Null-Leasing: Was hinter der 0-Euro-Autofinanzierung steckt
Null-Leasing steht für Leasing ohne Anzahlung als Alternative zur klassischen Autofinanzierung. Doch was sind die Vor- und Nachteile? Ob Herstellerbank, Autohaus oder spezialisiertes Leasingportal, viele Anbieter werben mit dem Null-Leasing, das heißt, einer Fahrzeugnutzung ohne Startkosten. Es ist jedoch wichtig zu wissen, was das genau bedeutet, welche Vor- und Nachteile es gibt und worauf geachtet werden sollte. Was bedeutet Null-Leasing genau? Der Kauf eines Autos geht oftmals mit hohen Kosten einher. Leasing kann eine sinnvolle Alternative zum Autokauf sein. Null-Leasing wird auch als "0-Euro-Leasing" bezeichnet. Es bedeutet, dass zu Vertragsbeginn keine Leasing-Sonderzahlung, also keine Anzahlung, gezahlt wird. Der gesamte Fahrzeugwertverlust wird beim Null-Leasing auf die Monatsraten verteilt. Welche Vorteile hat das Null-Leasing? Beim Null-Leasing zahlen Nutzer über die vereinbarte Laufzeit für die tatsächliche Fahrzeugnutzung konstante monatliche Raten. Sie müssen zu Beginn des Vertrags keinen vier- oder fünfstelligen Geldbetrag aufwenden. Die Anzahlung beträgt bei herkömmlichen Finanzierungen oft bis zu 20 Prozent des Fahrzeugwerts. Null-Leasing bietet finanzielle Flexibilität, da es kein Kapital bindet. Das Fahrzeug wird nach der Vertragslaufzeit zurückgegeben. Die Vorteile im Überblick: Niedrigere anfängliche Kosten Maximale Liquidität Einfacher Einstieg Kostentransparenz Planungssicherheit Hinzu kommen steuerliche Vorteile beim Gewerbe: Bei Unternehmen gelten die Raten als Betriebsausgaben. Lesen Sie auch: Leasing ohne Gebrauchtwagenabrechnung: für wen es sich lohnt Tipps zum Sparen: Leasing-Fahrzeug: Diese Wartungsfehler kosten richtig Geld Hat das Null-Leasing auch Nachteile? Die Einmalzahlung, wie sie oft beim Autokauf anfällt, verringert die monatliche Rate. Beim Null-Leasing steigt sie dementsprechend an. Die monatliche Belastung sollte sorgfältig kalkuliert werden. Die Nachteile im Überblick: Höhere Monatsraten Gesamtkosten können höher sein Bei einigen Leasinggebern GAP-Versicherung als Zusatzversicherung für das Leasingfahrzeug nötig In Bezug auf den Zinssatz und die Gesamtkosten ist es wichtig, den effektiven Jahreszins zu vergleichen. Die GAP-Versicherung soll zum Beispiel einen Totalschaden absichern und den Restbetrag zwischen dem Wiederbeschaffungs- und Leasingrestwert zahlen. Zudem gilt es zu prüfen, ob alle Kosten in der Monatsrate enthalten sind oder separat gezahlt werden müssen, beispielsweise: Überführung Zulassung Versicherung und Wartung Mehrkilometer Schäden Null-Leasing – worauf sollte geachtet werden und welche Voraussetzungen gibt es? Null-Leasing scheint bequem, doch es ist an gewisse Bedingungen geknüpft. Die Leasingbank hat hier ein höheres Risiko, denn sie erhält zu Vertragsbeginn keine Sicherheitsleistung in der Form einer Anzahlung. Banken prüfen: Bonität: Sie sollte hervorragend sein und der Nutzer einen hohen Schufa-Score vorweisen. Negative Einträge führen in der Regel zur Ablehnung. Einkommen: Nutzer müssen ein regelmäßiges Einkommen vorweisen können, das die Pfändungsgrenze deutlich übersteigt. Die höhere monatliche Rate muss problemlos abgedeckt werden können. Arbeitsverhältnis: Der Angestellte sollte ein unbefristetes Arbeitsverhältnis haben und die Probezeit abgeschlossen sein. Selbstständigkeit: Selbstständige müssen in der Regel Bilanzen oder betriebswirtschaftliche Auswertungen der vergangenen zwei Jahre vorlegen. Haushaltsrechnung: Die Bank prüft die Einnahmen und Ausgaben detailliert. Damit möchte sie sicherstellen, dass die Monatsraten langfristig finanzierbar sind. Auch die Rückgabekonditionen sollten genau geprüft werden. Nicht immer regelt der Vertrag eindeutig, was normale Gebrauchsspuren sind. Insbesondere kleinere Schäden am Lack, an den Felgen oder im Innenraum gelten oft als übermäßiger Verschleiß. Dies führt zu Folgekosten.
