Sardinien: Zoll stoppt Touristin – 40 Kilo Sand im Auto versteckt
Eine französische Touristin wollte Sardinien gleich kiloweise im Gepäck mit nach Hause nehmen. Der Zoll machte ihrem ungewöhnlichen Souvenirplan ein Ende. Sand und Muscheln vom Strand sind für viele ein kostenloses Urlaubssouvenir. Eine französische Touristin hat es auf der beliebten italienischen Insel Sardinien jetzt aber übertrieben. Die 69 Jahre alte Frau wurde vom italienischen Zoll mit insgesamt 40 Kilogramm Sand, Muscheln und Kieselsteinen im Auto ertappt, als sie an Bord einer Autofähre von Porto Torre nach Toulon (Frankreich) gehen wollte. Das meldet die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Die Beamten hätten die Beutel mit Sand unter den Autositzen gefunden, heißt es. Anhand der Beschaffenheit des Sandes sei schnell festgestellt worden, dass die Frau ihn vom Strand Le Saline in Stintino im Nordwesten Sardiniens entwendet hatte. Gratis: Diese Urlaubsinsel hat die meisten kostenlosen Attraktionen Sicherheit: 13 Betrugsmaschen auf Airbnb, die jeder kennen sollte Damit habe die Französin gegen das Regionalgesetz Nr. 16 von 2017 verstoßen, schreibt Ansa. Es verbietet die Mitnahme von Sand, Kieselsteinen und Muscheln von den Küsten. Der Frau drohe nun ein Bußgeld zwischen mindestens 500 und maximal 3.000 Euro. Sand und Muscheln seien beschlagnahmt worden. Sie sollen an den Strand zurückgebracht werden. Warum sie den Sand in solchen Mengen nach Frankreich schmuggeln wollte, ist nicht bekannt. Was für Touristen auf Sardinien noch verboten ist Sardinien versucht seit Jahren, seine Haupteinkommensquelle – den Tourismus – und den Schutz seiner sensiblen Ökosysteme in Einklang zu bringen. Regionalgesetze verbieten nicht nur die Mitnahme von Naturmaterialien wie Sand und Muscheln, es dürfen auch an geschützten Stränden keine Handtücher oder Badetücher direkt auf den Sand gelegt werden – zum Beispiel am Strand La Pelosa in Stintino. So soll verhindert werden, dass Sand abgetragen wird. Auch die empfindlichen Dünenlandschaften, wie etwa die Weißen Dünen von Porto Pino, dürfen nicht betreten oder als Liegefläche genutzt werden. Touristen sollten sich auf Sardinien ebenfalls nicht beim Wegschnippen von Zigarettenkippen erwischen lassen. An vielen Stränden ist das Rauchen ohnehin verboten oder nur in Raucherzonen erlaubt. Wer sich falsch verhält, zahlt 150 bis 500 Euro Bußgeld.
