Ukraine-News: Russland greift mit Gleitbomben an – mindestens 21 Tote
Nach russischen Angriffen gibt es viele Tote und Verletzte. Die Ukraine trifft einen Rüstungsbetrieb und eine Ölraffinerie. Alle Entwicklungen im Newsblog. Dienstag, 5. Mai Viele Tote und Verletzte bei russischen Luftangriffen Kurz vor einer von der Ukraine angekündigten Waffenruhe sind in der Großstadt Saporischschja infolge russischer Bombenangriffe mindestens zwölf Menschen getötet worden. Mehr als ein Dutzend weitere wurden verletzt, wie der Gouverneur der südostukrainischen Region Saporischschja, Iwan Fedorow, bei Telegram mitteilte. Bilder zeigten schwere Schäden an Gebäuden und Rauchwolken. Die Front zwischen russischen und ukrainischen Truppen verläuft nur etwa 20 Kilometer südlich der Stadt. Diese von ukrainischen Rettungskräften verbreiteten Bilder zeigten die Lage in Saporischschja nach dem Angriff: Parallel dazu wurden in der ostukrainischen Stadt Kramatorsk nach Behördenangaben mindestens neun Menschen durch drei russische Bomben getötet. Es gebe zudem 16 Verletzte, teilte der Zivilschutzdienst bei Telegram mit. Dutzende Menschen mussten psychologisch betreut werden. Den Angaben nach wurde eine große Zahl an Wohnhäusern und Autos beschädigt. Mehrere Brände wurden gelöscht. Die Industriestadt im hart umkämpften Gebiet Donezk ist nur rund 15 Kilometer von der Frontlinie entfernt. Ukraine bekräftigt Bereitschaft zu Waffenstillstand Kurz vor Inkrafttreten einer einseitig erklärten Feuerpause hat die Ukraine ihre Bereitschaft zu einer unbefristeten Verlängerung bekräftigt. "Wenn die Waffenruhe gegenseitig eingehalten wird, dann setzen wir diese fort", teilte der Chef des Präsidentenbüros in Kiew , Kyrylo Budanow, auf sozialen Netzwerken mit. Das gebe Hoffnung für einen dauerhaften Frieden. "Nun ist die Russische Föderation am Zug", schrieb er. Kiew werde jeden Schritt des Kriegsgegners genau beobachten. Tags zuvor hatte Präsident Wolodymyr Selenskyj eine Waffenruhe für die Nacht zum Mittwoch ab Mitternacht Ortszeit (23 Uhr MESZ) angekündigt. Seine Erklärung folgte einer russischen Ankündigung für eine Kampfpause am Freitag und Samstag anlässlich der Feier des 81. Jahrestages des Sieges über Hitler-Deutschland am 9. Mai. Eine Reaktion des Kremls auf den ukrainischen Vorstoß stand noch aus. 300 Bagger graben an Kiews Bollwerk gegen Russland Das ukrainische Militär wappnet sich für einen langen Krieg. Im Hinterland der Front entsteht dafür ein weitverzweigtes Netzwerk an Verteidigungsstellungen. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Insider: Russische Ölraffinerie stoppt Betrieb nach Drohnenangriff Die russische Ölraffinerie Kirischi hat Insidern zufolge nach einem ukrainischen Drohnenangriff den Betrieb eingestellt. Bei der Attacke seien drei der vier Rohöldestillationsanlagen beschädigt worden und ein Feuer ausgebrochen, sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Die Dauer der Reparaturarbeiten sei schwer abzuschätzen. Die vom Konzern Surgutneftegas kontrollierte Anlage ist für etwa sieben Prozent der gesamten russischen Ölverarbeitung verantwortlich. Eine Stellungnahme des Unternehmens lag zunächst nicht vor. Kiews Wunderwaffe hat einen entscheidenden Nachteil Seit knapp einem Jahr ist der ukrainische Marschflugkörper "Flamingo" im Einsatz. Nun gibt es neue Zweifel an der Wirksamkeit des Raketensystems. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Vor Weltkriegsparade: Behörden schränken Internet in Moskau ein Im Vorfeld der Feierlichkeiten zum Sieg der Sowjetunion über Nazi-Deutschland vor 81 Jahren haben die Behörden in Moskau das mobile Internet eingeschränkt. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten ab Dienstagmorgen von weitreichenden Ausfällen im Zentrum der russischen Hauptstadt. Neben dem mobilen Internetempfang auf Handys waren auch Kartenzahlungen in Geschäften, Geldautomaten, Taxidienste und GPS-gestützte Navigationssysteme betroffen. Wenige Stunden nach Beginn der Störungen erklärte das russische Digitalministerium, der Zugang sei vorerst wiederhergestellt worden. Die Unterbrechungen des mobilen Internets seien "gezielt" gewesen und hätten dazu beigetragen, "die Genauigkeit von Drohnen zu senken und Gegenangriffe auszuführen". In den Moskauer Außenbezirken funktionierte das mobile Internet durchgehend störungsfrei. Die Sicherheitsvorkehrungen stehen im Zusammenhang mit der großen Militärparade am 9. Mai. Unter Verweis auf eine "terroristische Bedrohung" durch die Ukraine hat der Kreml in diesem Jahr bereits entschieden, auf schweres Gerät bei der Parade zu verzichten . Bereits im vergangenen Jahr, zum 80. Jahrestag des Weltkriegsendes, hatte das ukrainische Militär versucht, die Feierlichkeiten durch Drohnenschwärme zu stören. Erst am Montag waren nach Angaben des Moskauer Bürgermeisters Sergej Sobjanin etwa 15 ukrainische Drohnen im Großraum der Hauptstadt abgeschossen worden. Tote und viele Verletzte nach russischen Angriffen in Ukraine Kurz vor einer von Moskau und Kiew mit unterschiedlichem Beginn angekündigten Waffenruhe sind bei russischen Angriffen in der Ukraine mehrere Menschen getötet worden. Im zentralukrainischen Gebiet Poltawa seien vier Menschen ums Leben gekommen, schrieb Gouverneur Witali Djakiwnytsch bei Telegram. Weitere 37 Personen seien verletzt worden. Demnach gab es Einschläge an zwei Orten im Kreis Poltawa. Ein Industriebetrieb und eine Eisenbahninfrastruktur seien beschädigt worden. Russland habe die Region mit Raketen und Drohnen angegriffen. Der Zivilschutz teilte mit, dass unter den Toten zwei Einsatzkräfte seien. Nach einem ersten Angriff attackierte Russland den Einsatzort demnach ein zweites Mal. Unter den Verletzten sind demnach weitere 23 Rettungskräfte. Ukrainischer "Flamingo" trifft russische Waffenfabrik Die Ukraine hat in der Nacht wohl mehrere russische Regionen angegriffen und wichtige Anlagen des militärisch-industriellen Komplexes getroffen. Das berichtete "The Kyiv Independent" auf Grundlage von Social-Media-Posts und russischen Telegram-Kanälen. Demnach hat ein ukrainischer Marschflugkörper vom Typ FP-5 "Flamingo" in der Stadt Tscheboksary das Forschungs- und Produktionsunternehmen VNIIR-Progress getroffen, das Komponenten für Präzisionswaffen entwickelt. Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs entwickelt das Institut auch Systeme zur elektronischen Kriegsführung. Später am Morgen soll es zudem einen Angriff auf eine große Ölraffinerie in Kirischi bei Sankt Petersburg gegeben haben. Die Raffinerie Kinef zählt zu den größten des Landes und verarbeitet jährlich rund 20 Millionen Tonnen Rohöl. Sie produziert unter anderem Treibstoffe, die auch vom Militär genutzt werden. Drohne beschädigt Messgeräte an AKW Saporischschja Eine Drohne hat nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) meteorologische Messgeräte am russisch besetzten Atomkraftwerk Saporischschja in der Ukraine beschädigt. Die UN-Atomaufsichtsbehörde teilt mit, ein Expertenteam habe die Schäden an einigen Geräten des externen Strahlungskontrolllabors beobachtet. Die Geräte seien nicht mehr betriebsbereit. IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi habe erneut zu größter militärischer Zurückhaltung in der Nähe aller Nuklearanlagen aufgerufen, um Sicherheitsrisiken zu vermeiden. Das Atomkraftwerk Saporischschja ist das größte in Europa und wurde in den ersten Wochen der russischen Invasion im Februar 2022 von russischen Truppen besetzt. Seitdem werfen sich beide Seiten regelmäßig gegenseitig militärische Aktionen vor, die die Sicherheit der Anlage gefährden könnten. Russische Schattenflotte: Schweden nimmt Kapitän von gestopptem Schiff fest In Schweden ist der Kapitän eines am Sonntag gestoppten und mutmaßlich zur russischen Schattenflotte zählenden Schiffes festgenommen worden. Der chinesische Kapitän der unter syrischer Flagge fahrenden "Jin Hui" sei wegen der "mutmaßlichen Verwendung falscher Dokumente" und Verletzung des schwedischen Seerechts festgenommen worden, teilte die schwedische Staatsanwaltschaft am Montag mit. Auch sei wegen des Falls Kontakt zu "anderen Behörden und Ländern" aufgenommen worden. Die "Jin Hui" war laut dem schwedischen Verteidigungsministerium am Sonntag vor der südschwedischen Hafenstadt Trelleborg in schwedischen Gewässern gestoppt worden. Die Küstenwache erklärte, das 182 Meter lange Schiff sei unter syrischer Flagge unterwegs gewesen und habe "wahrscheinlich" keinerlei Fracht an Bord gehabt. "Sein Ziel ist unbekannt", hieß es weiter. Laut Küstenwache wurden Vorermittlungen wegen Seeuntüchtigkeit des Schiffes eingeleitet, zusätzlich wurde der Vorwurf unzureichenden Versicherungsschutzes erhoben. Ukraine: Sieben Tote und 30 Verletzte nach Raketenangriff auf Charkiw Die Zahl der Toten und Verletzten bei einem russischen Raketenangriff auf die Stadt Merefa am Montagvormittag ist stark gestiegen. Nach ukrainischen Angaben wurden bei dem Angriff auf die Stadt in der Region Charkiw sieben Menschen getötet. Mehr als 30 Menschen seien verletzt worden, darunter ein zweijähriger Junge, teilt der Gouverneur der Region, Oleh Synjehubow, auf Telegram mit. "Der Einschlag war von großer Wucht, im Zentrum der Stadt, praktisch mitten auf den Straßen", schreibt Synjehubow. Mindestens zehn Häuser, ein Verwaltungsgebäude, vier Geschäfte und eine Autowerkstatt seien beschädigt worden. Russland will Feuerpause für Jahrestag von Sieg über Nazi-Deutschland Russland und die Ukraine haben für die laufende Woche Feuerpausen angekündigt, diese aber nicht abgestimmt. Der russische Präsident Wladimir Putin habe für den 8. und 9. Mai eine zweitägige Waffenruhe angeordnet, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau am Montag mit. Anlass sei der Jahrestag des Sieges über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg. Das Ministerium erklärte, es erwarte, dass sich die ukrainische Seite der Feuerpause anschließe. Sollte die Ukraine jedoch versuchen, die Feierlichkeiten zum Tag des Sieges zu stören, werde die Kiewer Innenstadt massiv angegriffen. Bislang habe man aus humanitären Gründen von solchen Maßnahmen abgesehen. Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigte eine Feuerpause an. Diese solle am 6. Mai beginnen, teilte Selenskyj auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Russland habe auf die Forderungen der Regierung in Kiew nach einer Feuerpause bislang nicht reagiert. Die Ukraine werde dennoch das Feuer einstellen, da "menschliches Leben unvergleichlich wertvoller ist als die 'Feier' irgendeines Jahrestages". Montag, 4. Mai Selenskyj und Putin kündigen Waffenruhe an Kurz nach einer Ankündigung aus Moskau hat auch die Ukraine eine Waffenruhe erklärt, jedoch zu einem anderen Zeitpunkt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teilte mit, dass eine Feuerpause "ab 0.00 Uhr in der Nacht vom 5. auf den 6. Mai" gelten solle. Damit reagiert Kiew offenbar unmittelbar auf Signale aus Russland – setzt mit Mittwoch aber einen eigenen Zeitrahmen. Zuvor hatte Kremlchef Wladimir Putin eine zweitägige Waffenruhe rund um die Feierlichkeiten zum Ende des Zweiten Weltkriegs angekündigt. Diese solle am 8. und 9. Mai gelten, wie russische Nachrichtenagenturen unter Berufung auf das Verteidigungsministerium meldeten. Gleichzeitig verschärft Moskau den Ton: Für den Fall, dass die Ukraine die Gedenkfeiern stören sollte, drohte das russische Verteidigungsministerium mit einem "massiven Raketenangriff" auf das Zentrum von Kiew. Selenskyj zeigte sich unterdessen skeptisch gegenüber den russischen Vorstößen. Eine von Moskau angeregte eintägige Feuerpause bezeichnete er als "nicht ernst gemeint". Zudem habe Kiew bislang keinen offiziellen Vorschlag erhalten. An Massakern beteiligt: Putin befördert berüchtigten General Kremlchef Wladimir Putin hat offenbar General Alexander Tschaiko zum neuen Kommandeur der russischen Luft- und Weltraumkräfte ernannt. Das berichtet die russische Zeitung "RBC" unter Berufung auf nicht genannte Militärquellen. Tschaiko ersetzt demnach Viktor Afsalow, der den Posten seit Dezember 2023 innehatte. Tschaiko war zu Beginn des russischen Angriffskriegs Kommandeur des Östlichen Militärbezirks und spielte eine Rolle beim Vorstoß auf Kiew aus belarussischem Gebiet. Die ukrainische Staatsanwaltschaft wirft ihm eine Mitverantwortung für Verbrechen während der Offensive vor. Auch die EU setzte ihn im März 2026 wegen seiner Rolle bei den russischen Operationen im Raum Kiew auf die Sanktionsliste. Nach Recherchen der Nachrichtenagentur AP soll Tschaiko persönlich sogenannte "Säuberungsmissionen" in Butscha angeordnet haben. In dem Kiewer Vorort waren 2022 mehr als 400 getötete Zivilisten entdeckt worden. Tschaiko kommandierte zudem russische Truppen in Syrien; Human Rights Watch machte ihn dort für Angriffe auf zivile Ziele mitverantwortlich. Lesen Sie hier mehr dazu. Ukraine erlangt Kontrolle über Gebiete zurück Russische Streitkräfte haben im April erstmals seit dem ukrainischen Vorstoß in die russische Region Kursk im August 2024 einen Nettoverlust an kontrolliertem Gebiet hinnehmen müssen. Das US-amerikanische Institute for the Study of War (ISW) wertete Belege aus, denen zufolge russische Kräfte die Kontrolle über 116 Quadratkilometer in der Ostukraine verloren haben. Dabei wurden Gebiete, in die russische Truppen möglicherweise infiltriert, also lediglich eingedrungen waren, nicht mitgerechnet. Die Geschwindigkeit des russischen Vormarschs auf dem Schlachtfeld ist seit November 2025 kontinuierlich zurückgegangen. Gründe dafür sind laut ISW anhaltende ukrainische Gegenangriffe, die Blockierung von Starlink sowie die Drosselung des Messengerdienstes Telegram. Ukrainische Drohne beschädigt Wohnhaus in Moskau Wenige Tage vor der traditionellen Militärparade zum Tag des Sieges in Moskau ist eine ukrainische Drohne nahe dem Zentrum der russischen Hauptstadt in ein Wohnhaus eingeschlagen. Das schrieb Bürgermeister Sergej Sobjanin am frühen Morgen laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tass auf der Plattform Telegram. Es habe keine Verletzten gegeben. Das beschädigte Gebäude – laut "Kyiv Independent" ein luxuriöses Hochhaus – liegt in einem Wohngebiet im Westen der Hauptstadt, in dem sich auch Botschaften befinden. Zwei weitere ukrainische Drohnen wurden Sobjanin zufolge von der Luftabwehr abgeschossen. Das russische Verteidigungsministerium hatte bereits Ende April mitgeteilt, dass aus Furcht vor ukrainischen Drohnenangriffen die Militärparade am Samstag in diesem Jahr ohne Panzer und Raketen stattfindet. Russland feiert am 9. Mai traditionell den Sieg über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg 1945. Zwar meldet Russland häufig ukrainische Drohnenangriffe auf den Großraum Moskau, allerdings zielen diese eher auf Flughäfen, Militäranlagen und Vororte. Zivile Infrastruktur wird in der Hauptstadt selten beschädigt. Die meisten Drohnen werden staatlichen Angaben zufolge abgeschossen. Großbritannien will sich an EU-Milliardenkredit für die Ukraine beteiligen Großbritannien möchte sich an dem 90 Milliarden Euro schweren Kredit der Europäischen Union für die Ukraine beteiligen. Das ist ein weiteres Zeichen für die Vertiefung der europäischen Verteidigungsbeziehungen angesichts des zunehmenden Drucks durch die USA. Premierminister Keir Starmer werde am Montag auf dem Gipfel der Europäischen Politischen Gemeinschaft in der armenischen Hauptstadt Eriwan entsprechende Gespräche zur Beteiligung an dem Kredit ankündigen, teilte sein Büro am Sonntagabend mit. London wolle mit der EU zusammenarbeiten, um die Ukraine mit wichtiger militärischer Ausrüstung zu unterstützen. Starmers Annäherung an die EU erfolgt vor dem Hintergrund des wachsenden Drucks der US-Regierung unter Präsident Donald Trump auf Europa, mehr Verantwortung für die eigene Verteidigung zu übernehmen. Zuletzt waren Länder wie Deutschland, Frankreich und Großbritannien von Trump kritisiert worden, weil sie sich weigerten, sich an dem von den USA und Israel begonnenen Krieg gegen den Iran zu beteiligen. "Wenn Großbritannien und die Europäische Union zusammenarbeiten, profitieren wir alle davon", erklärte Starmer. In diesen unbeständigen Zeiten müsse man bei der Verteidigung schneller und weiter gehen, um die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten. Starmer hatte sich in der Vergangenheit für eine stärkere europäische Verteidigungsintegration ausgesprochen, um die Abhängigkeit der Nato von den USA zu verringern. Sechs Jahre nach dem Brexit deutete er zudem eine engere wirtschaftliche Anbindung an den EU-Binnenmarkt an. Sonntag, 3. Mai Kostjantyniwka belagert: Ein heikler Moment für die Ukraine Russische Truppen rücken auf die Festungsstadt Kostjantyniwka vor. Fällt sie, könnte das ein entscheidender Wendepunkt im Ukraine-Krieg sein. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Schweden beschlagnahmt verdächtigen Tanker in Ostsee Die schwedische Küstenwache hat in der Ostsee einen Tanker beschlagnahmt, der mutmaßlich zur russischen Schattenflotte gehört. Das unter syrischer Flagge fahrende Schiff "Jin Hui" sei in schwedischen Hoheitsgewässern südlich von Trelleborg geentert worden, teilte die Behörde am Sonntag mit. Polizei und Küstenwache hätten Vorermittlungen wegen mangelnder Seetüchtigkeit eingeleitet. Der schwedische Zivilschutzminister Carl-Oskar Bohlin erklärte auf der Kurznachrichtenplattform X, das Schiff gehöre mutmaßlich zur russischen Schattenflotte. Die Küstenwache erklärte weiter, es gebe eine Reihe von Unregelmäßigkeiten beim Flaggenstatus. Daher werde vermutet, dass der Tanker unter falscher Flagge fahre und gegen internationale Bestimmungen verstoße. Der Tanker stehe auf mehreren Sanktionslisten, darunter denen der Europäischen Union und Großbritanniens. Das Schiff hatte den Angaben zufolge vermutlich keine Ladung an Bord, das Ziel der Reise war unklar. Europäische Staaten gehen verstärkt gegen die Schattenflotte vor, mit deren Hilfe Russland seinen Krieg gegen die Ukraine finanziert. Schweden hat in diesem Jahr bereits fünf Schiffe wegen des Verdachts auf verschiedene Vergehen gestoppt, darunter Ölverschmutzungen und das Fahren unter falscher Flagge. Gegen einige Besatzungsmitglieder wurden Strafverfahren eingeleitet. Ältere Nachrichten zum Krieg in der Ukraine lesen Sie hier.
