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Adrian Sutil: Ex-Formel-1-Fahrer aus Starnberg sitzt weiter in U-Haft

Adrian Sutil bleibt in U-Haft: Der Betrugsverdacht gegen den Ex-Formel-1-Fahrer wiegt schwer. Ein millionenschwerer Supersportwagen bringt neue Dynamik in den Fall. Der ehemalige Formel-1-Fahrer Adrian Sutil sitzt seit Ende November in Untersuchungshaft in Stuttgart-Stammheim. Ihm wird vorgeworfen, hochwertige Sportwagen mehrfach an verschiedene Leasingfirmen verkauft und sich so Millionen verschafft zu haben. Die Ermittlungen führt das LKA Baden-Württemberg. Ein zentrales Fahrzeug in dem Verfahren ist ein Koenigsegg One:1 – ein auf weltweit sieben Exemplare limitierter Supersportwagen mit einem Wert von bis zu sieben Millionen Euro. Sutils Anwalt Dirk Schmitz hatte laut Medienberichten behauptet, Söldner der russischen Wagner-Gruppe hätten das Fahrzeug im Dezember an Sutils Wohnsitz in Monaco unter Todesdrohungen gestohlen. Unabhängig belegt ist diese Darstellung nicht. LKA findet Wagen in Pullach Nach Angaben von Christian Finke, Vertriebsleiter der Leasingfirma AIL, war der Wagen nie zur Fahndung ausgeschrieben. Das LKA habe ihn in einer Garage in Pullach sichergestellt. AIL ist nach eigenen Angaben rechtmäßiger Eigentümer des Fahrzeugs. Finke sagte: "Nach Prüfung der Eigentumsverhältnisse wurde er wieder an uns zurückgegeben." Zur öffentlichen Präsentation des Wagens erklärte er: "Wenn das Auto in den Sozialen Netzwerken als gestohlen deklariert ist, ist es unverkäuflich. Das muss klargestellt werden in der Öffentlichkeit." Sutils Anwalt äußerte sich zum Wiederauftauchen des Wagens knapp: Er freue sich, dass der Koenigsegg wieder aufgetaucht sei. Der Tatvorwurf stützt sich nach Erkenntnissen der Ermittler auf einen Mechanismus der Mehrfachfinanzierung: Fahrzeuge sollen parallel bei mehreren Leasinggesellschaften finanziert worden sein. Das LKA Baden-Württemberg teilte mit: "Durch das Landeskriminalamt wurden Durchsuchungsmaßnahmen in Deutschland und im europäischen Ausland durchgeführt. Sofern es im Einzelfall rechtlich möglich war, wurden dabei mehr als 20 Luxusfahrzeuge zur Klärung der Eigentumsverhältnisse und zum Schutz der Interessen der rechtmäßigen Eigentümer sichergestellt." Sutil beteuert seine Unschuld. Die Ermittlungen dauern an.