Dinslaken: Polizei ermittelt gegen Fahrerin – Unfall mit zwei Toten
Nach dem Unfall mit zwei toten Schulkindern in Dinslaken eröffnet die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren gegen die Autofahrerin. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung gegen die 47 Jahre alte Unfallfahrerin von Dinslaken. Die Frau hatte am Mittwochmorgen die Kontrolle über ihr Auto verloren und war in drei ihr entgegenkommende Kinder auf Fahrrädern gefahren. Zwei der drei zwölfjährigen Jungen starben. Das dritte Kind kam mit leichten Verletzungen davon. Auch die 47-Jährige erlitt Verletzungen. Am Donnerstag war sie laut Staatsanwaltschaft weiter im Krankenhaus, sie konnte bisher nicht vernommen werden. Zwei tote Kinder in Dinslaken: Verlor die Unfallverursacherin das Bewusstsein? Bodensee mit massivem Problem: Alarm an Deutschlands größtem See Möglicherweise hätte sich die 47-Jährige wohl gar nicht ans Steuer setzen dürfen: Die Frau habe schon im vergangenen Jahr nach einer plötzlichen Ohnmacht einen Unfall verursacht, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Bereits damals sei wegen Gefährdung des Straßenverkehrs gegen sie ermittelt worden, die Untersuchungen hätten allerdings ergeben, dass die Frau die Bewusstlosigkeit am 19. Mai 2025 nicht vorhersehen konnte. Das Verfahren sei daraufhin eingestellt worden. Doch die Frau hätte nach diesem Erlebnis möglicherweise gewarnt sein müssen. "Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen wurde der Beschuldigten in der Zwischenzeit ein sogenannter Ereignisrekorder zur Aufzeichnung der Herzaktivität implantiert", heißt es in der Mitteilung der Staatsanwaltschaft vom Donnerstag. Dessen Daten würden nun ausgewertet werden. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft sei außerdem das Fahrzeug der Beschuldigten sichergestellt und ein Sachverständiger mit der Erstellung eines Gutachtens zur Unfallrekonstruktion beauftragt worden. Der Unfall ereignete sich am Mittwochmorgen in der Nähe einer Schule. Augenzeugen beobachteten an einem Kiosk den Unfall. Sie wurden psychologisch betreut. An der Unfallstelle waren neben Auto-Trümmerteilen ein Fahrrad, ein Schultornister und verlorene Unterlagen zu sehen.
