Kunst in Köln: Streit um Flügelauto – HA Schult kritisiert Stadt
Wieder Streit um ein Kölner Kult-Kunstwerk: Rechtliche Fragen verzögern den Umzug des "Goldenen Vogels". HA Schult reagiert entschieden. Der geplante Umzug von HA Schults Flügelauto verzögert sich – was den bekannten Kölner Aktionskünstler stört. Das Kunstwerk soll in den kommenden Wochen vom Treppenturm des Kölner Zeughauses auf einen Turm des Hotel Maritim am Heumarkt wechseln – frühestens ab dem 18. Mai, wie die Stadt Köln mitteilt. Ursprünglich hatte Schult jedoch den 25. April anvisiert . Grund für die Verzögerung sind laut einem Bericht des "Kölner Stadt-Anzeigers" ungeklärte juristische Fragen: Dem Vernehmen nach sei unter anderem strittig, wer künftig für Pflege und mögliche Schäden auf dem neuen Standort aufkomme . Vor dem Umzug solle das Kunstwerk, 1991 auf dem Zeughaus platziert, zudem restauriert werden. HA Schult äußerte sich am Donnerstag auf Anfrage der Kölner Lokalredaktion von t-online – und das scheinbar etwas verärgert: "Die Wartung der Skulptur lag 35 Jahre ausschließlich bei Ford und mir. Nur bei der Nutzung der Skulptur für ihre Tourismuswerbung war die Stadt Köln aktiv." Flügelauto steht seit 1991 auf dem Treppenturm des Zeughauses Derzeit arbeite man mit dem Betreiber des Maritim an den Planungen für die Errichtung des "Goldenen Vogels" am Maritim. Schult warnt: "Sollte die Stadt, bis jetzt nur vertreten durch den derzeitigen Direktor des Kölnischen Stadtmuseums, den Umzug weiter verzögern, wird sie die Skulptur, wie den Turm des historischen Zeughauses dem Verfall überlassen." Die Stadtverwaltung habe sein Kunstwerk in den letzten Jahren schlicht "verrotten" lassen, so Schult. Sollte der Wagen nicht bald vom Zeughaus entfernt werden, müsse er wohl ein neues Kunstwerk für das Maritim anfertigen. Eine Anfrage bei der Kölner Stadtverwaltung von t-online blieb am Donnerstag zunächst unbeantwortet. Die Redaktion wird diesen Artikel aktualisieren, wenn eine Antwort vorliegt. Das Flügelauto, ein umgestalteter Ford Fiesta, steht seit 1991 auf dem Treppenturm des Zeughauses in der Kölner Innenstadt. Das denkmalgeschützte Gebäude war jahrzehntelang Heimat des Kölnischen Stadtmuseums, das nach einem Wasserschaden in das umgebaute frühere Modehaus Sauer umziehen musste. Die Stadt will das Kunstwerk von dort herunterholen, "um langfristig einen Einsturz des Turmes zu vermeiden".
