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Ab München zum Gardasee: Alternativen zum Auto in den Sommerferien

Am Samstag beginnen in Bayern die Sommerferien. Wer zum Gardasee will, aber nicht mit dem Auto fahren möchte, kann auf einige Alternativen setzen. Er gehört zu den beliebtesten Wochenend-Zielen der Münchner: Der Gardasee, liebevoll einfach nur "der Lago" genannt. Doch zum Start der Sommerferien wird es auf der Strecke wieder Verkehrsbehinderungen geben: Stau durch Baustellen sowie viel Verkehr könnten die Reise erschweren. An diesem Samstag (1. August) gibt es, anders als im Mai, zwar keine Demonstration samt Vollsperrung. Allerdings wird aufgrund des Ferienbeginns sowie einer Sperrung am Fernpass ein deutlich höheres Verkehrsaufkommen erwartet. Wer möglichst stressfrei gen Süden fahren möchte, kann glücklicherweise auch auf andere Optionen ausweichen. Zum Reisewochenende: Demo auf wichtiger Straße nach Süden Vollbremsung am Nadelöhr: Tirol macht im Juni den Fernpass dicht Mit dem Zug nach Sirmione Am entspanntesten gestaltet sich die Reise mit dem Zug. Ab München gibt es täglich mehrere Eurocity-Züge, die nach Italien fahren. Angefahren werden etwa Venezia San Lucia oder Verona Porta Nuova, beide stoppen auch in Rovereto. Von dort fahren mehrmals täglich Regionalbusse zum Nordufer des Gardasees, zum Beispiel nach Riva del Garda. Mit Zwischenstopp in Rovereto dauert die Reise insgesamt 5 Stunden und 44 Minuten, davon fallen allerdings mehr als 4 Stunden für die Zugfahrt an. Wer lieber das Südufer des Sees besuchen möchte, kann dies ebenfalls tun: Ab München geht es nach Verona Porta Nuova. Anschließend folgt ein schneller Umstieg in einen der Regionalzüge, zum Beispiel nach Sirmione. Die Fahrtzeit liegt bei insgesamt 6 Stunden und 23 Minuten, wobei die Fahrt nach Verona etwa 5 Stunden dauert. Mit dem Bus nach Peschiera del Garda Als Alternative zur Schiene bieten Unternehmen wie Flixbus ab München oder Innsbruck Fahrten über den Brenner bis nach Rovereto an. Von dort geht es weiter mit dem Regionalbus nach Riva del Garda. Oder man fährt, parallel zur Bahnstrecke, weiter nach Verona oder Mailand und nutzt die dortigen Regionalzüge für Verbindungen nach Sirmione oder Peschiera del Garda. Auch Nachtbusse sind eine Option: Von München gibt es etwa eine Linie nach Mailand, die über Chur in der Schweiz und den Comer See fährt. Auf dieser Strecke ist man 7 Stunden und 20 Minuten unterwegs. Anschließend wird noch ein Umstieg am Mailänder Hauptbahnhof fällig: Der Regionalzug nach Peschiera del Garda am Südufer benötigt knapp anderthalb Stunden, der Schnellzug "Freccia Rossa" eine knappe Stunde. Insgesamt müssen Reisende hier also mit mindestens achteinhalb Stunden rechnen. Mit dem Flugzeug Eine Anreise mit dem Flugzeug ist ebenfalls möglich: Man fliegt von München nach Bozen, Verona oder Mailand. Von Verona und Bozen aus kann man mit dem Zug weiter nach Rovereto und schließlich mit dem Bus an das Nordufer des Gardasees fahren. Von Verona könnte man auch einen Zug zu einem der südlichen Orte des Sees nehmen. Eine andere Option: die Anreise via Mailand. Von dort fährt ein Expresszug zum Mailänder Hauptbahnhof, wo Reisende die Möglichkeit haben, in einen Regionalzug zum Südufer des Gardasees umzusteigen. Der Flug in alle drei Städte dauert in der Regel weniger als eine Stunde. Mitsamt Transfer zum und vom Flughafen sowie Umstieg ist man jedoch auch schnell bei insgesamt sechseinhalb Stunden Reisezeit. Mit dem Auto zum Gardasee Sollte es notwendig sein, auf dem Weg zum Gardasee die Route über den Brenner komplett zu umfahren, beispielsweise wegen einer Vollsperrung aufgrund eines Unfalls, wäre die "schnellste" Alternative der Reschenpass (B180). Dabei mit einem Umweg über die Gemeinde Imst. Wer etwa Riva del Garda als Ziel hat, muss dabei 61 Kilometer mehr einplanen und sollte rund anderthalb Stunden zusätzliche Fahrzeit einkalkulieren. Bei der Ausweichroute über den Pass wird der Raum Innsbruck umfahren. Die Straße führt über Nauders und endet in Bozen. Von dort geht die Reise wie gehabt weiter über die A22 nach Süden, in Rovereto zweigt man ab zum "Lago". Insgesamt liegt die Reisezeit bei ungefähr 6 Stunden. Man sollte jedoch damit rechnen, dass es länger dauert: Es ist durchaus wahrscheinlich, dass auch am Samstag mehr Fahrzeuge unterwegs sind, um die Sperrung zu umfahren. Außerdem gibt es bei Nauders eine Baustelle, weshalb der Verkehr dort eingeschränkt sein wird. Zudem wird es aufgrund der Sperrung am Fernpass ein höheres Verkehrsaufkommen geben.