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Prozess in München: Mann tötet Fußgänger in Olching – Psychiatrie

Ein Mann fährt einen anderen tot – weil er ihn für einen "Teufel" hält. Nun entscheidet ein Münchner Gericht, wie es mit dem 33-Jährigen weitergeht. Nachdem ein 33-jähriger Mann im vergangenen Juli in Olching (Landkreis Fürstenfeldbruck) einen Fußgänger mit dem Auto überfahren und getötet hat, ist er dauerhaft in einer Psychiatrie untergebracht worden. Der Täter hatte den Passanten für einen "Teufel" gehalten, der beseitigt werden müsse. Der 57-jährige Fußgänger starb unmittelbar an schweren Kopfverletzungen. Das Gericht stellte fest, dass die Steuerungsfähigkeit des Mannes zum Tatzeitpunkt aufgehoben gewesen sei. Er leidet seit seiner Kindheit an paranoider Schizophrenie. Wegen dieser Schuldunfähigkeit war eine Strafe nicht möglich – auch wenn das Gericht die Tat als Totschlag und vorsätzlichen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr wertete. Richter: "Objektive Sinnlosigkeit der Tat" Der vorsitzende Richter sagte laut Mitteilung des Gerichts, die objektive Sinnlosigkeit der Tat, die allein durch wahnhafte Fehlvorstellungen motiviert gewesen sei, lasse die Hinterbliebenen des Zufallsopfers ebenso ratlos zurück wie das Gericht. Das Gericht ordnete die Unterbringung wegen erheblicher Wiederholungsgefahr an. Sie ist grundsätzlich unbefristet, wird aber in regelmäßigen Abständen auf ihre weitere Notwendigkeit überprüft. Seit der Tat war der Mann nicht in Untersuchungshaft, sondern in einer psychiatrischen Klinik untergebracht. Den Führerschein entzog das Gericht ihm ebenfalls. Das Urteil ist rechtskräftig.