Aussichtspunkt am Gardasee: Punta Larici – Tipp für Bayern in Ferien
Am Gardasee locken viele beeindruckende Gipfel. Einer davon bietet Wanderern und Radfahrern eine lohnende Panorama-Aussicht. Unterwegs gibt es auch einen leckeren Zwischenstopp. Der Gardasee zählt zu den beliebtesten Urlaubszielen der Bayern. Kein Wunder, schließlich bringen die Berge des Monte Baldo alpines und mediterranes Flair zusammen. Sobald am Lago also die Saison startet, sind dort auch viele Nürnberger unterwegs. Der See gilt als Mekka für Mountainbiker und Wanderer, dementsprechend zieht es viele Sportler dort hin. Am Gardasee gibt es zahlreiche Aussichtspunkte und beeindruckende Gipfel. Besonders spektakulär sind die Befestigungen aus dem Ersten Weltkrieg, die noch gut erhalten sind. Das größte Highlight ist aber die Aussicht vom Punta Larici. Punta Larici: Highlight über dem See Denn wer hier oben steht, blickt als Wanderer oder Mountainbiker aus rund 840 Metern Höhe direkt auf den See hinunter. Im Westen zeigt sich Limone, im Osten Malcesine, und dazwischen erstreckt sich das strahlend blaue Wasser des Lago di Garda. Dort startet auch die Tour. Der Punta Larici lässt sich sowohl zu Fuß als auch mit dem Mountainbike erreichen. Startpunkt ist am historischen Stadtzentrum im Städtchen Riva. Von dort aus folgt man zunächst dem Seeufer in Richtung Südwesten. Nach dem Wasserkraftwerk überquert man die Hauptstraße und nimmt die ausgeschilderte Strada del Ponale in Richtung Pregasina bergauf. Bei der Strada del Ponale handelt es sich nicht um eine gewöhnliche Straße: Der historische Weg wurde in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts in die Felsen der Gardaseeberge gesprengt, um Riva mit dem Ledrotal zu verbinden. Bis vor einigen Jahren fuhren dort noch Autos – mittlerweile gibt es für sie eine neue Straße mit Tunnel. Mit jedem Meter wird der Ausblick spektakulärer Die Strada del Ponale ist, seitdem der moderne Tunnel eröffnet wurde, Radfahrern und Wanderern vorbehalten. Ab Riva steigt sie stetig an. Doch die Mühen lohnen sich: Die Straße, die heute eher einem Schotterweg gleicht, führt nämlich unmittelbar im Fels über dem Gardasee nach oben, mit jedem Meter wird der Blick hinunter auf den See spektakulärer. Außerdem führt die Ponalestraße immer wieder durch kleine, in den Fels geschlagene Tunnel. Sie spenden an heißen Tagen Wanderern und Radfahrern Schatten. Nach einigen Kilometern finden Ausflügler direkt an der Ponalestraße eine Bar namens Ponale Alto Belvedere. Wer mag, legt dort eine Pause ein und trinkt einen Espresso mit Blick auf den See. Danach geht es weiter Richtung Pregasina: zunächst über Serpentinen auf dem alten Sträßchen bis zum Aussichtspunkt an der Statue Regina Mundi. Dann müssen Wanderer und Radfahrer eine Weile der kleinen Autostraße ins Zentrum des verschlafenen Bergortes folgen. Nach rund 470 Metern Aufstieg und sechs Kilometern ab Riva del Garda hat man das Etappenziel Pregasina erreicht. Dort gibt es noch einmal zwei Einkehrmöglichkeiten. Ab Pregasina wird es steiler Wer weiter zum spektakulären Aussichtspunkt Punta Larici will, geht im Zentrum von Pregasina an der Kirche vorbei und folgt einem recht steilen und zunächst unspektakulären Waldweg bergauf. Knapp 370 Höhenmeter sind noch zu überwinden, ehe man nach drei Kilometern den Bocca Larici erreicht. Von dort aus sind es nur noch ein paar Meter zum Punta Larici. Dieses letzte Teilstück führt über einen ausgesetzten Pfad nah am Abhang. Hier ist Schwindelfreiheit und Vorsicht geboten, weshalb Radfahrer ihr Mountainbike besser am Bocca Larici stehen lassen. Angekommen am Punta Larici eröffnet sich der spektakuläre Ausblick – an klareren Tagen schaut man von dort bis zum gut 40 Kilometern entfernten Süden des Sees. Gardasee: Brenner dicht in den Pfingstferien Gardasee: Anreise ab Nürnberg Wer den Weg auf sich nimmt, sollte auf alle Fälle einige Minuten für eine Rast oben einplanen – um die Aussicht zu genießen und Erinnerungsfotos zu schießen. Danach geht es auf dem gleichen Weg zurück nach Riva del Garda. Wanderer benötigen für Hin- und Rückweg ohne Pausen rund sieben Stunden. Radfahrer schaffen es je nach Kondition deutlich schneller. Wirklich anspruchsvoll ist der Weg nicht – die gut 840 Höhenmeter kosten aber Kraft. Riva del Garda liegt rund 530 Kilometer von Nürnberg entfernt. Über München erreicht man den Gardasee auch mit der Bahn. Wer hingegen mit dem Auto unterwegs ist, fährt an München vorbei und dann in Österreich durchs Inntal Richtung Brenner. Von dem Pass an der österreichisch-italienischen Grenze folgt man der A22 in Italien nach Süden bis Rovereto. Von dort aus geht es noch ein paar Kilometer über die Landstraße zum See.
