Eurocity von München bis zum Gardasee an Pfingsten – Brenner-Stau umgehen
Mit dem Auto droht rund um die Pfingstferien oft Stillstand am Brenner – dabei geht es von München auch deutlich entspannter Richtung Italien. Der Mai zeigt sich von seiner besten Seite, die Pfingstferien rücken näher und bei vielen wächst die Sehnsucht nach ein paar Tagen in Italien. Statt Stau oder sogar Vollsperrung am Brenner und endloser Parkplatzsuche gibt es für Reisende auch eine entspanntere Variante: morgens in München einsteigen, wenige Stunden später am Gardasee aussteigen. Denn von München aus geht es mehrmals täglich direkt mit dem Eurocity über die Brennerstrecke bis an Italiens beliebtesten See. Die Züge fahren ohne Umstieg vom Münchner Hauptbahnhof Richtung Verona und halten unterwegs unter anderem in Peschiera del Garda sowie Desenzano del Garda-Sirmione. Je nach Verbindung dauert die Fahrt knapp vier bis fünf Stunden. Bahnhöfe am südlichen Teil des Gardasees Besonders praktisch: Die Bahnhöfe liegen bereits direkt am südlichen Gardasee. Wer nach Sirmione, Peschiera oder Desenzano möchte, kann oft direkt vom Zug in den Urlaub starten. Tickets gibt es über die Deutsche Bahn bereits ab 27,99 Euro, zumindest solange Sparpreise verfügbar sind. Schon die Fahrt selbst gehört für viele zum Urlaub dazu. Hinter Innsbruck zieht sich die Strecke spektakulär durch die Alpen, vorbei an Bergen, Tälern und kleinen italienischen Orten. Statt Stop-and-Go auf der Autobahn beginnt die Auszeit mit einem Kaffee im Bordrestaurant und Blick aus dem Zugfenster. Auch für Ziele im Norden des Gardasees gibt es unkomplizierte Verbindungen. Viele Reisende fahren bis Rovereto und steigen dort in den Bus Richtung Riva del Garda um. Die Weiterfahrt dauert rund 50 Minuten und bringt Urlauber direkt an den fjordartigen Nordteil des Sees, wo Segler, Mountainbiker und Wanderfans aus ganz Europa unterwegs sind. Steile Berge und Windsurfer Der Gardasee selbst bleibt dabei so vielseitig wie kaum eine andere Region Italiens. Das wissen insbesondere Münchner sehr gut, gehört doch der Gardasee zu einem der beliebtesten Kurzurlaubsziele in den Pfingstferien. Während im Norden steile Berge, Windsurfer und spektakuläre Trails dominieren, geht es im Süden deutlich entspannter zu. Orte wie Sirmione oder Desenzano locken mit Promenaden, kleinen Häfen und breiten Uferbereichen. Dazu kommt ein Vorteil, der gerade an langen Wochenenden für viele wohl immer wichtiger wird: Die Bahn bringt Reisende klimafreundlich und oft deutlich entspannter ans Ziel. Vor allem rund um die Pfingstferien, wenn sich die Autos vor dem Brenner regelmäßig kilometerlang stauen, wird die Zugfahrt für viele zur deutlich angenehmeren Alternative. Und während draußen langsam Palmen, Olivenbäume und das erste glitzernde Wasser auftauchen, beginnt das italienische Lebensgefühl oft schon lange vor dem eigentlichen Urlaubsort.
