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Neuer Audi Q7: Neues Edel-SUV startet mit Dieselmotoren und viel Holz

Der Q7 war einst Audis Einstieg ins SUV-Geschäft. Die dritte Generation soll mit sieben Sitzen, neuer Lichttechnik und elektrifizierten Dieselmotoren überzeugen. Als Audi 2005 den ersten Q7 vorstellte, war das große SUV für die Marke ein Schritt in neues Terrain. Inzwischen gehören SUV längst zum Kerngeschäft der Ingolstädter. Mit der dritten Generation des Q7 schlägt Audi nun das nächste Kapitel auf. Dabei steht das Modell vor einer besonderen Herausforderung: Künftig wird mit dem Q9 ein noch größeres SUV die Rolle des Flaggschiffs übernehmen . Optisch zeigt sich der Neuling selbstbewusster als sein Vorgänger. Die Motorhaube sitzt höher, der sogenannte Singleframe-Kühlergrill wächst weiter in die Breite und die ausgestellten Radhäuser betonen die Fahrzeugschultern. Dazu kommen eine steiler stehende D-Säule und eine nahezu waagerechte Dachlinie. Am Heck prägen ein durchgehendes Leuchtenband und neue Rückleuchten den Auftritt. Optional bietet Audi OLED-Technik für die Heckleuchten an. 1.001 PS: Mit diesem Supersportwagen will sich Audi neu erfinden Neuzulassungen: Diese US-Marke verkaufte im Mai nur zwei Autos Es werde Licht in und am Q7 Überhaupt spielt Licht beim neuen Q7 eine größere Rolle als bisher. Die optionalen Matrix-LED-Scheinwerfer können Warnhinweise und Assistenzinformationen direkt auf die Fahrbahn projizieren. Neu ist zudem ein erweitertes Blinklicht: Bei Dunkelheit wird das Blinksignal zusätzlich auf den Boden projiziert, um andere Verkehrsteilnehmer frühzeitig auf einen Spurwechsel oder Abbiegevorgang aufmerksam zu machen. Auch die Rückleuchten können in bestimmten Situationen Warnsymbole anzeigen. Erstmals sind für den Q7 zudem automatische Türen erhältlich. Sensoren erkennen Hindernisse und stoppen den Öffnungs- oder Schließvorgang bei Bedarf. Die Heckklappe öffnet serienmäßig elektrisch und kann per Fußgeste bedient werden. Je nach Ausstattung rollt der Q7 auf Rädern zwischen 20 und 23 Zoll. Mehr Raum und eine neue Art der Holzklasse Im Innenraum setzt Audi auf eine Mischung aus Digitalisierung und klassischen Materialien. Besonders auffällig: Die Marke verabschiedet sich zumindest teilweise von den großflächigen Klavierlack-Oberflächen der vergangenen Jahre. Stattdessen stehen wieder offenporige Holzdekore wie Eschenmaser oder Linde-Strukturholz zur Verfügung. Zusammen mit den großflächigen Dekorleisten wirkt das Cockpit deutlich wohnlicher. Das digitale Cockpit besteht aus einem gebogenen OLED-Display, das Kombiinstrument und Infotainment zusammenführt. Ein Beifahrerdisplay gehört zur Serienausstattung, optional gibt es ein Head-up-Display. Über den Audi-Assistenten lassen sich zahlreiche Fahrzeugfunktionen per Sprache steuern. Für allgemeine Fragen greift das System auf ChatGPT zurück. Beim Platzangebot bleibt der Q7 seiner Linie treu. Serienmäßig verfügt er über fünf Sitze, optional sind sechs oder sieben Plätze erhältlich. Neu ist eine Sechssitzer-Konfiguration mit zwei Einzelsitzen in der zweiten Reihe. Alle Sitze lassen sich elektrisch verstellen, die zweite Reihe ist verschiebbar und variabel umklappbar. Im Fünf- und Siebensitzer können zudem drei Kindersitze nebeneinander montiert werden. Auch das Gepäckabteil fällt, wie für diese Größe zu erwarten, üppig aus. Beim Fünfsitzer stehen bis zu 806 Liter Kofferraumvolumen zur Verfügung. Werden die Sitze umgelegt, wächst der Stauraum auf bis zu 2.075 Liter. Im Siebensitzer sind es bis zu 722 Liter beziehungsweise maximal 1.980 Liter. Für ein luftigeres Raumgefühl sorgt das neue Panorama-Schiebedach. Die Glasfläche ist in neun Segmente unterteilt und lässt sich je nach Wunsch transparent oder blickdicht schalten. 78 integrierte LEDs ergänzen die Ambientebeleuchtung im Innenraum. Zum Start ausschließlich mit Diesel Auf der Antriebsseite geht Audi zunächst einen ungewöhnlichen Weg. Zum Marktstart gibt es den Q7 ausschließlich mit einem Dreiliter-V6-Diesel. Der Selbstzünder steht in zwei Leistungsstufen bereit: mit 245 PS und 500 Newtonmetern Drehmoment oder mit 299 PS und 630 Newtonmetern. Beide Varianten verfügen über die neue MHEV-plus-Technologie. Dabei unterstützt ein Elektromotor den Verbrenner mit bis zu 24 PS und 370 Newtonmetern zusätzlichem Drehmoment. Kurze elektrische Fahranteile beim Rangieren oder im Stadtverkehr sind möglich. Ein elektrisch angetriebener Verdichter soll zudem das Ansprechverhalten verbessern. Serienmäßig kombiniert Audi die Motoren mit einer Achtgang-Tiptronic und permanentem Quattro-Allradantrieb. Später sollen außerdem ein V6-Benziner und ein Plug-in-Hybrid das Angebot ergänzen. Bis zu 3,5 Tonnen Anhängelast Wer den Q7 als Zugfahrzeug nutzen möchte, kann Anhänger mit bis zu 3,5 Tonnen Gewicht ziehen. Unterstützt wird der Fahrer dabei von einem Anhängerrangierassistenten, der beim Rückwärtsfahren die Lenkung übernimmt. Bereits serienmäßig fährt der Q7 mit Stahlfederfahrwerk vor. Optional bietet Audi zwei Varianten einer Luftfederung an. Ebenfalls erhältlich ist eine Allradlenkung, die die Wendigkeit bei niedrigen Geschwindigkeiten verbessern und bei höherem Tempo für mehr Stabilität sorgen soll. Umfangreiches Assistenzpaket Bei den Fahrerassistenzsystemen schöpft Audi nahezu aus dem Vollen. Zum Angebot gehören unter anderem ein adaptiver Fahrassistent, ein Notbremsassistent, Totwinkelüberwachung, Querverkehrswarner, 360-Grad-Kameras sowie verschiedene Parkassistenten. Neu ist ein Notfallassistent, der das Fahrzeug bei einer ausbleibenden Reaktion des Fahrers kontrolliert auf den Standstreifen lenken und anschließend einen Notruf auslösen kann. Marktstart und Preis Gebaut wird die dritte Generation des Audi Q7 wie bisher im slowakischen Bratislava. Bestellbar ist das SUV ab Juni 2026. Die Preise starten bei 87.900 Euro für die 245-PS-Version. Der stärkere Diesel mit 299 PS kostet mindestens 90.500 Euro.