkehr rund um den Eisenbahnknoten Mainz seit Monaten gestört. Bauarbeiten ziehen Sperrungen, eingleisige Abschnitte und Zugausfälle auf Strecken Richtung Worms, Alzey, Frankfurt und Wiesbaden nach sich. Zeitweise seien zentrale Verbindungen vollständig entfallen oder nur mit großem Zeitverlust nutzbar gewesen. IHK-Hauptgeschäftsführerin Karina Szwede sagte der Deutschen Presse-Agentur in Mainz, die Bahn sei für viele Beschäftigte und Unternehmen derzeit keine verlässliche Alternative zum Auto. Wirtschaftsraum Rhein-Main unter Druck Für die regionale Wirtschaft hat das konkrete Folgen. Logistik- und Speditionsunternehmen berichteten von Verzögerungen, gestörten Abläufen und steigenden Kosten, so Szwede. Wenn Straße und Schiene gleichzeitig an ihre Grenzen gerieten, stehe die Funktionsfähigkeit des gesamten Wirtschaftsraums Rhein-Main unter Druck. Die IHK fordert eine bessere Koordinierung der Baustellen, kurzfristige Entlastungsmaßnahmen und verlässliche Perspektiven für die Verkehrsinfrastruktur. Die Autobahn GmbH des Bundes erklärte, die Arbeiten seien zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit erforderlich.