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Anlage-Schwäche: Bitcoin braucht einen Booster

Nach der Rallye bei Edelmetallen und Aktien bleiben 2026 bei einer Anlageklasse neue Rekorde bislang aus. Doch gerade jetzt wäre Zeit, Investitionen aufzustocken. Es ist schon ein bisschen merkwürdig. Alle Welt verlangt im Frühsommer 2026 nach Risikoanlagen, und Chipaktien werden ebenso wie viele zyklische Titel auf immer neue Höchststände katapultiert. Dass die Rallye bei Micron Technology, Intel und Nvidia, Qualcomm und Texas Instruments nicht singulär für sich steht, unterstreichen Kursbewegungen bei ehemals langweiligen Industrietiteln wie Caterpillar oder Siemens Energy . Doch eine Anlageklasse will 2026 nicht so richtig aus dem Quark kommen. Bitcoin erstaunlich ruhig Die Rede ist natürlich von Krypto. Kurioserweise steht dies diametral dem entgegen, was man bei TV-Übertragungen im internationalen Sportbusiness sehen kann. Dort findet man kaum ein Fußball- oder Tennismatch ohne einen Sponsor aus dem Kryptosektor. An Anbietern wie Bitpanda kommt man kaum vorbei, sei es durch die werbewirksame Kooperation mit Schauspieler Christoph Waltz oder der Partnerschaft mit Bayern München . Für Anleger aber bedeutet die Kryptoflaute im ersten Halbjahr 2026, dass sich all jene mit Bitcoin oder Ethereum oder einem breiten Korb an Kryptowährungen eindecken können, die in den vergangenen Jahren bei Höchstständen und heftigen Kursrallyes immer wieder das Ziel setzten, endlich einzusteigen, wenn die Kurse mal zurückkommen. Kaufen, wenn es nur wenige mögen Nun gibt es das bekannte Sprichwort "Limit bei Erreichen streichen", was bedeutet, dass man sich dann nicht mehr wohlfühlt, wenn man eine ehemals geliebte Anlageklasse mal billiger bekommt. Das liegt daran, dass die Anlageklasse, wenn sie billiger wird, nicht mehr so angesagt ist und man sich dann etwas weniger wohl in der Masse fühlt. Doch genau das kann jetzt im Frühjahr 2026 Anlass genug sein, sich mit Bitcoin intensiv auseinanderzusetzen. Zumal nicht nur Anbieter wie Bitpanda im Geschäft mitmischen, sondern auch im Zertifikatebereich Anbieter wie Vontobel, Société Générale oder CMC Markets. CMC Markets emittierte jüngst zum Start seines Angebots Hebelprodukte auf sieben Kryptowährungen (Bitcoin, Ethereum, Ripple , Solana, Cardano, Chainlink und Bitcoin Cash) und Tracker-Zertifikate auf 23 Coins. Volatilität überschaubar Die Erfahrung der letzten 20 Jahre hat gezeigt: Wann immer im Kryptosektor Flaute herrschte und die Volatilität zum Erliegen kam, war es nur eine Ruhepause. Bitcoin wird früher oder später wieder angesagt sein und umso besser, wenn man sich jetzt schon Gedanken macht. Denn Bitcoin befindet sich ziemlich genau in der Mitte des laufenden Vier-Jahres-Zyklus. Rund zwei Jahre nach seinem Halving am 20. April 2024 kann man feststellen, dass das Top der letzten Jahre passend zum Halving eintrat und Bitcoin seither recht stabil ist. Valour bemerkt sogar, dass im Jahr 2025 die Volatilität von Bitcoin bei rund 35 Prozent lag. Das ist weniger als bei manchem Tech-Titel. Nvidia (49,6 Prozent) oder Meta (38 Prozent) wiesen im selben Zeitraum höhere Schwankungen auf, was niemand nachhaltig störte. 170 Einzeltitel im S&P 500 waren 2025 volatiler als Bitcoin. Final gehört zum Bild bei Bitcoin natürlich dazu, wie stark der Kursrückgang vom Rekordhoch ausfällt. Nach dem Hoch im Oktober 2025 folgte eine Korrektur, die sich bis Februar 2026 auf rund 50 bis 52 Prozent belief. So bleibt die Korrektur deutlich unter den Rückgängen früherer Zyklen, die häufig 75 bis 90 Prozent erreichten. Auch dies passt zum Bild sinkender Volatilität und höherer Stabilität. Übrigens lagen im April über einen Zeitraum von fünf Handelstagen die Nettozuflüsse via ETFs bei rund 14.000 Bitcoin, während im gleichen Zeitraum nur etwa 2.250 Bitcoin neu geschaffen wurden. Auch über längere Zeiträume lag die Nachfrage aus ETFs bei einem Mehrfachen der täglichen Emission. Es greift also doch der eine oder andere schon zu.