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Waymo und Uber in München: Testbetrieb für Robo-Taxis soll kommen

Mit dem Robo-Taxi zur Arbeit: Das könnte bald Realität sein. Uber und Waymo planen beide einen Testbetrieb in München. Andere Unternehmen kämpfen derweil mit Problemen. Erst Uber, nun auch Waymo: Die Google-Tochter hat angekündigt, Ende 2027 in München einen fahrerlosen Fahrdienst testen zu wollen. Das teilte das Unternehmen am Dienstag (25. August) mit. Anfang Juni hatte bereits Konkurrent Uber im Rahmen einer Tech-Konferenz ein ähnliches Vorhaben bekannt gegeben. Die Pläne beider Firmen hängen jedoch noch an den Genehmigungen mehrerer Behörden, darunter das Kraftfahrt-Bundesamt. Sollte das Vorhaben genehmigt und die Testphase erfolgreich abgeschlossen werden, wäre München die erste Stadt in der EU mit fahrerlosen Fahrdiensten. Uber, Waymo: Autonomes Fahren bald in München? Dass auch bei Waymo die Wahl auf München gefallen ist, hat mehrere Gründe. In der dicht besiedelten bayerischen Landeshauptstadt herrscht viel Verkehr. Gleichzeitig gibt es eine dichte Infrastruktur und eine große Präsenz deutscher Autobauer. Behörde muss zustimmen: Waymo plant Robotaxi-Betrieb in München ab 2027 Ausschlaggebend waren auch die rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland: Sowohl Uber als auch Waymo nennen dies als Grundlage für ihre Vorhaben. Seit 2021 gibt es entsprechende gesetzliche Regelungen für den fahrerlosen Straßenverkehr im Alltag. Bevor es soweit ist, müssen allerdings umfangreiche Testfahrten durchgeführt werden. Dabei fahren autonome Fahrzeuge mit geschultem Personal am Steuer, um das Münchner Straßennetz zu erfassen. Konkurrenz kämpft mit Verkehrschaos In anderen Ländern wie China oder den USA ist die Konkurrenz schon weiter: Dort gibt es bereits Städte, in denen auf festgelegten Gebieten autonome Fahrzeuge unterwegs sind. Diese können für Fahrten von Passagieren gebucht werden. Und Waymo ist in den USA in mehreren Metropolen aktiv, darunter San Francisco, Phoenix, Atlanta, Austin oder Nashville. Passagiere können, ähnlich wie bei den Apps Uber und Bolt, eine Fahrt von einem Ort zum anderen buchen – vorausgesetzt, die Strecke befindet sich im festgelegten Straßennetz. Mehr als 20 Millionen bezahlte Fahrten hätten die Fahrzeuge von Waymo bereits absolviert, heißt es vom Unternehmen. Zudem sei das System ihrer Autos sicherer als menschliche Fahrer. Das Unternehmen bezieht sich dabei auf eigene Erhebungen. Testfahrten geplant: Uber bringt autonomes Fahren nach München Dennoch häufen sich die Zwischenfälle beim Fahrdienstleister: In US-Medien berichten immer häufiger Passagiere davon, dass sie in den Autos festsitzen, weil ihre Navigationssysteme von Baustellen verwirrt sind. Hinzu kommen Fälle blockierter Straßen, weil mehrere Waymo-Fahrzeuge sich im Leerlauf befanden und Anwohner nicht vorbeiließen. Ein besonders gefährlicher Zwischenfall ereignete sich nach einer Schießerei Anfang März im texanischen Austin: Ein Waymo-Fahrzeug, das inmitten mehrerer Polizeiautos ein Wendemanöver unternehmen wollte, blockierte dabei einen Krankenwagen auf dem Weg zum Tatort. Dieser konnte erst weiterfahren, nachdem ein Polizist das Robo-Taxi manuell zur Seite gefahren hatte.