Stau zu Pfingsten in Köln: Kamener Kreuz und Kölner Ring werden Nadelöhr
Langes Wochenende, schönes Wetter – und auf den Straßen rund um Köln steigt der Puls. Viele Familien nutzen Pfingsten für einen Kurztrip, doch wer mit dem Auto losfährt, sollte den Reiseverkehr klug einplanen. Der Pfingstreiseverkehr wirkt rund um Köln auch noch nach dem Feiertag nach. Denn in NRW und weiteren Bundesländern ist der Dienstag (26. Mai) schulfrei, in einigen Ländern sind sogar Schulferien – der ADAC rechnet deshalb damit, dass es am Dienstag fast den ganzen Tag über voll auf den Autobahnen wird. Wer unbedingt am Freitag (22. Mai) in den Kurzurlaub starten will, sollte möglichst früh losfahren. "Bis 12 Uhr kommt man relativ gut durch oder am Abend nach 18 Uhr“, sagt ADAC-Sprecher Thomas Müther. Für einen Tagesausflug empfiehlt sich eher der Pfingstsonntag (24. Mai). Allerdings könnte sich das dann auch auf den Ausfallstraßen der Städte bemerkbar machen – besonders dort, wo es in die Naherholungsgebiete geht. Autobahnkreuz Köln-West: Sperrungen auf A1 und A4 angekündigt Freitagnachmittag wird es richtig eng Richtig eng wird es den Prognosen zufolge – wie so oft – am Freitagnachmittag. Laut ADAC treffen dann Berufsverkehr, Freizeitverkehr und zusätzlicher Reiseverkehr zusammen; die Autobahn GmbH spricht vom ersten großen „Belastungstest“, wenn an diesem Nachmittag der Berufsverkehr auf die einsetzende Reisewelle trifft. Auch am Samstagvormittag (23. Mai) bleibt das Staupotenzial erhöht: Der ADAC sieht zwischen 10 und 15 Uhr eine erhöhte Gefahr für stockenden Verkehr. Die Autobahn GmbH erwartet in ihrem bundesweiten Ausblick ebenfalls für Samstag ein hohes Verkehrsaufkommen. Am Pfingstmontag (25. Mai) dürfte dann die Rückreisewelle einsetzen. Der ADAC geht in NRW ab dem Mittag von einer moderat steigenden Staugefahr aus, vor allem rund um Köln. Defensive Fahrweise dringend empfohlen Gute Nerven brauchen Rückkehrer nach NRW teilweise auch auf Strecken von Nord- und Ostsee wie A1, A2 oder A7 sowie aus den Niederlanden über die A12/A3. Wer diese Routen nutzt, sollte zusätzliche Zeit einplanen und defensiv fahren. Als potenzielle Staustrecken am Freitag nennt der ADAC in NRW vor allem die A1 (Köln – Dortmund – Bremen – Hamburg), die A2 (Oberhausen – Dortmund – Hannover) und die A3 (Köln – Oberhausen – Emmerich). Besonders kritisch sind außerdem der Kölner Autobahnring, die Bereiche Oberhausen/Duisburg (A3/A40, Kreuz Kaiserberg) sowie Bochum/Herne/Recklinghausen (A43). Kamener Kreuz: drohendes Nadelöhr Hinzu kommen mögliche Nadelöhre am Kamener Kreuz (A1) und auf der Wuppertaler Stadtautobahn (A46), wo Staus und zäher Verkehr drohen können. Wer hier zur falschen Zeit unterwegs ist, verliert schnell wertvolle Urlaubsstunden im Stop-and-go. Und was tun, wenn es bereits stockt: abfahren oder bleiben? Laut ADAC bringt es nur selten einen Vorteil, die Autobahn zu verlassen und auf Landstraßen auszuweichen – Ausweichrouten seien schnell verstopft und an Ampeln stauten sich Autos oft lange. Navigationssysteme zeigen zwar Alternativstrecken an, doch der prognostizierte Zeitgewinn beträgt meist nur wenige Minuten. Zudem kann sich die Lage auf der Umleitungsroute innerhalb kurzer Zeit verschlechtern – wer entspannt ankommen will, fährt daher besser vorausschauend los als hektisch Umwege zu suchen.
