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1. Mai in Berlin: Polizei schließt Eingänge zum Görlitzer Park

Zum 1. Mai in Berlin sind zahlreiche Demos angekündigt. Die Polizei bereitet sich auf einen Großeinsatz vor. Bereits am Vorabend gibt es Proteste und Partys. Alle Infos im Newsblog. Freitag, 1. Mai 2026 Person mit Spielzeugwaffe am Alexanderplatz – Polizeieinsatz Eine Person hat mit einer vermeintlichen Waffe am Alexanderplatz einen Polizeieinsatz ausgelöst. Nach Angaben der Behörde auf der Plattform X wurden die Beamten auf die Person aufmerksam, weil sie eine Waffe bei sich geführt haben soll. Bei der Durchsuchung hätten sie dann eine Spielzeugwaffe gefunden. "Die Person wird derzeit überprüft", hieß es weiter. Tausende bei Großdemo in Kreuzberg – alle Infos Mehrere Tausend Menschen haben sich am Oranienplatz in Berlin-Kreuzberg zur Demonstration "Revolutionärer 1. Mai" versammelt. Der Start verzögerte sich, weil der Zustrom zur Versammlung zunächst zu groß war, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Angesetzt war die Demo für 18 Uhr. Die Polizei begleitet den Zug in diesem Jahr weniger eng als in den Vorjahren – als Grund nennt sie den zunehmend gewaltfreien Verlauf der vergangenen Demonstrationen. Gleichzeitig hat sie angekündigt, gegen antisemitische Parolen und Volksverhetzung strikt vorzugehen. Mehr dazu hier. Überfüllung: Görlitzer Park wird geschlossen Die Eingänge zum Görlitzer Park sind am frühen Abend von der Polizei geschlossen worden. Grund sei eine Überfüllung des Geländes, teilte die Behörde auf X mit. Zudem soll Platz für Rettungskräfte geschaffen werden. "Ein Verlassen des Parks ist natürlich jederzeit möglich", hieß es weiter. Feiernde sollen sich einen anderen Ort suchen. Mann wirft mit Flasche auf Polizeiwagen – zwei Verletzte Ein Mann soll in Berlin-Kreuzberg eine Flasche auf einen Polizeiwagen geworfen haben. Das teilte die Behörde auf der Plattform X mit. Beamte hätten ihn daraufhin festgenommen. Dabei soll der Mann Widerstand geleistet haben. Zwei Polizisten wurden den Angaben zufolge leicht verletzt. Görlitzer Park: Nur noch zwei Tore als Ausgang nutzbar Am Görlitzer Park sind wegen des großen Andrangs am 1. Mai zwei Tore als Eingänge gesperrt worden. Sie seien nur noch als Ausgänge nutzbar, sagte eine Polizeisprecherin. Mit Lautsprecherdurchsagen machte die Polizei darauf aufmerksam. Wegen der Menschenmassen in Berlin-Kreuzberg waren auch die umliegenden Straßen für Autos gesperrt. Viele Menschen zieht es bei strahlendem Sonnenschein in den Stadtteil Kreuzberg. Im Görlitzer Park protestierten Tausende mit einer Technoparty gegen die nächtliche Schließung der Anlage. Der Park wird nach jahrelangen Debatten seit Anfang März jeden Abend um 22 Uhr geschlossen. Dafür waren 16 Eingangstore aufgebaut worden. Der Senat aus CDU und SPD hatte die Maßnahme 2023 beschlossen, um den ausgeuferten Drogenhandel und weitere Kriminalität einzudämmen. Nach dem Sommer sollen die Auswirkungen in einer wissenschaftlichen Studie untersucht werden. Am Donnerstagabend und am Freitagabend verzichtete der Senat allerdings vorsorglich darauf, den Park abzuschließen. Die Entscheidung wurde mit den Partys und Demonstrationen und Tausenden erwarteten Menschen begründet. Polizei will robust gegen Gewalttäter vorgehen Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hat sich vor der Abend-Demonstration linker und linksextremer Gruppen hinter ein robustes Polizeivorgehen gestellt, falls es zu Gewalt kommt. "Aber da, wo es Gewalt gibt, wird die Polizei schnell und konsequent eingreifen", sagte Wegner bei einem Besuch der Feuerwache in der Wiener Straße in Kreuzberg. Mehr dazu hier. BVG sperrt drei U-Bahnhöfe Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) fahren die U-Bahnhöfe Görlitzer Bahnhof, Kottbusser Tor und Hallesches Tor nicht mehr an. Die Bahnhöfe seien zu überfüllt. Seit dem Morgen läuft im angrenzenden Görlitzer Park die angekündigte Rave-Demo gegen die nächtliche Parkschließung. Tausende Feiernde und Demonstrierende strömen in das Gebiet rund um den Park. Inzwischen hat die BVG auch den U-Bahnhof Hallesches Tor wegen Überfüllung gesperrt. Die Züge fahren an beiden Stationen ohne Halt durch, berichtet ein Reporter vor Ort. "Ich habe 30 Minuten gewartet" t-online hat mit Feiernden vor Ort gesprochen. Sofia ist zum ersten Mal am 1. Mai im Park. "Ich habe jetzt 30 Minuten gewartet, jetzt gehe ich zum anderen Eingang", sagt sie. Ihre Freunde hätten sie vorgewarnt, dass es so voll werde. Für den Abend hat sie schon Pläne: entweder die revolutionäre Demo oder das Gratis-Konzert von Ikkimel . "Wahrscheinlich aber erst bei der Demo", so Sofia. 12.000 Menschen demonstrieren gegen Stellenabbau In Berlin sind nach Gewerkschaftsangaben rund 12.000 Menschen dem Aufruf des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) gefolgt. Bei sonnigem Wetter zogen sie unter dem Motto "Erst unsere Jobs, dann eure Profite" durch die Stadt. Auch in Brandenburg gingen Tausende auf die Straße, etwa in Cottbus und Potsdam. Die DGB-Vorsitzende für Berlin-Brandenburg, Katja Karger, richtete sich direkt an Politik und Wirtschaft: "Wir Beschäftigte zahlen nicht die Zeche für Versäumnisse der Politik und Fehlentscheidungen der Wirtschaft." Sie forderte ein Ende von Tarifflucht und Lohndumping. Ikkimel spielt Gratis-Konzert Der Bezirksverband der Linken in Friedrichshain-Kreuzberg verkündete die Nachricht erst am Donnerstagnachmittag: Ikkimel, derzeit eine der erfolgreichsten Rapperinnen Deutschlands, spielt auf dem Parteifest am Mariannenplatz. Der Auftritt ist kostenlos. Erst am Donnerstagabend trat die Berliner Rapgruppe BHZ kostenlos in Schöneberg auf. Tausende strömten in den Nollendorfkiez – auch dort wurde der Ort erst kurz vorher bekannt. Polizei verhängt Versammlungsverbot im Treptower Park Die Berliner Polizei hat für den 1. Mai 2026 ein Versammlungsverbot im Treptower Park erlassen. Die Allgemeinverfügung gilt seit heute Morgen bis Samstagmorgen um 6 Uhr. Das betroffene Gebiet erstreckt sich zwischen der Spree, der Bulgarischen Straße, der Straße Am Treptower Park und der S-Bahntrasse. Auch die Insel der Jugend fällt unter das Verbot. Die Fahrbahn der Puschkinallee ist ausgenommen. Die Polizei hat die Verfügung mit dem Bezirk Treptow-Köpenick abgestimmt. Laut Polizei dient das Verbot dem Schutz der Grünanlage und des Gartendenkmals. Die Dokumente können im Polizeiabschnitt 35 im Segelfliegerdamm 42 in Berlin-Johannisthal eingesehen werden. Rave, Proteste, Gewerkschaften: So läuft der 1. Mai in Berlin Am Tag der Arbeit gehen in Berlin zahlreiche Menschen auf die Straße. Linke Gruppen organisieren Demonstrationen in mehreren Stadtteilen, insgesamt werden mehrere Zehntausend Teilnehmer erwartet. Die Polizei begleitet die Veranstaltungen mit rund 5.300 Beamten. Im Grunewald versammeln sich ab 13 Uhr vor allem jüngere Teilnehmer zu Aktionen gegen Kapitalismus und steigende Mieten. Große Gewerkschaften demonstrieren parallel unter dem Motto "Erst unsere Jobs, dann eure Profite". In Kreuzberg und rund um den Treptower Park setzen Teilnehmer zudem auf Rave-Proteste. Im Görlitzer Park etwa soll eine Technoparty gegen die nächtliche Schließung stattfinden. Bei gutem Wetter rechnen die Veranstalter mit großem Andrang, wie schon in den vergangenen Jahren. Höhepunkt des Tages ist die Demonstration "Revolutionärer 1. Mai". Sie führt am Abend durch Kreuzberg und Neukölln, erwartet werden bis zu 20.000 Teilnehmer. Die Polizei geht derzeit von einem überwiegend friedlichen Verlauf aus. Die Einsatzkräfte bereiten sich dennoch umfassend vor. Neben Beamten am Boden stehen unter anderem Hubschrauber, Boote und Wasserwerfer bereit. Auch spezielle Einheiten wie Spürhunde, Fahrradstaffeln und Kletterteams sind im Einsatz. Entlang der Demonstrationsstrecken hat die Polizei zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen getroffen. 2025 kam es zu mehr als 70 Festnahmen, etwa wegen Flaschen- und Böllerwürfen. 13 Polizisten wurden verletzt, die meisten von ihnen leicht. "Zeit, unsere Wut zu nutzen": 2.600 Teilnehmer bei Demo Mehr als zweitausend Menschen haben am Vorabend des 1. Mai an der traditionellen Frauen-Demonstration in Berlin-Kreuzberg teilgenommen. Die Polizei schätzt die Zahl der Teilnehmer auf rund 2.600. Bei der sogenannten queer-feministischen Demonstration unter dem Motto "Take Back the Night" war die Stimmung nach Beobachtungen eines dpa-Fotografen angespannt. Rund 1.800 Polizisten waren in der Nacht im Einsatz. Ein Polizeisprecher berichtete, dass vereinzelt Pyrotechnik gezündet worden sei. Zudem hätten Demonstrierende Gegenstände in Richtung von Einsatzkräften geworfen. Vier Sachbeschädigungen an privaten Autos und Polizeiwagen seien registriert worden. Eine Person sei festgenommen worden, nachdem sie einen Polizisten beleidigt habe. Insgesamt fällt die Bilanz der Polizei jedoch positiv aus. Im Aufruf zur Demonstration hieß es: "Es ist an der Zeit, unsere Wut zu nutzen und uns gegen rassistische, queerfeindliche und frauenfeindliche Belästigungen auf unseren Straßen sowie gegen die patriarchale Gesellschaft, die diese schürt, zu wehren. Wir wollen uns nicht anpassen, sondern holen uns zurück, was uns gehört." Donnerstag, 30. April 2026 Verkehrseinschränkungen in Kreuzberg und am Treptower Park Wegen des "Tag der Arbeit" werden am Treptower Park einige Straßen gesperrt. Die Sperrung gilt vom 1. Mai um 6 Uhr bis zum 2. Mai um 6 Uhr. Eine Umleitung ist ausgeschildert. Betroffen sind laut Verkehrsinformationszentrale (VIZ): Puschkinallee zwischen Bulgarische Straße und Elsenstraße B96a Köpenicker Landstraße in beiden Richtungen zwischen Dammweg und Bulgarische Straße (Anlieger frei) B96a Am Treptower Park zwischen A100 und Bulgarische Straße (Anlieger frei) Neue Krugallee Allee in beiden Richtungen zwischen Dammweg und Puschkinallee (Anlieger frei) Bulgarische Straße Auch in Kreuzberg kommt es zu Sperrungen, zum Beispiel ab 14 Uhr im gesamten Bereich rund um den Oranienplatz und den Mariannenplatz. Bis zum Abend kann es laut VIZ zudem entlang der Strecke der Revolutionären 1. Mai Demo (Beginn 18 Uhr) Einschränkungen geben. Dies betrifft die Oranienstraße, die Wiener Straße, die Glogauer Straße, die Pannierstraße, die Sonnenallee, die Weichselstraße, die Karl-Marx-Straße, den Hermannplatz, die Hasenheide und den Südstern. Ab 12 Uhr werden demnach im Bereich Oranienplatz und Südstern Zufahrtsbarrieren errichtet. Görlitzer Park auch nachts geöffnet Der Görlitzer Park in Berlin-Kreuzberg wird rund um den 1. Mai durchgehend geöffnet sein. Das teilte die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt mit. Der Park, der seit Anfang März normalerweise ab 22 Uhr geschlossen wird, soll vom 30. April bis zum Abend des 2. Mai durchgehend geöffnet sein. Die Allgemeinverfügung zur Festlegung der Öffnungszeiten werde für diesen Zeitraum widerrufen, hieß es. Demos und Partys im Treptower Park verboten Im Treptower Park und in der Umgebung waren zum 1. Mai zahlreiche Ravepartys geplant, die als Demonstrationen für den Erhalt der Technoclubs und gegen den Weiterbau der dortigen Stadtautobahn angemeldet wurden. Die Polizei Berlin untersagte allerdings Versammlungen im Treptower Park. Per Allgemeinverfügung ist die Ausübung der Versammlungsfreiheit dort von Freitag, 1. Mai, 6 Uhr, bis Samstag, 2. Mai, 6 Uhr verboten. Das Verbot gilt für das Gebiet zwischen der Spree einschließlich der Insel der Jugend, der Bulgarischen Straße, der Straße Am Treptower Park und der S-Bahntrasse. Die Fahrbahn der Puschkinallee ist ausgenommen. Am 1. Mai herrscht Grillverbot im Görli Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg hat mitgeteilt, dass das Grillen auf der Grillwiese im Görlitzer Park am 1. Mai untersagt ist. Insgesamt gelten für alle Parks im Bezirk am 1. Mai besondere Regeln: "Nicht genehmigte Feiern, Partys und andere Veranstaltungen" in den Grünanlagen in Friedrichshain-Kreuzberg seien an diesem Tag nicht zugelassen. Auch eine Überlastung der Parkflächen werde überwacht. 1.800 Polizisten sichern Walpurgisnacht in Berlin Am Donnerstagabend sind 1.800 Polizisten und 200 Streifenwagen am ganzen Tag im Einsatz. Die Polizei erwartet zahlreiche Feiern am Abend der Walpurgisnacht im Görlitzer Park in Kreuzberg, im Mauerpark in Prenzlauer Berg, im Volkspark Friedrichshain und im Treptower Park. Dazu kommt die traditionelle feministische Frauen-Demonstration "Take back the night" am Abend in Kreuzberg mit einigen Tausend Teilnehmerinnen. Die queerfeministische "Take Back the Night"-Demo ist von 20 bis 23 Uhr angemeldet. Die Route führt vom Hohenstaufenplatz über den Kottbusser Damm und die Sonnenallee bis zur Köpenicker Straße. Hier lesen, wie sich die Polizei auf den 1. Mai vorbereitet . Walpurgisnacht im Mauerpark: Feuerkünstler und Musik Im Mauerpark startet die Walpurgisnacht um 16 Uhr – mit Lagerfeuer, Musik, Feuerkunst und Artistik. Außerdem schweben jedes Jahr unzählige bunte Seifenblasen durch den Park. Der Eintritt ist kostenlos. Hier mehr dazu lesen . Innensenatorin ruft zum friedlichen 1. Mai in Berlin auf Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) hat zu einem gewaltfreien und entspannten 1. Mai aufgerufen. "Man kann und soll demonstrieren. Aber bitte friedlich", sagte Spranger am Rande einer Pressekonferenz der dpa. "Wir haben in den letzten Jahren gesehen, dass der 1. Mai sehr, sehr gut in Berlin verlaufen ist. Und wir sind gut vorbereitet." Senat, Polizei, Feuerwehr und Staatsanwaltschaft hätten sich sehr eng miteinander abgestimmt, sagte Spranger. Auch das Abgeordnetenhaus sei einbezogen worden. Daher gehe sie davon aus, dass der Tag wieder friedlich verlaufen werde.