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Pfingstausflug zum Prebischtor: Europas größtes Felsentor liegt bei Dresden

Der Sandsteinbogen ragt weit über das Elbsandsteingebirge. Besonders an Pfingsten lohnt es sich, früh aufzubrechen, denn der Aussichtspunkt ist beliebt. Im Mai 1808 brach Caspar David Friedrich zu einem dreitägigen Fußmarsch über die böhmische Grenze auf. Sein Ziel: die mächtige Felsformation nahe dem Dorf Hřensko, die er in vier Skizzen auf einem einzigen Blatt festhielt. Heute schaffen Dresdner dieselbe Strecke in einer knappen Stunde mit dem Auto – und stehen am gleichen Aussichtsfelsen wie der Romantiker vor 218 Jahren. Das Prebischtor – auf Tschechisch Pravčická brána – ist das größte natürliche Sandsteinfelsentor Europas mit einer Spannweite von 26,5 Metern, einer Durchgangshöhe von 16 Metern, einer maximalen Breite von 8 Metern und einer Bogenstärke von 3 Metern. Wind, Wasser und Frost formten das Tor über Jahrmillionen aus dem Kreidesandstein der Region. Auf den Bogen selbst darf seit 1982 niemand mehr klettern – der Sandstein ist zu brüchig. Den schönsten Blick eröffnet stattdessen der Edmundstein, ein über Stufen erreichbarer Aussichtsfelsen direkt nebenan. Das Areal gehört seit dem 19. Jahrhundert einer Privatfamilie. Im Jahr 1881 ließ Fürst Edmund Clary-Aldringen italienische Handwerker das "Falkennest" errichten – ein Ausflugshotel, das früher die vornehmen Gäste der Clary-Aldringens beherbergte und heute als stilvolles Restaurant dient. Der Eintritt finanziert bis heute den Erhalt der Anlage: Erwachsene zahlen 125 tschechische Kronen oder 5 Euro, Kinder von 6 bis 14 Jahren sowie Studenten und Senioren ab 65 Jahren 50 Kronen oder 2 Euro. Geöffnet ist von Ende März bis Oktober täglich zwischen 10 und 18 Uhr.