1. Mai im Newsblog: Maiwagen kippt um: Zwölf Menschen verletzt
Brennende Barrikaden, Angriffe auf die Polizei und Straßenkämpfe: Jahr für Jahr kommt es am 1. Mai in Deutschland zu Ausschreitungen. Alle Entwicklungen im Newsblog. Polizei: Gewaltfreier und friedlicher 1. Mai in Berlin Der 1. Mai ist in Berlin nach Polizeiangaben bisher "ausgesprochen gewaltfrei und friedlich" verlaufen. Bis zum Abend habe es keine größeren Störungen gegeben, sagte ein Polizeisprecher. Er berichtete von einer vorläufigen Festnahme am Rande der Demonstration "Revolutionärer 1. Mai". Zwar sei die Stimmung bei der Demonstration teilweise aggressiv gewesen, aber es habe keine größeren Zwischenfälle gegeben. Massen auf Straße: Demonstration kommt nur langsam voran Wegen Tausender feiernder Menschen in Kreuzberg kommt die Demonstration "Revolutionärer 1. Mai" von linken und linksextremen Gruppen in Berlin kaum voran. Während die Spitze des Demozuges schon in Neukölln war, befand sich das Ende noch in der Oranienstraße in Kreuzberg - dazwischen klafften große Lücken, der Zug zerfaserte quasi. Ob die Demonstranten am Abend noch ihr Ziel - den Südstern in Kreuzberg - erreichen würden, war zunächst unklar. Der "Bund der Kommunist:innen", der neben anderen zur Demo aufgerufen hatte, postete auf X: "Wir befinden uns auf der Glogauer Str. Die restlichen Blöcke können kaum los, weil Kreuzberg voll mit Leuten ist, die Party machen." Die Situation schien insgesamt unübersichtlich. Teilweise mussten die Demonstrations-Teilnehmer eine halbe Stunde warten, ehe sie weiterziehen konnten. Maiwagen kippt um – Zwölf Menschen verletzt Ein voll besetzter Maiwagen mit Feiernden ist am Abend im Kreis Ludwigsburg in Baden-Württemberg umgekippt – zwölf Menschen sind nach Polizeiangaben bei dem Unfall verletzt worden. Zur Schwere der Verletzungen konnte ein Polizeisprecher am Abend zunächst nichts sagen. Von Lebensgefahr sei derzeit nicht die Rede. Nach dem Unfall kurz vor 20 Uhr in Besigheim sei aber auch ein Rettungshubschrauber im Einsatz gewesen. Alle Verletzten seien in umliegende Krankenhäuser gebracht worden. Zu dem Unglück sei es auf einem Feldweg gekommen, dort seien ein kleines Auto und der Maiwagen aus bisher unbekannter Ursache zusammengestoßen, sagte der Polizeisprecher. Der Wagen mit den Fahrgästen an Bord sei daraufhin umgekippt. Es habe sich dabei um einen kleinen Traktor mit Ladefläche gehandelt, auf der die Menschen gesessen hätten. Tausende Demonstranten in Kreuzberg Mehrere Tausend Menschen haben am Abend an der traditionellen Demonstration "Revolutionärer 1. Mai" von linken und linksextremen Gruppen teilgenommen. Sie versammelten sich am Oranienplatz in Berlin-Kreuzberg. Die Demonstration sollte eigentlich um 18 Uhr beginnen, es kam jedoch zunächst zu Verzögerungen, weil es einen großen Zustrom zur Versammlung gab, wie ein Polizeisprecher sagte. Knapp eineinhalb Stunden verspätet setzte sich der Zug in Bewegung. Der Demonstrationszug sollte vom Oranienplatz in Kreuzberg zur Sonnenallee in Neukölln und wieder zurück zum Südstern in Kreuzberg ziehen. Viel los in Kreuzberg – kein Zugang mehr in Görlitzer Park Die Polizei hat den Görlitzer Park wegen des großen Andrangs am 1. Mai geschlossen. Der Park in Berlin-Kreuzberg werde nicht geräumt, aber die Menschen dürften nicht mehr hineingehen, sagte ein Sprecher der Polizei. Ein Verlassen des Parks sei aber jederzeit möglich. Mit der Maßnahme wolle man Platz für Rettungskräfte machen, wenn diese benötigt werden. Tausende Menschen versammelten sich am sonnigen Tag der Arbeit in Kreuzberg, viele protestierten bei der Techno-Demo "Free Görli – Rave against the Zaun" gegen die nächtliche Schließung der Anlage. Flaschenwurf auf Polizeiauto – Polizisten leicht verletzt Ein Mann hat in Berlin-Kreuzberg am 1. Mai eine Flasche auf ein Polizeifahrzeug geworfen. Er wurde von den Einsatzkräften festgenommen, teilte die Polizei auf X mit. Der Mann habe dabei jedoch Widerstand geleistet, dadurch seien zwei Polizisten leicht verletzt worden. Insgesamt verlief der Tag der Arbeit in Berlin bisher recht friedlich, sagte Polizeisprecher Florian Nath. "Wir sind momentan eher im Crowd-Management unterwegs", berichtete er. Zahlreiche Menschen strömten nach Kreuzberg. 10.000 zum 1. Mai bei Linken-Demos in Hamburg Mehr als 10.000 Menschen haben sich am 1. Mai in Hamburg an Demonstrationen antikapitalistischer und linksextremer Gruppen beteiligt. Allein an der Demonstration des Umverteilungsbündnisses "Wer hat, der gibt" beteiligten sich nach Schätzungen schon zu Beginn weit mehr als 6.000 Menschen. Zur sogenannten revolutionären 1. Mai-Demo des vom Verfassungsschutz als gewaltorientiert eingestuften Roten Aufbaus versammelten sich am Bahnhof Altona nach Polizeiangaben ebenfalls mehrere Tausend Menschen. Zwei Autos gehen in Berlin in Flammen auf In der Nacht zum 1. Mai sind zwei Autos im Berliner Stadtteil Marzahn in Flammen aufgegangen. Gegen 4 Uhr wurden Einsatzkräfte der Polizei in die Niemegker Straße gerufen. Die Feuerwehr löschte bereits die Flammen an den beiden Fahrzeugen, die voll in Brand standen, wie die Polizei mitteilte. Aufgrund der Hitze wurde auch ein drittes Auto beschädigt. Verletzt wurde laut Polizei niemand. Ein Brandkommissariat beim Landeskriminalamt ermittelt. Der Feiertag trifft die Bundesliga An Freitagen steht für gewöhnlich ein Spiel der Fußball-Bundesliga an. In dieser Woche aber wird die Paarung auf den Samstag verschoben. Der Hintergrund: Eine große Anzahl an Polizei- und Sicherheitskräften ist am 1. Mai andernorts im Einsatz. Ein Fußballspiel käme einer erheblichen Mehrbelastung gleich. Davon sind auch die 2. Bundesliga und die 3. Liga betroffen. Der 1. Mai ist im deutschen Profifußball schon seit längerer Zeit ein spielfreier Tag. Im kommenden Jahr stellt die Regelung die Ligen vor eine besonders große Herausforderung. So bereitet sich die Polizei auf den 1. Mai in Berlin vor Die Berliner Polizei wird am 1. Mai im Großeinsatz sein: Rund 5.300 Polizisten werden wegen der vielen Demonstrationen in der Stadt unterwegs sein, darunter Kräfte aus zehn Bundesländern und der Bundespolizei. Es sind weniger als im Vorjahr: 2025 waren 5.800 Polizisten im Einsatz. Von der Polizei wird am 1. Mai technisch alles aufgefahren oder in Bereitschaft gehalten, was möglich ist: Drohnenabwehr, Hubschrauber für Übersichtsaufnahmen, Boote, Wasserwerfer im Hintergrund für den Notfall, Fahrradstaffeln, Spürhunde, Kommunikationsteams, Klettereinheiten für die Sicherung von Dächern. Hier lesen, wie sich die Polizei auf den 1. Mai vorbereitet . 1.800 Polizisten sichern Walpurgisnacht in Berlin Am Donnerstagabend sind 1.800 Polizisten und 200 Streifenwagen im Einsatz. Die Polizei erwartet zahlreiche Feiern am Abend der Walpurgisnacht im Görlitzer Park in Kreuzberg, im Mauerpark in Prenzlauer Berg , im Volkspark Friedrichshain und im Treptower Park. Dazu kommt die traditionelle feministische Frauen-Demonstration "Take back the night" am Abend in Kreuzberg mit einigen Tausend Teilnehmerinnen. Großeinsatz geplant: So bereitet sich die Polizei auf den 1. Mai in Berlin vor Tausende Menschen feiern Walpurgis im Harz Tausende Menschen haben sich im Harz zur Feier der Walpurgisnacht versammelt. "Die Orte wie Schierke oder Thale sind alle voll", berichtete ein Sprecher der Polizei. Bei bestem Wetter mit blauem Himmel und Sonnenschein waren viele Kostümierte bereits am Nachmittag unterwegs. In Wernigerode stürmten Hexen und Teufel das Rathaus. In mehr als 20 Orten standen die traditionellen Feiern an. Sie sind eine der größten Touristenattraktionen im Harz. Einem alten Brauch nach wird zu Walpurgis der Winter ausgetrieben. Hexenfeuer zur Walpurgisnacht: Feuerwehr rät zur Vorsicht Angesichts der Waldbrandgefahr rufen Sachsens Feuerwehren zur Vorsicht bei den sogenannten Hexenfeuern in der Walpurgisnacht auf. Die meisten Traditionsfeuer seien aber so gelegen, dass sie stattfinden könnten, sagte der Präsident des Landesfeuerwehrverbands, Gunnar Ullmann, der Deutschen Presse-Agentur in Leipzig . Einschränkungen könne es allerdings bei privat veranstalteten Feuern geben. In der Oberlausitz sind bereits mehrere Feuer vorab unerlaubt angezündet worden. Nach Angaben einer Polizeisprecherin wurden in den Landkreisen Bautzen und Görlitz etwa 30 Feuer in Brand gesetzt. Die Polizei ermittele wegen Sachbeschädigung. Feuerwehren waren im Einsatz. Wer dahintersteckt, ist noch unklar. Wenn Feuer unkontrolliert abbrennen, sei das durchaus gefährlich, sagte die Sprecherin. Flammen könnten auf Gebäude oder Wälder übergreifen.
