Ukraine-News: Russische Waffenfabrik offenbar schwer getroffen
Ukrainische Geschosse treffen Putins Waffenfabrik. Auch ein weiteres militärisches Herzstück Russlands greift die Ukraine an. Alle Entwicklungen im Newsblog. Dienstag, 23. Juni Ukrainische Drohnen: Honduras will sie für Kampf gegen Drogen Für den Grenzschutz und den Kampf gegen Drogen will Honduras Drohnen aus der Ukraine kaufen. "Mit ihrer Technologie kann uns die Ukraine sehr dabei helfen, unsere Grenzen noch besser zu sichern und den Drogenhandel zu bekämpfen", sagte Honduras' Präsident Nasry Asfura am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Asfura hatte sich am Freitag in Kiew mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj getroffen. Dieser bot dem zentralamerikanischen Land Militärtechnologie an, insbesondere die Lieferung von Drohnen. Die Ukraine setzt seit Beginn der russischen Invasion 2022 in hohem Maße auf Drohnen. Honduras wird seit Jahren von Gewalt zwischen Drogenclans, Straßenbanden und korrupten Sicherheitskräften erschüttert. Die Mordrate liegt bei 24 pro 100.000 Einwohner und ist damit fast viermal so hoch wie der weltweite Durchschnitt. Fabrik in Russland brennt nach Raketenangriff In der westrussischen Millionenstadt Woronesch ist offiziellen Angaben nach eine Rüstungsfabrik bei einem Angriff mit Marschflugkörpern beschädigt worden. Dabei wurden fünf Menschen getötet und Dutzende leicht verletzt, wie der Gouverneur der Region Woronesch, Alexander Gussew, auf Telegram schrieb. Seiner Darstellung nach vernichtete die Flugabwehr mehrere "fliegende Hochgeschwindigkeitsziele" über der Stadt, zugleich räumte er Schäden in den Produktionshallen eines Unternehmens ein. Ein Brand in dem Werk sei gelöscht worden. Zudem seien die Fassaden mehrerer Wohnblocks und einige Autos beschädigt worden, schrieb er. Der ukrainische Generalstab bestätigte später in einer Mitteilung den Angriff. Demzufolge wurde eine Fabrik getroffen, die elektronische Bauteile für Raketen produziert. Dadurch sei die Fähigkeit Russlands erheblich verschlechtert worden, neue Raketen zu produzieren, hieß es. Zum Einsatz seien luftbasierte Marschflugkörper gekommen. Diese werden von Flugzeugen abgeschossen. Kiew verfügt über Marschflugkörper des britischen Typs Storm Shadow aus britischer Produktion. Die in sozialen Netzwerken kursierenden Bilder und Videos deuten auf schwere Schäden am Werk hin. Woronesch ist nur etwas mehr als 180 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Ukraine attackiert russisches Zentrum für Weltraumkommunikation Ukrainische Drohnen haben das Zentrum für Weltraumkommunikation in der Stadt Dubna 120 Kilometer nördlich von Moskau angegriffen. Den vom Generalstab in Kiew gemeldeten Angriff bestätigten später staatliche russische Stellen. "Die Funktionstüchtigkeit der TV-Ausstrahlung und des Nachrichtenverkehrs wurde nicht gestört", teilte der Pressedienst des russischen Betreibers von Kommunikationssatelliten mit. Die Folgen des Angriffs würden beseitigt, Personal sei nicht zu Schaden gekommen, heißt es weiter in der Mitteilung. Die Ukraine machte keine Angaben zu den Folgen. Das Zentrum in Dubna wurde zur Übertragung der Olympischen Spiele 1980 in Moskau eingerichtet. Später organisierte das Zentrum einen direkten Draht zwischen dem Kreml und dem Weißen Haus. Ob das Zentrum auch für militärische Zwecke genutzt wird, ist nicht bekannt. Estland: Abgestürzte Drohne mit Sprengsatz entdeckt Im Südosten Estlands ist eine abgestürzte Drohne gefunden worden, die mit rund fünf Kilogramm Sprengstoff beladen war. Nach Angaben der Sicherheitsbehörden handelt es sich vermutlich um ein unbemanntes Flugobjekt, das Anfang Juni in den Luftraum des baltischen EU- und Nato-Landes eingedrungen war. Die Drohne sei von einem Anwohner beim Mähen im hohen Gras auf einem Feld in der Gemeinde Rõuge entdeckt worden. Einige Trümmerteile seien auch in einem Baum gefunden worden, von dem sie vermutlich heruntergefallen seien, sagte der Leiter der estnischen Sicherheitspolizei, Harrys Puusepp, dem estnischen Rundfunk. Puusepp vermutete, dass die Drohne am 3. Juni während eines ukrainischen Angriffs auf Russland auf einem Feld abstürzte. Radargeräte der estnischen Luftwaffe hatten damals mehrere Flugobjekte erfasst, woraufhin Nato-Kampfjets aufgestiegen. Kurz darauf sei das Radarsignal der Drohne aber in der Nähe des Fundorts der Trümmerteile verschwunden. Nach Angaben von Puusepp wurde der Fund der Drohne bereits am 10. Juni gemeldet und der Flugkörper anschließend vor Ort von Ermittlern untersucht. Der Gefahrenbereich sei abgesperrt worden und Unbeteiligte nicht gefährdet gewesen. Wegen einer großangelegten Militärübung sei die Öffentlichkeit aber erst jetzt darüber informiert worden, sagte der Behördenleiter. Estland erhält deutsche Flugabwehr Iris-T Estland hat das erste Mittelstrecken-Flugabwehrsystems Iris-T aus Deutschland erhalten. Die Luftwaffe des baltischen EU- und Nato-Landes nahm auf dem Militärflugplatz Ämari eine Einheit des bodengebundenen Waffensystems des Herstellers Diehl Defence entgegen. Dies teilten das estnische Militär und das Unternehmen mit. Estlands Luftwaffen-Chef Riivo Valge sprach von einem "wichtigen Tag für die estnischen Streitkräfte und die estnische Luftwaffe". Iris-T ermögliche dem an Russland grenzenden Estland, Bedrohungen aus der Luft auf größere Entfernungen und in größeren Höhen als mit den bisherigen Kurzstreckensystemen zu bekämpfen. Die Luftverteidigung gilt als eine Schwachstelle Estlands, das den Kauf von Iris-T gemeinsam mit dem benachbarten Lettland vereinbart hatte. Die beiden Baltenstaaten betrachten den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine als direkte Gefahr für ihre Sicherheit. Die Regierung in Tallinn hat deshalb die Militärausgaben bereits massiv aufgestockt und rüstet die Streitkräfte auf. Montag, 22. Juni Pistorius reist heute zu Bundeswehr-Übung in Litauen Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) reist heute nach Litauen , um sich die erste Übung der dort stationierten Panzerbrigade 45 der Bundeswehr anzuschauen. Für die Übung "Freedom Shield 2026" an der Ostflanke der Nato wurden rund 2.900 Soldaten – darunter 2.300 aus Deutschland – und rund 800 Fahrzeuge aus acht Nato-Staaten auf dem Truppenübungsplatz Pabrade zusammengezogen. Dieser ist etwa 20 Kilometer von der Grenze zu Belarus entfernt. Die Stationierung der Panzerbrigade in Litauen wurde von der Bundesregierung als Reaktion auf die wachsende Bedrohung durch Russland zugesagt. Sie soll bis 2027 mit einer Gesamtstärke von rund 4.800 Soldaten und 200 zivilen Mitarbeitern als Kampfverband voll einsatzfähig sein. Bislang sind rund 1.800 Angehörige der Bundeswehr in Litauen stationiert. Ukraine: Ein Toter bei Raketenangriff auf Region Odessa Bei einem russischen Raketenangriff auf die südukrainische Region Odessa wurden nach Angaben des örtlichen Gouverneurs ein Mensch getötet und drei weitere verletzt. Russland habe eine ballistische Rakete vom Typ Iskander auf einen landwirtschaftlichen Betrieb abgefeuert, teilt Gouverneur Oleh Kiper auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Dabei seien Fahrzeuge und Treibstofftanks in Brand geraten. Selenskyj erwartet Deeskalation von Minsk Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erwartet vom belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko konkrete Schritte zur Deeskalation. "Lukaschenko muss über Worte hinaus Deeskalation demonstrieren", sagte er in einem Interview ukrainischer Medien. Eine bloße Entschuldigung des engen Verbündeten Moskaus genüge nicht: "Sein "Ich entschuldige mich" soll er für sich behalten, das funktioniert seit dem ersten Tag des Kriegs nicht mehr." Belarus gilt als engster Verbündeter Russlands. Selenskyj spricht seit Wochen davon, dass Russland versuche, Belarus in den Krieg hineinzuziehen und warnt Minsk davor. Lukaschenko hatte erst vor Kurzem Moskau und Kiew aufgerufen, den Krieg zu beenden, da ein militärischer Sieg für beide Seiten unrealistisch sei. Zugleich betonte er, die Ukraine habe von Belarus nichts zu befürchten und entschuldigte sich bei Selenskyj. Kiew sieht sich derzeit durch mehrere russische Relaisstationen auf belarussischem Gebiet bedroht. Solche technischen Zwischenstationen leiten Signale weiter; nach ukrainischer Darstellung nutzt Russland sie, um Drohnen bei Angriffen auf Ziele in der Ukraine zu steuern. Selenskyj hatte Lukaschenko bereits mehrfach aufgefordert, die Anlagen abzubauen: "Wenn sie es nicht abschalten, werden wir es abschalten, Punkt." Sonntag, 21. Juni Russlands Wirtschaft: "Die russische Führung macht sich Sorgen" Russlands Wirtschaft scheint stabiler zu sein, als viele Prognosen verlauten. Doch der Preis des Krieges steigt – und mit ihm das Risiko unbequemer Schritte im Innern. Der Ökonom Janis Kluge schätzt die Lage ein. Lesen Sie hier das gesamte Interview. Russischer Militärexperte: So lange kann Russland den Krieg noch führen Putin ist bereit, für jedes Stück ukrainisches Land Tausende Soldaten zu opfern. Doch wie lange geht diese grausame Strategie noch auf? Die Antwort des Militärexperten Juri Fjodorow lautet: Wenn das Geld fließt, noch jahrelang. Lesen Sie hier den gesamten Gastbeitrag. Wie die Ukraine von Formel-1-Technik profitiert Britische Entwickler bringen Wissen aus dem Motorsport in den Krieg gegen Russland. Neue Langstreckenwaffen sollen leichter, schneller und unabhängiger von US-Bauteilen werden. Lesen Sie hier mehr dazu. Putins neuer Marschflugkörper: So eine Waffe gab es noch nie Russland arbeitet an einem nuklear angetriebenen Marschflugkörper. US-Forscher warnen vor radioaktiven Risiken – schon vor einem möglichen Einschlag. Lesen Sie hier mehr dazu. Krim stoppt Kraftstoffverkauf an Privatleute und Firmen Auf der von Russland kontrollierten Halbinsel Krim haben Tankstellen laut Behördenangaben den Verkauf von Treibstoff an Privatpersonen und Unternehmen eingestellt. Der von Russland eingesetzte Gouverneur Sergej Aksjonow teilt über den Kurznachrichtendienst Telegram mit, dass der Stopp seit Sonntag, 9 Uhr Ortszeit, in Kraft sei. Kraftstoff werde nur noch an staatliche Behörden abgegeben, die den Betrieb und die Sicherheit der Halbinsel gewährleisteten, so Aksjonow weiter. Öldepot in Kertsch getroffen Bilder in sozialen Medien zeigten am Sonntagmorgen ein brennendes Öldepot in der Stadt Kertsch auf der russisch besetzten Halbinsel Krim. Offenbar hatte es in der Nacht mehrere ukrainische Drohnenangriffe auf die Krim gegeben. Bei deb neuen massiven ukrainischen Drohnenangriffen sind auf der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim nach Behördenangaben im Raum Kertsch mindestens vier Menschen getötet worden. Nach den Attacken gebe es auch 28 Verletzte, teilte der von Moskau eingesetzte Krim-Chef Sergej Aksjonow am Morgen bei Telegram mit. Details nannte er nicht. Behörden informierten in der Nacht auch über die Schließung der Krim-Brücke zwischen Kertsch und dem russischen Festland für den Autoverkehr. Auch der Hafen Kawkas auf der russischen Seite der Straße von Kertsch soll bei dem Angriff getroffen worden sein. Dort liegen ebenfalls ein Kraftstoffterminal und ein Öldepot. Die Ukraine versucht seit Wochen, mit den zunehmenden Angriffen die Krim von der Versorgung abzuschneiden. Selenskyj schickt Orden zurück Im Geschichtsstreit zwischen Polen und der Ukraine hat der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj einen Schlussstrich gezogen und einen umstrittenen Orden nach Warschau zurückgeschickt. Er verstehe, dass der Orden des Weißen Adlers eine besondere Ehrung darstelle, schrieb Selenskyj dazu auf X. "Es ist ein Symbol des höchsten Vertrauens der Republik Polen." Ein derartiges Symbol brauche Verdienst, aber auch Respekt für die Werte, die die Basis der Gesellschaft formen. Eine Reihe früherer Präsidenten verzichtete aus Protest ebenfalls auf den Orden. Samstag, 20. Juni Ukraine greift Raffinerie an – 2.000 Kilometer von der Grenze entfernt Drohnen haben nach russischen Behördenangaben eine Ölraffinerie in der westsibirischen Region Tjumen angegriffen. Die Anlage sei nicht beschädigt worden, teilte der Gouverneur des Gebiets, Alexander Moor, mit. Fotos und Videos in den sozialen Medien zeigen allerdings, wie Rauch und Flammen aus dem Umfeld der Raffinerie aufsteigen. Die Mitarbeiter wurden russischen Angaben zufolge evakuiert. Einsatzkräfte seien am Ort des Absturzes von Trümmern. Tjumen liegt rund 2.000 Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt. Serhii Sternenko, Berater des ukrainischen Verteidigungsministeriums, schrieb bei X: "Das ist die Rekord-Reichweite der ukrainischen Drohnen. Es wird keine sicheren Regionen in Russland geben. Die Ukraine wird die russische Kolonie beerdigen." Streit zwischen Polen und der Ukraine eskaliert weiter Im Geschichtsstreit zwischen Polen und der Ukraine will auch der ukrainische Präsidialamtschef Kyrylo Budanow eine staatliche Auszeichnung Polens zurückgeben. Er verzichte auf das Goldene Offizierskreuz des Verdienstordens der Republik Polen, mit dem er im vergangenen Jahr ausgezeichnet worden sei, schrieb er bei Telegram. Lesen Sie hier mehr dazu. Kreml zu Moskau-Attacken: Schaut lieber auf unsere Ukraine-Angriffe Die Ukraine hat Moskau dem bisher schwersten Angriff unterzogen. Dort verweist man allerdings auf eigene Erfolge. Lesen Sie hier mehr dazu. Toter und Verletzte nach russischem Angriff auf Charkiw In der ostukrainischen Stadt Charkiw ist bei einem russischen Angriff mindestens ein Mensch getötet worden. Die Leiche werde aus den Trümmern geborgen, teilte Gouverneur Oleh Synjehubow bei Telegram mit. Zuvor schrieb er von neun Verletzten infolge eines Gleitbombenangriffs. Ein zweistöckiges Wohnhaus sei beschädigt worden. Die Ukraine verteidigt sich mit westlicher Hilfe seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion. Polen fordert Platz am Verhandlungstisch zur Ukraine Der polnische Außenminister Radosław Sikorski kritisiert die Führungsrolle von Deutschland, Frankreich und Großbritannien bei den Gesprächen zum Ukraine-Krieg. "Zwischen dem Schwarzen Meer , der Ostsee und der Adria leben 120 Millionen Menschen in der EU, zusammen mit Skandinavien sind es 150 Millionen Menschen, die von Russlands Aggression viel direkter bedroht sind als Deutschland", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Wir sind Nachbarn sowohl von Russland als auch der Ukraine, Sie sind das in Deutschland nicht", sagte er der Zeitung. Polen befinde sich an vorderster Front, führte er aus und verwies auf die durch das Land laufenden Rüstungslieferungen an die Ukraine. Polen trage das Risiko dafür und fordere daher einen Platz am Verhandlungstisch. Toter bei Drohnenangriff auf Schiff unter Panama-Flagge Bei einem Drohnenangriff auf ein Schiff unter panamaischer Flagge im Schwarzen Meer sind ein Besatzungsmitglied getötet und zwei weitere verletzt worden. Der Vorfall habe sich bereits am Donnerstag ereignet, teilt die panamaische Schifffahrtsbehörde AMP mit und erklärt: "Wir haben die vorgesehenen Verfahren eingeleitet, um offizielle Informationen über den Vorfall einzuholen, und stehen mit den beteiligten Stellen in Kontakt." Der Zustand eines der verletzten Seeleute sei ernst. Das Schiff habe jedoch seine Fahrt fortsetzen können. Grüne fordern mehr Druck auf Putins Schattenflotte Um den Druck auf Russland spürbar zu erhöhen, sollte Deutschland aus Sicht der Grünen Schiffe der sogenannten Schattenflotte in deutschen Hoheitsgewässern grundsätzlich kontrollieren. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) müsse endlich konsequent gegen die russische Schattenflotte vorgehen, forderte die Parteivorsitzende, Franziska Brantner. Die Grünen-Politikerin sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Jedes Schiff der Schattenflotte muss bei der Durchfahrt auf die Einhaltung aller geltenden Standards und Vorschriften kontrolliert werden, gesetzliche Lücken müssen schnell geschlossen werden." Gleichzeitig müsse die finanzielle und militärische Unterstützung der Ukraine fortgesetzt, die Sanktionen gegen Russland mit großer Konsequenz durchgesetzt werden, sagte Brantner. Polnischer Regierungschef beschwichtigt Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk ruft im Streit zwischen Polen und der Ukraine über die Aberkennung eines Ordens zur Besonnenheit auf. Es sei die Aufgabe des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und des polnischen Staatsoberhaupts Karol Nawrocki, die Gemüter zu beruhigen statt Spannungen zu schüren, sagt Tusk. Nawrocki hatte Selenskyj den höchsten Orden Polens entzogen, nachdem dieser eine ukrainische Armeeeinheit nach der Ukrainischen Aufstandsarmee (UPA) benannt hatte. Dies sorgt in Polen für Empörung, da UPA-Nationalisten im Zweiten Weltkrieg Massaker an Polen verübten. Freitag, 19. Juni Tote nach russischen Angriffen in Nikopol Im südostukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk sind bei russischen Angriffen mindestens zwei Menschen getötet worden. Acht weitere seien verletzt worden, teilte Militärgouverneur Olexander Hanscha mit. Russland attackierte demnach die Stadt Nikopol, mehrere Gemeinden im Kreis Nikopol und eine im Kreis Krywyj Rih. Insgesamt habe Moskaus Militär mehr als 30 Mal mit Drohnen und Artillerie angegriffen. Moskau erneut Ziel von ukrainischen Drohnen Moskau wurde den zweiten Tag in Folge Ziel ukrainischer Drohnenangriffe. Bürgermeister Sergej Sobjanin berichtete, dass die Luftabwehr der Stadt am Nachmittag des 19. Juni insgesamt 37 Drohnen abgeschossen habe. Nach Angaben Sobjanins wurden die Drohnen innerhalb eines Zeitraums von zwei Stunden zwischen 12.10 Uhr und 14.12 Uhr Ortszeit abgefangen. Über seinen Telegram-Kanal informierte er fortlaufend über jeden Abschuss. Auf Telegram veröffentlichte Videoaufnahmen sollen Drohnen über Moskau zeigen. Treffer auf Bodenziele wurden jedoch nicht gemeldet. Wie viele Drohnen die Ukraine insgesamt gestartet hat, bleibt unklar, da Russland nur jene Drohnen angibt, die nach eigenen Angaben abgefangen wurden. Sobjanin berichtete von insgesamt 37 abgefangenen Drohnen während des Angriffs am Nachmittag. Ukraine gibt Verbündeten Zugang zu russischen Waffenplänen Die Ukraine bündelt erbeutete russische Waffentechnik in einem neuen Portal. Verbündete erhalten dort Daten, Analysen und dokumentierte Schwachstellen. Selenskyj macht Belarus Vorwürfe – und setzt eine Frist Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Belarus vorgeworfen, Signalverstärker für russische Drohnen an der Grenze zur Ukraine aufgestellt zu haben und von Machthaber Alexander Lukaschenko deren Abbau innerhalb einer Woche gefordert. "Wenn er das nicht macht, machen wir es", sagte Selenskyj bei einer Pressekonferenz mit dem Präsidenten von Honduras, Nasry Asfura. Auf belarussischem Gebiet befinde sich Technik, die den Beschuss auf die ukrainische Bevölkerung lenke, sagte er. Polens Präsident entzieht Selenskyj wichtige Auszeichnung Polens Präsident Karol Nawrocki hat dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj die höchste staatliche Auszeichnung des Landes aberkannt. Hintergrund ist ein Streit über den Umgang mit der umstrittenen Ukrainischen Aufstandsarmee (UPA). Nawrocki habe entschieden, Selenskyj den Orden des Weißen Adlers zu entziehen, teilte das polnische Präsidialamt am Freitag mit. Selenskyj: Ukraine hat faktisch "zweitstärkste Armee der Nato" Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die ukrainischen Streitkräfte faktisch als die heute "zweitstärkste Armee der Nato" bezeichnet. "Und daher braucht uns die Nato auch de-jure", sagte er Journalisten, wie das Internetportal "Hromadske" berichtete. Das sei bereits eine Tatsache, die von allen Staatsführern anerkannt werde. Das ukrainische Militär stehe bei der Verteidigung gegen die von Moskau betriebene Invasion der als zweitstärksten Armee der Welt geltenden russischen in nichts nach, fügte er an. Die Ukraine ist kein Mitglied des westlichen Militärbündnisses, dessen stärkste Armee die der USA ist. Eines der erklärten Kriegsziele von Moskau besteht darin, den in der ukrainischen Verfassung angestrebte Nato-Beitritt Kiews zu verhindern. Seit den Vermittlungsversuchen der USA liegt diese Bestrebung der Ukraine auf Eis. Selenskyj behauptete, der russische Präsident Wladimir Putin werde bis zu seinem Tod im Kreml sitzen mit dem Ziel, die 1991 untergegangene Sowjetunion wiederherzustellen. "Ohne die Ukraine ist das unmöglich und daher ist es für uns so schwer, liebe Ukrainer", sagte er. Toter nach russischem Drohnenangriff auf zwei Frachter Das russische Militär hat nach ukrainischen Angaben zwei zivile Handelsschiffe im Schwarzen Meer mit Drohnen angegriffen. Ein Besatzungsmitglied eines Schiffes unter der Flagge Panamas sei dabei getötet worden, teilten Vizeregierungschef Olexij Kuleba und die Seehafenverwaltung bei Telegram mit. Zwei weitere Seeleute seien verletzt worden, davon einer schwer. Auf dem zweiten Frachter unter der Flagge von St. Kitts und Nevis sind demnach drei Besatzungsmitglieder leicht verletzt worden. Tote durch russischen Beschuss in Kramatorsk In der frontnahen ostukrainischen Stadt Kramatorsk sind mindestens zwei Menschen durch russischen Beschuss getötet worden. Weitere sechs wurden verletzt, teilte der Militärgouverneur des Gebietes Donezk, Wadym Filaschkin, bei Telegram mit. Die Industriestadt sei dabei mindestens zweimal beschossen worden. Etwas mehr als zehn Kilometer östlich von Kramatorsk befindet sich die Frontlinie zwischen russischen und ukrainischen Truppen. Russische Zentralbank senkt Leitzins nicht so kräftig wie gedacht Russlands Zentralbank hat den Leitzins leicht gesenkt. Der geldpolitische Schlüsselsatz wurde um einen Viertelpunkt auf 14,25 Prozent zurückgenommen, wie die Währungshüter am Freitag in Moskau mitteilten. Experten hatten mit einem größeren Schritt nach unten auf 14,00 Prozent gerechnet. Die Notenbank verwies unter anderem auf steigende Inflationsrisiken, die sich aus einem Rückgang der Kraftstoffproduktion ergeben. Die Entscheidung fällt vor dem Hintergrund verstärkter Angriffe ukrainischer Drohnen auf russische Raffinerien sowie auf die Energie- und Transportinfrastruktur des Ölförderlandes. Diese Angriffe haben zu einem Anstieg der Benzinpreise geführt und die Kraftstoffversorgung in einigen Regionen Russlands beeinträchtigt. Bei ihrer Zinsentscheidung nahm die Notenbank in Moskau auch Risiken mit ins Kalkül, die sich aus den Planungen für den Staatsetat ergeben: "Die Fiskalpolitik wird im Drei-Jahres-Zeitraum expansiver ausfallen als zuvor erwartet", teilten die Währungshüter mit. Die jüngste geldpolitische Lockerung gilt als weiterer Versuch, die abgekühlte Konjunktur mehr als vier Jahre nach der russischen Invasion in der Ukraine zu beleben. Die Wirtschaftsleistung war im Zeitraum von Januar bis März um 0,2 Prozent geschrumpft. Offenbar neue ukrainische Angriffswelle auf Moskau Moskau ist offenbar zum wiederholten Mal in dieser Woche Ziel von ukrainischen Angriffen geworden. In den sozialen Medien kursieren zahlreiche Videos von Drohnen, die in Richtung Moskau fliegen. Zudem berichten lokale Medien von den Angriffen. Ob es Schäden gibt und wie schwer diese ausfielen, ist aktuell nicht bekannt. Bereits am Vortag hatte die Ukraine die bisher schwersten Drohnenangriffe auf die russische Hauptstadt gestartet und dabei vor allem Ölanlagen ins Visier genommen. Nach Angaben der Behörden wurden dabei rund 180 Drohnen abgefangen, zahlreiche Menschen wurden verletzt. Angriff auf Moskau: Russische Rakete trifft eigene Raffinerie Im Zuge des ukrainischen Drohnenangriffs auf die Kapotnja-Ölraffinerie in Moskau kam es wohl zu einer folgenschweren Fehlfunktion bei der russischen Luftabwehr. Zwei Videos, die von einem lokalen Telegram-Kanal veröffentlicht und auf X verbreitet wurden, zeigen, wie eine russische Luftabwehrrakete zunächst eine ukrainische Drohne verfehlt, anschließend eine scharfe Linkskurve macht und in einen Öltank der Raffinerie einschlägt. Der Tank explodiert daraufhin, ein Teil wird von der Detonation meterhoch in die Luft geschleudert. Aus dem Kreml gab es keine Mitteilung zu dem Vorfall. Wie es zu der Fehlfunktion kommen konnte, ist unklar. Insider: Massive Kritik an Costas Moskau-Kontakt Etliche EU-Regierungen haben EU-Ratspräsident António Costa für seine Kontaktversuche nach Moskau kritisiert. "Es gibt kein Mandat, seine Gespräche waren nicht mit den Mitgliedstaaten abgestimmt", sagt ein Diplomat eines großen EU-Landes zu Reuters. Costa agiere "nicht professionell". Es habe in der Sitzung der EU-27 deutliche Kritik mehrerer Länder gegeben. Das Büro des EU-Ratspräsidenten hatte mitgeteilt, dass man Kontakte nach Moskau aufgebaut habe, für den Fall, dass Verhandlungen über den Ukraine-Krieg starten könnten. In der EU ist nicht geklärt, wer dann für die Europäer verhandeln soll. Kanzler Friedrich Merz etwa hatte allerdings deutlich gemacht, dass er vor allem die E3 (Deutschland, Frankreich, Großbritannien) dann in einer wichtigen Rolle sieht. Aus deutschen Regierungskreisen war nach den Beratungen zum Ukraine-Krieg von einem "Affront" die Rede. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) habe in der Sitzung klargestellt, dass Costa der Repräsentant der Europäischen Union sei, aber nicht der Vermittler. EU will Schlüsselrolle bei Ukraine-Verhandlungen Die EU beansprucht bei künftigen Verhandlungen über die Zukunft der Ukraine eine Schlüsselrolle. Der EU-Gipfel unterstrich am Donnerstagabend in Brüssel, dass man die diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des russischen Angriffskriegs unterstütze. "Europa kommt bei einer künftigen Lösung eine Schlüsselrolle zu und ist bereit, seine Interessen zu verteidigen", wird in der Gipfel-Erklärung betont. Russland habe seine Angriffe auf die Ukraine verstärkt, da die Regierung in Moskau erkannt habe, dass sie die militärischen und strategischen Ziele in der Ukraine nicht erreichen könne. Der EU-Gipfel forderte Russland nachdrücklich auf, echte Bereitschaft zum Frieden zu zeigen. Ziel müsse ein "vollständiger, bedingungsloser und sofortiger Waffenstillstand" sein. Donnerstag, 18. Juni Selenskyj will schnelleren EU-Beitritt Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat erneut eine schnelle EU-Vollmitgliedschaft gefordert. "Die Zukunft Europas – frei, vereint und in Frieden – entscheidet sich in unserer Verteidigung. Das zeigt, wie einzigartig unsere Situation ist", sagt Selenskyj in Auszügen der Rede auf dem EU-Gipfel, die auf der Plattform X veröffentlicht wurden. "Der wichtigste Schritt in dieser Hinsicht könnte ein beschleunigter Weg für den Beitritt der Ukraine zur EU sein." Die EU hat gerade das erste Verhandlungskapitel mit der Ukraine und der Republik Moldau beschlossen. Die Bundesregierung plädierte für eine assoziierte Mitgliedschaft als Zwischenschritt. Selenskyj: Kenne keine Details zu Costa-Initiative Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will die Kontaktaufnahme des Teams von EU-Ratspräsident António Costa mit Russland noch nicht beurteilen. "Ich kenne nicht allzu viele Details darüber", sagte Selenskyj der Deutschen Presse-Agentur beim Verlassen des EU-Gipfels in Brüssel auf die Frage, wie er die Initiative findet. Costas Büro hatte zuvor bestätigt, Kontakt mit Russland für mögliche Verhandlungen über das Ende des Ukraine-Krieges aufgenommen zu haben. "In den vergangenen Wochen gab es kurze Kontakte auf diplomatischer Ebene, um Kommunikationskanäle zu eröffnen", bestätigte ein EU-Beamter. Es seien jedoch keine inhaltlichen Gespräche geführt worden. EU verlängert Russlandsanktionen Die EU verlängert ihre Wirtschaftssanktionen gegen Russland erstmals nicht nur um sechs, sondern um zwölf Monate. Eine entsprechende Entscheidung trafen die Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten am Abend bei ihrem Juni-Gipfel in Brüssel, wie eine Sprecherin von Ratschef António Costa mitteilte. EU-Ratspräsident Costa streckt Fühler nach Moskau aus Das Büro von EU-Ratspräsident António Costa hat für mögliche Verhandlungen über das Ende des Ukraine-Krieges Kontakt mit Russland aufgenommen. "In den vergangenen Wochen gab es kurze Kontakte auf diplomatischer Ebene, um Kommunikationskanäle zu eröffnen", bestätigte ein EU-Beamter. Es seien jedoch keine inhaltlichen Gespräche geführt worden. Zuvor hatte "Politico" berichtet. In allen denkbaren Zukunftsszenarien habe die EU spezifische Interessen, die es zu verteidigen gelte. "Daher ist es wichtig, etablierte diplomatische Kanäle zu Russland zu unterhalten. Die EU ist kein Vermittler." Sie unterstütze die Ukraine in ihren Bemühungen um einen gerechten und dauerhaften Frieden. Bulgarien blockiert Russland-Sanktionen Bulgarien wird gegen das jüngste Sanktionspaket der EU gegen Russland sein Veto einlegen. Das kündigt Ministerpräsident Rumen Radev vor dem EU-Gipfel in Brüssel an. Die geplanten Sanktionen könnten sich negativ auf die bulgarische Wirtschaft auswirken. Die EU hat am Montag ihre Sanktionsliste erweitert und 34 Einzelpersonen sowie 47 Organisationen hinzugefügt, die mit dem militärisch-industriellen Komplex Russlands, seiner Schattenflotte von Öl- und Gastankern und anderen an politischen Einmischungsaktivitäten beteiligten Personen in Verbindung stehen. "Für den Betrieb von Lukoil besteht ein erhebliches Risiko", sagt Radev zu dem russischen Ölunternehmen, das einer der größten Kraftstoffhändler in Bulgarien ist und die einzige Raffinerie des Landes betreibt. Ukraine erhält Milliardenzusage Die Ukraine hat nach eigenen Angaben umfangreiche neue Zusagen für Militärhilfe in Milliardenhöhe für ihren Abwehrkampf gegen Russland bekommen. Bei einem von Deutschland und Großbritannien geleiteten Treffen im Nato-Hauptquartier in Brüssel wurden rund eine Milliarde Dollar (900 Mio. Euro) für die Finanzierung von US-Rüstungsgütern zugunsten der Ukraine zugesagt, wie Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow in einer anschließenden Pressekonferenz sagte. Zudem ist laut Verteidigungsminister Fedorow Unterstützung für weitreichende Artilleriesysteme sowie für die Produktion von Drohnen und Raketen angekündigt worden. Das Gesamtvolumen der Zusagen belaufe sich auf etwa vier Milliarden Dollar – möglicherweise sogar mehr. In Moskau regnet es offenbar Öl Nach dem umfangreichen ukrainischen Drohnenangriff auf Moskau in der Nacht auf Donnerstag wird in den sozialen Medien berichtet, dass es in Teilen Moskaus Öl regne. Der für gewöhnlich gut informierte X-Account BrennpunktUA teilte entsprechende Fotos, die schwarze Tropfen auf Autos und Gebäuden zeigen. Bei den Drohnenangriffen wurde zum zweiten Mal in dieser Woche eine Ölraffinerie der Millionenmetropole getroffen. Laut oe24.at behaupteten russische Behördenvertreter, dass es sich bei dem Niederschlag um "gewöhnlichen Ruß" handele, von dem keine Gefahr ausgehe. Selenskyj: Moskau wird brennen Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj droht mit massiven Angriffen auf Moskau, sollte Russland seinen Krieg fortsetzen. "Wir wollen diesen Krieg nicht, wir haben ihn nie gewollt, und jeder weiß das." Doch wenn die Ukraine brenne, werde auch Moskau brennen, sagt Selenskyj in einer am Donnerstag an Journalisten verschickten WhatsApp-Sprachnachricht. Moskau war in der Nacht erneut mit zahlreichen Drohnen angegriffen worden. Zum zweiten Mal in dieser Woche wurde dabei eine Ölraffinerie der Millionenmetropole getroffen. Selenskyj zufolge handelte es sich um Vergeltungsschläge für schwere russische Angriffe am Montag, bei denen mindestens zehn Menschen im ganzen Land getötet und das 1.000 Jahre alte Höhlenkloster in Kiew beschädigt wurden. Kreml: Europa beeinflusst Trump mit "schädlichen Ideen" Russland wirft den europäischen Staats- und Regierungschefs vor, US-Präsident Donald Trump beim G7-Gipfel mit "schädlichen Ideen" zum Ukraine-Krieg beeinflusst zu haben. Sie versuchten, ihn in eine wenig hilfreiche Richtung zu drängen, sagt der außenpolitische Berater des Kreml, Juri Uschakow, im russischen Staatsfernsehen. Er behauptete, die Darstellung der Europäer, dass sich die militärische Lage der Ukraine verbessert habe, sei falsch. Trump sei jedoch ein starker Politiker, der an seinen eigenen Ansichten festhalte. Trump hatte beim G7-Gipfel in Frankreich auch den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj getroffen und danach Russland zu einem Friedensschluss mit der Ukraine aufgefordert. Zudem trug er eine G7-Erklärung mit, in der die territoriale Integrität der Ukraine unterstützt, eine Verschärfung der Russland-Sanktionen angekündigt und eine Ausweitung der Lieferungen von weitreichenden Waffen- und Flugabwehrsystemen an die Ukraine vereinbart wurde. Kreml: 180 Drohnen auf Moskau Die russische Luftabwehr hat nach Angaben der Regierung in der Nacht 555 ukrainische Drohnen über mehreren Regionen abgefangen und zerstört. Etwa 180 Drohnen im Anflug auf Moskau seien abgeschossen worden, erklärt der Bürgermeister der russischen Hauptstadt, Sergej Sobjanin. Nach Berichten über Drohnenangriffe wurde der Verkehr auf der Moskauer Ringstraße nahe einer Ölraffinerie gestoppt, meldet die Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf das Innenministerium. Rauch über Moskauer Stadtteil Nach Angaben eines Augenzeugen der Nachrichtenagentur Reuters waren am Donnerstagmorgen Flammen und dicke Rauchwolken im südöstlichen Moskauer Stadtteil Kapotnja zu sehen. Dort befindet sich die Ölraffinerie der russischen Hauptstadt. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin teilte auf Telegram mit, die russische Luftabwehr habe mehr als 40 anfliegende Drohnen abgeschossen. Mehrere Drohnen hätten die Ölraffinerie aber erreicht. In einem Moskauer Außenbezirk sei ein Einkaufszentrum durch herabfallende Drohnentrümmer leicht beschädigt worden. Verletzte habe es nicht gegeben. Offenbar russisch kontrollierte Eisenbahnbrücke angegriffen Eine Eisenbahnbrücke auf der von Russland besetzten Krim wurde laut dem Telegramkanal "Crimean Wind" am frühen Morgen des 18. Juni bei einem Drohnenangriff getroffen, wodurch ein Feuer ausbrach. Die Brücke überquert den Nord-Krim-Kanal nahe dem Dorf Rosdolne und befindet sich an der Bahnstrecke Kertsch–Dschankoj, einer wichtigen Route, die von den russischen Streitkräften für den Transport von Militärausrüstung und Treibstoff zu den Truppen an der Südfront genutzt wird. Anwohner berichteten, während des Angriffs etwa 20 Explosionen in der Gegend gehört zu haben. Von "Crimean Wind" veröffentlichte Bilder und Videos sollen einen Brand am Ort des Geschehens zeigen. Der Kanal meldete außerdem, dass auch eine nahegelegene Straßenbrücke Ziel des Angriffs gewesen sei. Das Ausmaß möglicher Schäden war zunächst jedoch unklar. Russische Raketenangriffe auf Kiew gemeldet Das russische Militär hat mehrere Raketen auf Ziele in der Ukraine abgefeuert. "Der Feind greift die Hauptstadt mit ballistischen Raketen an", teilte der Militärgouverneur der Hauptstadt Kiew, Tymur Tkatschenko, bei Telegram mit. In der Innenstadt waren mehrere Explosionen zu hören, berichtete ein Korrespondent der Nachrichtenagentur dpa. Angaben der ukrainischen Luftwaffe zufolge flogen mindestens zwei Raketen in Richtung der Dreimillionenstadt, eine war auf das zentralukrainische Gebiet Poltawa gerichtet. Selenskyj: Wichtiges Gespräch mit Macron und Trump Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat auf Telegram mitgeteilt, dass er zum Abschluss des G7-Gipfels in Évian mit US-Präsident Donald Trump und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron gesprochen habe. "Es war ein wichtiges koordinierendes Gespräch, das viel verändern könnte." In einem weiteren Beitrag erklärte Selenskyj, er habe in Brüssel auch mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte über die Ergebnisse des G7-Gipfels gesprochen. "Die Hauptsache ist, an der Stärkung unserer Verteidigung zu arbeiten und US-Lizenzen für die Produktion von Luftabwehrsystemen zu erhalten", schrieb der ukrainische Präsident. Mittwoch, 17. Juni Selenskyj will Patriot-Abwehr selbst bauen Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den USA vorgeschlagen, der Ukraine die Baupläne für die Patriot-Raketenabwehrsysteme zur Verfügung zu stellen. Sein Land könne die Systeme dann selbst herstellen. "Ich habe mit Trump über die Übertragung von Lizenzen zur Herstellung dieser Systeme gesprochen", sagte Selenskyj nach ihrem Treffen am Rande des Gipfels. "Der US-Präsident reagierte positiv." "Unser Team wird daran arbeiten. So Gott will, werden wir diesmal die Lizenzen zur Herstellung der entsprechenden Raketenabwehrsysteme und Raketen erhalten", sagte Selenskyj weiter. Das Luftverteidigungssystem Patriot ist nach wie vor das einzige Boden-Luft-Raketensystem im Arsenal der Ukraine, das in der Lage ist, der Bedrohung durch russische ballistische Raketen wirksam entgegenzutreten. Die von den US-Unternehmen Raytheon und Lockheed Martin hergestellten Patriot-Systeme werden seit Langem von den Verbündeten der USA genutzt – insbesondere in den Golfstaaten, aber auch von der Ukraine. Ukrainischer Minister: "Für die Russen beginnt eine Hölle" Seit Wochen nehmen die Ukrainer russische Tanklaster ins Visier. Das sei aber nur der Anfang, droht jetzt der ukrainische Verteidigungsminister. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . EU hat diplomatische "Kontakte" mit Kreml aufgenommen Das Büro des EU-Ratspräsidenten António Costa hat in den vergangenen Wochen diplomatischen Kontakt mit dem Kreml aufgenommen. Es seien "kurze Kontakte" auf diplomatischer Ebene geknüpft worden, um "Kommunikationskanäle zu öffnen", teilte ein EU-Beamter am Mittwoch mit. Dabei sei nichts Inhaltliches besprochen worden, fügte er hinzu. Russland muss Benzin rationieren Russland hat nach Berichten unabhängiger Medien den Verkauf von Kraftstoff an vielen Tankstellen eingeschränkt. Die Rechercheplattform "Agentstwo" berichtet, dass Tankstellennetze mit zusammen mindestens 7.000 Standorten in mehr als 70 Regionen Beschränkungen eingeführt hätten. Demnach gelten teils Obergrenzen für den Kauf von Benzin und Diesel, außerdem sei an zahlreichen Stationen der Verkauf in Kanistern untersagt worden. Besonders angespannt soll die Lage auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim sowie in den besetzten ukrainischen Gebieten Donezk, Luhansk, Saporischschja und Cherson sein. Dort werde Treibstoff teilweise nur eingeschränkt verkauft, berichtet "Agentstwo". Hintergrund ist nach russischen Angaben eine angespannte Versorgungslage infolge ukrainischer Drohnenangriffe auf die Energieinfrastruktur. Das russische Energieministerium räumte zuletzt "vorübergehende Schwierigkeiten" bei der Kraftstoffversorgung in mehreren Regionen ein. Ein eigens eingerichteter Krisenstab soll die Versorgung stabilisieren. Interview zum Iran-Deal: "Das ist schon irre" Donald Trump zieht sich aus dem Iran-Krieg zurück, ohne seine Kriegsziele erreicht zu haben. Wladimir Putin kämpft dagegen geschwächt weiter in der Ukraine. Der Topdiplomat und frühere Merkel-Berater Christoph Heusgen sieht klare Verlierer dieser Krisen. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Bundesregierung: Russland kann Krieg nicht gewinnen Die schwindenden militärischen Aussichten Russlands im Ukraine-Krieg machen nach Einschätzung der Bundesregierung Friedensverhandlungen wahrscheinlicher. Ein Regierungssprecher in Berlin sagte: "Russland kann diesen Krieg militärisch nicht gewinnen. Das wird immer deutlicher." Die Bundesregierung wolle gemeinsam mit den G7-Partnern diese Dynamik nutzen, um einen neuen Anlauf für ernsthafte Friedensgespräche zu nehmen. Russland zeige bisher jedoch keine Verhandlungsbereitschaft. Russisches Kriegsschiff feuert – jetzt meldet sich Starmer Im Ärmelkanal hat ein russisches Kriegsschiff wegen einer britischen Yacht Schüsse abgefeuert. Das Rentnerpaar an Bord hält die Reaktion für unangemessen. Jetzt schaltet sich Premierminister Keir Starmer ein. Russische Luftangriffe setzen Wohnblock in Flammen Bei russischen Luftangriffen auf die Stadt Saporischschja im Südosten der Ukraine hat es in der Nacht nach Behördenangaben mindestens ein Todesopfer und sieben Verletzte gegeben. Wegen russischer Drohnen im Luftraum galt am Morgen eine Warnung vor weiteren Einschlägen für die Bevölkerung, wie die Nachrichtenseite "The Kyiv Independent" berichtete. Laut Militärgouverneur Iwan Fedorow sei vor allem zivile Infrastruktur beschädigt worden und ein mehrstöckiger Wohnblock in Flammen aufgegangen. Nach Polizeiangaben sei ein Mann – das einzige Todesopfer – getötet worden, als eine von Dutzenden russischen Drohnen sein Auto getroffen habe, hieß es in dem Bericht. Ziel der Luftangriffe war demnach ein Wohngebiet, auch die örtliche Universität und ein Einkaufszentrum sollen beschädigt worden sein. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Saporischschja ist vor allem für sein riesiges Atomkraftwerk bekannt, das russische Truppen zu Kriegsbeginn im Frühjahr 2022 eroberten. Das mit sechs Reaktoren und einer Nennleistung von rund 6.000 Megawatt größte AKW Europas wurde bei der jüngsten Attacke anscheinend nicht getroffen. G7 wollen mit neuen Sanktionen Druck auf Russland erhöhen Die USA und die anderen G7-Staaten wollen mit zusätzlichem Druck auf Russland die Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Krieges intensivieren. In einer Erklärung der Staats- und Regierungschefs vom Gipfeltreffen im französischen Évian heißt es, man werde die Sanktionen verschärfen, auch im Öl- und Gassektor. Zudem habe man vereinbart, die Lieferung von weitreichenden Waffen und Luftverteidigungskapazitäten auszuweiten. Mit dem Ausbau der Unterstützung soll nach Angaben der G7 die neue Dynamik unterstützt werden, die in den vergangenen Monaten durch ukrainische Fortschritte an der Front entstanden ist. Zudem wird von einem "richtigen Zeitpunkt" nach dem US-Deal mit dem Iran zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus gesprochen. Neben zusätzlichen Waffen versprechen die G7-Staaten der Ukraine in der Erklärung auch zusätzliche Unterstützung, um den kommenden Winter zu bewältigen. Weiterhin sichern sie dem Land zu, die Vergabe von Lizenzen für eine Steigerung der militärischen Produktion zu prüfen. Dienstag, 16. Juni Russisches Kriegsschiff gibt im Ärmelkanal Warnschüsse in Richtung Yacht ab Ein russisches Kriegsschiff hat im Ärmelkanal Warnschüsse in Richtung einer in Großbritannien registrierten Yacht abgegeben. Die Yacht habe sich "gefährlich angenähert", weshalb die russische Fregatte beschlossen habe, "mit den Handfeuerwaffen Warnschüsse in Richtung des Schiffes abzugeben", erklärte das russische Verteidigungsministerium am Dienstag. Das britische Verteidigungsministerium teilte mit, die von der "Admiral Grigorowitsch" abgegebenen Warnschüsse hätten dazu gedient, einen Zusammenstoß zu vermeiden. Mehr dazu lesen Sie hier. Ukrainischer Kampfjet abgestürzt – Piloten tot Beim Absturz eines ukrainischen Kampfflugzeugs vom Typ Su-24 sind nach offiziellen Angaben beide Piloten ums Leben gekommen. Der Absturz habe sich am Abend in der Region Chmelnyzkyj im Westen des Landes ereignet, teilten die ukrainischen Luftstreitkräfte mit. "Die Ursachen und Umstände der Katastrophe werden geprüft", heißt es in der Mitteilung des Militärs. Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren gegen die von Russland betriebene Invasion des Landes. Das russische Militär hat dabei ein starkes Übergewicht an Flugzeugen, die es in der Vergangenheit immer wieder zu Luftangriffen auf den Nachbarn genutzt hat. Der Verlust jedes einzelnen Kampfjets wiegt für Kiew daher schwer. Mindestens acht Tote bei russischen Drohnenangriffen Bei russischen Luftangriffen im Süden und Osten der Ukraine sind den ukrainischen Behörden zufolge am Dienstag mindestens acht Menschen getötet worden. Bei einer Drohnenattacke auf Fußgänger in der Stadt Nikopol (Region Dnipropetrowsk) habe es drei Todesopfer gegeben, erklärte der örtliche Gouverneur Oleksandr Hanscha. Die russische Armee habe mit Drohnen Zivilisten angegriffen, die "auf einer Straße unterwegs waren". Bei den Opfern soll es sich um eine 87-jährige Rollstuhlfahrerin und ihren 51-jährigen Sohn handeln. Die Identität des dritten Opfers werde noch geklärt, so Hanscha. Beim Beschuss von Wohngebieten in der Stadt Slowjansk in der Region Donezk kamen drei weitere Menschen ums Leben, wie der dortige Bürgermeister Vadym Liach mitteilte. Zwei weitere Tote gab es laut Behördenangaben durch Drohnenbeschuss in der südlichen Region Cherson. Hier wurden demnach weitere 16 Menschen verletzt. Bei massiven russischen Angriffen waren erst in der Nacht von Sonntag auf Montag in der Ukraine mindestens elf Menschen getötet worden. Der Krieg in der Ukraine war am Dienstag auch Thema beim G7-Gipfel im französischen Évian. Bei dem Gipfel kam US-Präsident Donald Trump mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zusammen. Im Anschluss erklärte Trump, Russland "soll ein Abkommen schließen". Am Montag hatte Selenskyj angeboten, Kremlchef Putin in den USA zu treffen. Der Kreml hatte allerdings bereits Anfang des Monats erklärt, er sehe "keinen Sinn" in einem Treffen der beiden Staatschefs. Trump dringt bei Putin auf Frieden US-Präsident Donald Trump rief Russlands Staatschef Wladimir Putin auf, eine Vereinbarung mit Kiew zur Beendigung des Ukraine-Kriegs zu schließen. "Russland sollte ein Abkommen schließen", sagte Trump am Rande des G7-Gipfels im französischen Évian. Die Staats- und Regierungschefs der führenden westlichen Industriestaaten hatten dort unter anderem über ein Ende der Kämpfe in der Ukraine beraten. Trump sprach danach von einem "sehr guten Gespräch". Zuvor hatten sich bereits Deutschland, Frankreich und Großbritannien in Moskau um neue Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine bemüht. Auch Weißrusslands Machthaber Alexander Lukaschenko, ein enger Verbündeter des Kreml, drängte Putin zu Verhandlungen. Selenskyj berät mit Staats- und Regierungschefs in Évian Die Staats- und Regierungschefs der Gruppe aus sieben großen Industriestaaten (G7) haben am Dienstag über ein Ende der Kämpfe in der Ukraine beraten. Als Gast nahm daran am zweiten Tag des Gipfeltreffens im französischen Évian der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teil. Im Zentrum dürften Gespräche über mögliche Verhandlungen zur Beendigung des Krieges mit Russland stehen. Macron empfing Selenskyj nicht direkt vor dem Gipfelgebäude, sondern lief ihm durch einen Park entgegen. Nach Angaben der französischen Präsidentschaft führten beide zunächst ein bilaterales Gespräch, während Kanzler Friedrich Merz (CDU) und die meisten anderen Teilnehmer der Gipfelrunde auf den Beginn der Arbeitssitzung warteten. Frankreich, Großbritannien und Deutschland hatten zuletzt Gesprächsmöglichkeiten mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin stark gemacht. Sie hofften in Évian auch US-Präsident Donald Trump für das Vorhaben zu gewinnen. Moskau meldet Attacken von 60 Drohnen – Raffinerie getroffen Russlands Flugabwehr hat in der Hauptstadt Moskau nach Darstellung von Bürgermeister Sergej Sobjanin etwa 60 ukrainische Drohnen abgeschossen. Eine Drohne habe ein Objekt auf dem Gelände einer Ölraffinerie in Moskau getroffen, teilte Sobjanin mit. Verletzt worden sei niemand. Einsatzkräfte seien dabei, herabgefallene Trümmer von abgeschossenen Drohnen zu beseitigen. Auf den vier Flughäfen der Hauptstadt gab es wegen des Drohnenalarms Einschränkungen im Flugverkehr. Zuerst stellen die Flughäfen Domodedowo und Schukowski ihre Arbeit vorübergehend ein, später stoppten auch die Airports Scheremetjewo und Wnukowo Starts und Landungen. In der Ferienzeit erleben Russen inzwischen fast täglich zahlreiche Flugausfälle und Verspätungen. Das russische Verteidigungsministerium meldete am Morgen den Abschuss von insgesamt 172 Drohnen über verschiedenen Regionen. Angaben zu Treffern oder Schäden machte das Ministerium nicht. Russischer Exil-Künstler Semyon Skrepetsky in Polen ermordet Ein russischer Künstler und Putin-Kritiker ist im Osten Polens auf offener Straße erschossen worden. Auf den 44-Jährigen seien mehrere Schüsse abgegeben worden, sagte ein Polizeisprecher der Woiwodschaft Lublin der polnischen Nachrichtenagentur PAP zufolge. Tatort war die Stadt Biała Podlaska, die etwa 35 Kilometer vor der Grenze zu Belarus liegt. Dem Hergang nach sehe es nach einer geplanten Tötung aus, sagte der Polizeisprecher. "Wir kennen aber das Motiv des Täters bisher nicht", sagte er. Gefasst werden konnte der Schütze nicht. Mehr dazu lesen Sie hier . Selenskyj: Putin weist Gesprächsangebot der Ukraine zurück Der russische Staatschef Wladimir Putin hat nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ein gemeinsames Treffen zur Beendigung des Kriegs abgelehnt. "Wir haben Putin dazu gedrängt, sich an einem Format zu beteiligen, das eine echte Lösung zur Beendigung des Kriegs ermöglichen würde. Wir wollen nichts anderes", teilte die Präsidialverwaltung mit. Doch die russische Seite wies die Initiative den Angaben zufolge zurück. Zuvor hatten sich bereits Deutschland, Frankreich und Großbritannien für eine neue Runde von Verhandlungen bemüht. Auf dem G7-Gipfel im französischen Évian soll zudem US-Präsident Donald Trump ermuntert werden, Putin zu Verhandlungen zu bewegen. Russland: Drohnentrümmer lösen Brand in Öllager aus Herabstürzende Trümmerteile einer Drohne haben Behördenangaben zufolge einen Brand in einem Öllager in der südrussischen Region Krasnodar verursacht. Es gebe keine Opfer, teilen die örtlichen Behörden auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Die Anlage befindet sich in der Gegend von Poltawskaja unweit der von Russland annektierten Halbinsel Krim. Lukaschenko: Russland und Ukraine müssen Kompromisse schließen Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko ruft Russland und die Ukraine zur Kompromissbereitschaft auf, um den seit mehr als vier Jahren andauernden Krieg zu beenden. Ein militärischer Sieg sei für beide Seiten unrealistisch, sagt der enge Verbündete des russischen Präsidenten Wladimir Putin in einem am Montag veröffentlichten Interview des Fernsehsenders Al Arabija. Mehr dazu lesen Sie hier . Großbritannien plant neue Sanktionen gegen russische Schattenflotte Großbritannien kündigt neue Sanktionen gegen die russische Schattenflotte und Finanznetzwerke an. Die genauen Details stellt Premierminister Keir Starmer beim G7-Gipfel in Frankreich vor, teilt die Regierung in London mit. Die Maßnahmen richten sich demnach direkt gegen Netzwerke, die zur Umgehung westlicher Sanktionen und zur Beschaffung von Militärgütern genutzt werden. Auch Schiffe, die sanktioniertes russisches Flüssigerdgas (LNG) transportieren, sind betroffen. Hintergrund ist das erstmalige Abfangen eines sanktionierten russischen Öltankers im Ärmelkanal durch britische Spezialeinheiten. Zudem stellt die Regierung 210 Millionen Pfund (282 Millionen Dollar) bereit, damit das britische Unternehmen Urenco angereichertes Uran an den ukrainischen Atomkraftwerksbetreiber Energoatom liefern kann. Montag, 15. Juni Selenskyj: EU-Beitrittsverhandlungen haben Signalwirkung Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den Beginn der Beitrittsverhandlungen zur EU gelobt. "Die Eröffnung des ersten Clusters in den EU-Beitrittsverhandlungen Moldaus und der Ukraine senden das klare Signal, dass Europas Fortschritt nicht gestoppt werden kann", sagte Selenskyj in einem auf seinen sozialen Netzwerken verbreiteten Video. Beide Länder hätten hart daraufhin gearbeitet, kooperierten miteinander und würden den Beitritt am Ende auch gemeinsam schaffen, sagte der Ukrainer bei einem Zwischenstopp in der moldauischen Hauptstadt Chișinău kurz vor seinem Abflug zum G7-Gipfel. Nach Darstellung Selenskyjs ist die Beschleunigung der Beitrittsgespräche auch die passende Antwort der Europäer auf den seit mehr als vier Jahre währenden russischen Angriffskrieg gegen sein Land. "Das ist die politische Entscheidung, die Europa heute braucht." Zugleich kündigte Selenskyj eine neue diplomatische Initiative zur Erreichung eines Friedens an. Den Vorschlag, sich beim G7-Gipfel in Frankreich zu treffen, um über ein Ende des Kriegs zu reden, habe Kremlchef Wladimir Putin ignoriert, sagte er. Daher habe er mit US-Präsident Donald Trump darüber gesprochen, ein solches Treffen in den USA zu organisieren. Wenn Trump Putin einen solchen Vorschlag machte, dürfte es diesem auch deutlich schwerer fallen, ihn zurückzuweisen, meinte Selenskyj. "Wir werden sehen, was dabei herauskommt." Sollte Russland auch diese Offerte ablehnen, sei weiterer Druck auf Moskau nötig, forderte der ukrainische Staatschef. Nächster Albtraum für Putin? Ukraine präsentiert Kamikazedrohne mit Turbojet-Antrieb Sie kann 650 Kilometer weit fliegen und 100 Kilo Sprengstoff tragen: Eine neue ukrainische Kamikazedrohne könnte Putins Probleme an der Front noch verschärfen. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . EU beginnt Beitrittsverhandlungen mit Ukraine Die EU hat die Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine begonnen. Vertreter beider Seiten starteten am Abend in Luxemburg offiziell die Aufnahme von Gesprächen zum ersten Themenblock, wie ein Sprecher des Rates der Mitgliedstaaten sagte. Mit dem ersten Verhandlungsabschnitt werden Gespräche über Themen wie das Justizsystem, den Grundwerteschutz und Sicherheit begonnen. Kandidatenländer müssen dabei nachweisen, dass ihre Rechtssysteme, der Grenzschutz und die Polizei den EU-Standards entsprechen. Der Schritt der Eröffnung des ersten Verhandlungsabschnitts gilt nach einer zweijährigen Hängepartie wegen einer Blockade Ungarns als wichtiges Zeichen an die Ukraine, dass sich ihre Reformanstrengungen lohnen. Das von Russland angegriffene Land wird nun im Zuge der vermutlich jahrelangen Verhandlungen zeigen müssen, dass es reif für einen EU-Beitritt ist. Dafür sind auch noch zahlreiche weitere Reformen zum Beispiel im Bereich der Korruptionsbekämpfung erforderlich. Am späteren Abend sollten auch noch die Beitrittsverhandlungen mit Moldau begonnen werden. Das Nachbarland der Ukraine musste wegen der ungarischen Blockade auch zwei Jahre auf den Gesprächsbeginn warten. Selenskyj wollte Treffen mit Putin bei G7 Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach eigenen Angaben ein Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin beim G7-Gipfel in Frankreich vorgeschlagen, aus Moskau aber eine Absage erhalten. "Vor Beginn des G7-Gipfels haben wir zu verstehen gegeben, dass wir bereit sind, uns während des G7-Gipfels mit Putin zu treffen, da dort (US-Präsident Donald) Trump und (Frankreichs Präsident Emmanuel) Macron anwesend sind", sagte Selenskyj vor Journalisten in Kiew. Er sah sich dort die Schäden an der Hauptkathedrale des orthodoxen Höhlenklosters nach einem schweren russischen Luftangriff an. "Die Europäer plus Amerika – das ist eine sehr gute Gelegenheit, sich gemeinsam zu treffen, und genau deshalb könnten wir Russland einladen", zitierte die Nachrichtenagentur Interfax Ukraina den Präsidenten. Demnach hätten sowohl die USA als auch die europäischen Länder in der Siebenergruppe demokratischer Wirtschaftsmächte (G7) zugestimmt. Russland habe aber "erneut gezeigt, dass es nicht bereit ist, darüber zu reden". Eine Bestätigung aus den G7-Ländern für einen Vorstoß Selenskyjs gab es nicht. Die Äußerungen dürften auch dazu gedacht sein, den Kreml unter Druck zu setzen. Ein Treffen mit Putin wäre kurzfristig kaum zu organisieren gewesen. Der Kremlchef hat immer betont, dass er sich mit Selenskyj nur in Moskau oder bei einer endgültigen Regelung des Konflikts treffen werde – davon sind beide Seiten nach mehr als vier Jahren des russischen Angriffskriegs weit entfernt. Russischer Langstreckenbomber in Sibirien abgestürzt In Sibirien ist ein russischer Langstreckenbomber abgestürzt. Die vier Besatzungsmitglieder konnten sich nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums mit dem Schleudersitz retten. Sie seien in ein Krankenhaus gebracht worden, teilte der Gouverneur der Region Irkutsk, Igor Kobsew, mit. Unbestätigte Aufnahmen in den sozialen Medien zeigten, wie die Maschine in ein Waldgebiet stürzte und eine große Rauchwolke aufstieg. Der Absturz ereignete sich dem Ministerium zufolge am Montag während eines Übungsflugs nahe dem Dorf Kamenka. Am Boden habe es keine Schäden gegeben, da die Maschine ohne Kampfbeladung geflogen sei. Bei der abgestürzten Maschine handelt es sich um einen Bomber vom Typ Tu-22M3. Dies ist eine modernisierte Version eines Überschallbombers aus der Sowjetzeit, den die Nato unter dem Codenamen "Backfire" führt. Das Flugzeug kann Marschflugkörper vom Typ Ch-22 sowie hyperschallschnelle Kinschal-Raketen tragen. Russland setzt diesen Typ unter anderem für Angriffe in der Ukraine und Syrien ein. Deutscher General warnt Putin: "Kämpfen um jeden Zentimeter" Deutschlands Luftwaffenchef hat sich zu einem möglichen Krieg mit Russland geäußert. Die Ansage des Generals hat es in sich. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . EU verschärft Sanktionen gegen Russland Die Außenminister der EU-Staaten haben neue Sanktionen gegen Unternehmen und Personen von Russlands Rüstungsindustrie sowie mit Verbindungen zur sogenannten Schattenflotte beschlossen. Wie der Rat der Mitgliedsstaaten mitteilte, wurden bei einem Treffen der Ressortchefs in Luxemburg zudem Strafmaßnahmen gegen 15 Menschen und eine Organisation beschlossen, die mit dem Tod des Kremlgegners Alexej Nawalny 2024 in einem russischen Straflager in Verbindung gebracht werden. Mit den Strafmaßnahmen soll der Druck auf Russland erhöht werden, sagte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas. Jede Maßnahme schränke Russlands Handlungsspielraum weiter ein. Die westlichen Sanktionen hätten Russland bereits schätzungsweise 1 bis 1,3 Billionen Euro gekostet, so Kallas weiter. "Stein für Stein zerstören wir die Grundlagen der russischen Kriegswirtschaft." Sanktionen sollen Rüstungsunternehmen und Schattenflotte treffen Konkret verhängt die EU Sanktionen gegen 7 Personen und 21 Organisationen, die Russlands Militär- und Rüstungsindustrie unterstützen oder deren Aktivitäten in Drittstaaten ermöglichen. Das sind etwa Hersteller und Lieferanten von Drohnen und militärischer Ausrüstung für die russischen Streitkräfte. Zehn Menschen und eine Organisation kommen neu wegen Aktivitäten in Russlands Einfluss- und Desinformationskampagnen gegen die EU auf die Sanktionsliste. Deutscher Konzern will ukrainische "Wunderwaffe" produzieren Ein deutscher Rüstungskonzern will erstmals einen ukrainischen Marschflugkörper in Deutschland bauen. Für die Bundeswehr käme das Waffensystem zu einem besonders günstigen Zeitpunkt. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Jetzt mit Turbo? EU startet Beitrittsgespräche mit Ukraine In den Prozess zum EU-Beitritt von Moldau und der Ukraine kommt nach zweijähriger Zwangspause wieder Bewegung. Es steht viel auf dem Spiel – auch wegen des anhaltenden russischen Kriegs. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Wadephul verurteilt russische Angriffe als "ruchlose Attacken" Außenminister Johann Wadephul hat die nächtlichen russischen Luftangriffe auf die Ukraine scharf verurteilt. Der CDU-Politiker sprach am Rande eines Treffens mit seinen EU-Amtskollegen in Luxemburg von "ruchlosen Attacken", die sich unter anderem gegen europäische Kulturgüter von unschätzbarem Wert gerichtet hätten. "Das zeigt: Eine echte Bereitschaft besteht auf russischer Seite bisher nicht, in Verhandlungen einzutreten", ergänzte der CDU-Politiker mit Blick auf Spekulationen über eine mögliche Wiederaufnahme von Gesprächen über einen Waffenstillstand. Deswegen werde man die Ukraine weiter unterstützen und die Sanktionspolitik gegen Russland fortsetzen. Frankreich: Angriff auf Kiewer Kloster gleicht Angriff auf Notre-Dame Frankreich hat die jüngsten Angriffe Russlands auf die Ukraine verurteilt. Außenminister Jean-Noël Barrot verglich den Angriff auf das Kiewer Höhlenkloster Petscherska Lawra mit einem Bombardement der Pariser Kathedrale Notre-Dame. "Dies ist ein Unesco-Weltkulturerbe, was für uns in Frankreich so wäre, als ob Notre-Dame oder Saint-Denis bombardiert worden wären, was völlig inakzeptabel ist", sagte Barrot bei seiner Ankunft zu einem Treffen der EU-Außenminister. Mit Saint-Denis bezieht sich der Minister auf die Kathedrale in dem gleichnamigen bei Paris gelegenen Ort. Das im Zentrum Kiews gelegene Höhlenkloster aus dem Jahr 1051 gehört zum Unesco-Weltkulturerbe. Es wurde bei einem direkten Angriff in der Nacht schwer beschädigt. Selenskyj fordert Reaktion der G7 auf Russlands Angriff Der russische Angriff auf das Kiewer Höhlenkloster ist Präsident Wolodymyr Selenskyj zufolge ein schweres Verbrechen gegen die christliche Kultur. "Ein russischer Angriff auf die Kiewer Petscherska Lawra hat die Mariä-Entschlafens-Kathedrale in Brand gesetzt – eine Kirche, deren Geschichte bis ins 11. Jahrhundert zurückreicht. Und dies ist eines der bislang schwerwiegendsten Verbrechen Russlands gegen die christliche Kultur", schrieb Selenskyj auf X. Er forderte die G7-Staaten zudem auf, den Druck auf Russland zu erhöhen und die Hilfe für die ukrainische Luftabwehr zu verstärken. Russland lockert wegen Engpässen Umweltvorgaben für Kraftstoffe Wegen Engpässen bei der Versorgung erlaubt die russische Regierung einem Zeitungsbericht zufolge einigen Raffinerien die Produktion von Benzin und Diesel mit niedrigeren Umweltstandards für den heimischen Markt. Die bereits im Herbst eingeführte Maßnahme war zunächst bis zum 1. Mai befristet und sei nun verlängert worden, berichtete die russische Zeitung "Kommersant". Gestattet seien Abweichungen unter anderem beim Schwefelgehalt. Hintergrund der Engpässe sind monatelange ukrainische Angriffe auf russische Raffinerien und Treibstofflager. In rund einem Dutzend Regionen gibt es Medienberichten zufolge Lieferprobleme. Die Behörden in der Region Udmurtien östlich von Moskau haben die Abgabe bestimmter Benzinsorten an Tankstellen des Ölkonzerns Tatneft wegen logistischer Probleme vorübergehend eingeschränkt. Geistliche retten Ikonen aus brennendem Kloster in Kiew Nach dem Brand auf dem Gelände des weltberühmten Höhlenklosters in Kiew sind die alten Ikonen und anderen Heiligtümer des orthodoxen Christentums nach Kirchenangaben in Sicherheit. Es sei eine rasche Rettung liturgischer Gegenstände und der Reliquien organisiert worden, teilte Metropolit Awraamij auf Facebook mit. Sie hätten "nicht nur kirchlichen, sondern auch nationalen und universellen Wert", sagte der von der staatlich anerkannten Orthodoxen Kirche der Ukraine eingesetzte Vorsteher. Der Geistliche dankte allen Klosterbrüdern und den anderen Beteiligten der Rettungsaktion für die Erhaltung der Kirchenschätze. Die Beseitigung der Folgen des Angriffs dauere an, sagte er. Awraamij rief die internationale Gemeinschaft auf, sich unter den Bedingungen des andauernden Krieges für den Schutz des geistigen und kulturellen Erbes der Ukraine einzusetzen. Bei den russischen Angriffen auf Kiew wurden laut Behörden mindestens 4 Menschen getötet und 25 weitere verletzt. Ukraine: Russland hat mit 70 Raketen und 611 Drohnen angegriffen Russland hat nach Angaben des ukrainischen Militärs die Ukraine in der Nacht mit 70 Raketen und 611 Drohnen angegriffen. Vorläufigen Erkenntnissen zufolge seien 50 der Raketen und 582 der Drohnen abgefangen worden, teilt das Militär auf Telegram mit. Bei den Drohnen habe es sich um verschiedene Typen gehandelt. Zwei Brücken zur Krim bei Drohnenangriff beschädigt Bei einem ukrainischen Drohnenangriff sind zwei Brücken zwischen dem russisch kontrollierten Teil der ukrainischen Region Cherson und der Halbinsel Krim beschädigt worden. Der Verkehr sei ausgesetzt worden, teilte der von Russland eingesetzte Gouverneur Wladimir Saldo auf dem Messengerdienst Telegram mit. Auf der von Russland annektierten Krim ist es nach der jüngsten Zunahme von Angriffen zu Engpässen bei der Treibstoffversorgung gekommen. Massive Angriffe: Kiews Wahrzeichen brennt Infolge eines russischen Raketenangriffs auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ist die Hauptkirche des zum Weltkulturerbe zählenden Kiewer Höhlenklosters in Brand geraten. "Nach operativen Informationen gibt es ernsthafte Schäden auf dem Gelände des Höhlenklosters", schrieb der Militärgouverneur der Dreimillionenstadt, Tymur Tkatschenko, bei Telegram. In sozialen Netzwerken kursierende Bilder zeigten Flammen im Dachbereich der Mariä-Entschlafens-Kathedrale mit ihren vergoldeten Kuppeln. Sie liegt auf dem Klostergelände, das zum ukrainischen Staatseigentum gehört. Hier lesen Sie mehr. Polen lässt Kampfjets aufsteigen Als Reaktion auf die russischen Luftangriffe auf die Ukraine lässt Polen eigene Kampfjets aufsteigen. Zudem werden bodengestützte Luftabwehrsysteme und die Radaraufklärung in Bereitschaft versetzt, teilen die polnischen Streitkräfte auf der Plattform X mit. Die Maßnahmen sind den Angaben zufolge präventiver Natur. Sie dienen dem Schutz des eigenen Luftraums, insbesondere in den an die Ukraine grenzenden Gebieten. Russland greift Kiew und Charkiw mit Raketen an Die russische Armee hat die ukrainische Hauptstadt Kiew mit Raketen angegriffen. In der Innenstadt waren in der Nacht zum Montag knapp zwei Dutzend Explosionen mutmaßlich von der Flugabwehr zu hören, wie ein Korrespondent der Deutschen Presse-Agentur berichtete. Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge gab es in drei Stadtteilen Einschläge. Es kam demnach zu Stromausfällen. Zudem seien Brände ausgebrochen. Über mögliche Opfer wurde vorerst nichts bekannt. In der zweitgrößten ukrainischen Stadt Charkiw kamen nach Angaben von Innenminister Ihor Klymenko fünf Rettungskräfte bei einem zweiten russischen Angriff ums Leben, mindestens fünf weitere wurden verletzt. Ältere Nachrichten zum Krieg in der Ukraine lesen Sie hier.
