US-News: Ex-US-Diplomat nennt Iran-Deal "strategisches Fiasko"
Trumps Iran-Deal gerät massiv in die Kritik. China genehmigt einen Mega-Deal. Alle Entwicklungen im Newsblog. Donnerstag, 18. Juni China genehmigt Skydance-Warner-Fusion Die chinesischen Aufsichtsbehörden haben einem Insider zufolge die 110 Milliarden Dollar schwere Fusion von Paramount Skydance und Warner Bros Discovery genehmigt. Zuvor hatten bereits das US-Justizministerium und eine Reihe anderer Länder wie Australien , Deutschland, Frankreich und Saudi-Arabien zugestimmt. Die Zustimmung der Europäischen Union steht jedoch noch aus. Zuerst hatte das Nachrichtenportal Semafor über die Genehmigung berichtet. Mittwoch, 17. Juni Trump nimmt an Abendessen mit Macron auf Schloss Versailles teil Nach Abschluss des G7-Gipfels ist US-Präsident Donald Trump zu einem Abendessen auf Schloss Versailles angekommen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron nahm Trump am Mittwochabend vor dem prunkvollen Königsschloss in Empfang, als dieser aus seinem Auto stieg. Vor dem Dinner in Begleitung von Macrons Frau Brigitte stand ein Rundgang durch den berühmten Spiegelsaal von Versailles auf der Agenda. Ein Konzert in der Königlichen Kapelle sowie ein Besuch einer Galerie, die dem Unabhängigkeitskrieg der Vereinigten Staaten gewidmet ist, ergänzte das Programm von Trumps Besuch in Versailles. Der US-Präsident hatte dem Dinner im Königsschloss sichtlich entgegengefiebert: "Versailles, das ist kein Blattgold, sondern das echte Zeug", sagte der schwerreiche Immobilienunternehmer am Dienstag. Kritiker Macrons warfen den französischen Präsidenten dagegen vor, er habe Trump nur in das Schloss des "Sonnenkönigs" eingeladen, um dessen Vorliebe für prunkvolle Empfänge zu bedienen - und ihn daran zu hindern, vor Ende des G7-Treffens abzureisen, wie im vergangenen Jahr in Kanada . US-Börsen schließen nach Zins-Entscheidung im Minus Die US-Aktienmärkte haben am Mittwoch nach dem Zinsentscheid der Notenbank Fed im Minus geschlossen. Der US-Standardwerteindex Dow Jones verlor 1,0 Prozent auf 51.493 Punkte. Der technologielastige Nasdaq gab 1,3 Prozent auf 26.022 Zähler nach und der breit gefasste S&P 500 büßte 1,2 Prozent auf 7.420 Stellen ein. Vor der Entscheidung hatten die Indizes noch im Plus gelegen oder stagniert. Die Fed beließ den Leitzins zwar wie erwartet in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent. Allerdings signalisierten die Währungshüter künftige Zinserhöhungen, um die Inflation zu bekämpfen. Zudem strichen sie die Formulierung aus ihrer Erklärung, wonach Zinssenkungen in diesem Jahr wahrscheinlich seien. Neun Notenbanker erwarten mindestens eine Zinserhöhung bis Ende 2026. Ex-US-Diplomat nennt Iran-Deal "strategisches Fiasko" Ein ranghoher ehemaliger Mitarbeiter des US-Außenministeriums hat das Rahmenabkommen seines Landes mit dem Iran als "strategisches Fiasko von epischen Ausmaßen" bezeichnet. Die Vereinbarung bedeute "den Bruch mit einer nahezu fünfzigjährigen, von beiden Parteien getragenen US-Politik gegenüber dem Iran", sagte Joel Rubin dem TV-Sender i24news. Rubin war während der Amtszeit des damaligen US-Präsidenten Barack Obama Mitarbeiter des Außenministeriums. Das Rahmenabkommen bedeute ein Ende der "Idee, dass der Iran ein negativer Akteur in der Region ist". Rubin warnte vor einem Szenario, in dem Teheran nun "Hunderte Milliarden Dollar ohne jegliche Einschränkungen übergeben werden" könnten. Man hoffe offenbar auf "irgendeine Art von besserer Einigung in den kommenden 60 Tagen, nachdem der Iran bereits bezahlt worden ist, und die Vorteile und Zugeständnisse des Abkommens schon bekommen hat", ohne sich zu einer ernsthaften Gegenleistung zu verpflichten, sagte Rubin. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte auch in der Vergangenheit bei US-Präsident Donald Trump für eine härtere Linie gegenüber Teheran geworben. Er ermutigte ihn 2018 zu der höchst umstrittenen Entscheidung, aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran auszusteigen. Im Rückblick wird dieser Schritt auch von israelischen Sicherheitsexperten als strategischer Fehler eingestuft. US-Leitzins: Trumps neuer Notenbankchef trifft erste Entscheidung Die erste Entscheidung von Kevin Warsh als neuem Chef der US-Notenbank wurde mit Spannung erwartet. Doch von der Linie seines Vorgängers weicht er nicht ab. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Merz dringt auf Zugang zu US-Technologie Nach der Sperre von zwei KI-Modellen des US-Unternehmens Anthropic hat Kanzler Friedrich Merz (CDU) einen freien Zugang zu neuen Technologien gefordert. "Das Potenzial dieser neuen Technologien sollte für alle Länder zugänglich sein", sagte Merz am Mittwoch am Rande des G7-Gipfeltreffens im französischen Évian. Dort stand am Mittag ein Arbeitsessen mit Vertretern der KI-Branche auf dem Programm, an dem auch Anthropic-Chef Dario Amodei teilnehmen sollte. "Wir werden darüber mit dem Unternehmen sprechen, aber wir werden auch eine intensive Debatte mit der US-Regierung haben", betonte Merz. Die G7-Finanzminister sollten in dieser Sache das Gespräch mit der US-Regierung suchen. "Dies zeigt aber auch, wie sehr Europa bei diesen Technologien hinterherhinkt", räumte Merz ein. Europa müsse in dieser Hinsicht dringend aufholen und zugleich mit der US-Regierung zusammenarbeiten. Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen rief Washington zur Zusammenarbeit auf. "Die USA und die EU müssen im Bereich KI starke Partner sein, das liegt in unserem gegenseitigen Interesse", sagte sie in Évian. Anthropic hatte seine Modelle Mythos 5 und Fable 5 am Samstag gesperrt und seine Entscheidung mit einer Anweisung der US-Behörden begründet, die ausländischen Staatsangehörigen den Zugriff auf die beiden Modelle untersage. Da Anthropic seine Nutzer nicht nach ihrer Nationalität unterscheiden könne, habe das Unternehmen beide Dienste deaktiviert. Interview zum Iran-Deal: "Das ist schon irre" Donald Trump zieht sich aus dem Iran-Krieg zurück, ohne seine Kriegsziele erreicht zu haben. Wladimir Putin kämpft dagegen geschwächt weiter in der Ukraine . Der Topdiplomat und frühere Merkel-Berater Christoph Heusgen sieht klare Verlierer dieser Krisen. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Kriegszustand seit 73 Jahren: Südkorea bittet Trump um Hilfe Nach der Einigung auf ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Iran-Krieges hat Südkoreas Regierung die USA zu entsprechenden Bemühungen auch im Konflikt auf der koreanischen Halbinsel aufgerufen. Das Büro von Südkoreas Präsident Lee Jae Myung teilte am Mittwoch mit, US-Präsident Donald Trump habe sich bei Lee am Rande des G7-Gipfels im französischen Évian nach dem Stand der Beziehungen zwischen Seoul und Pjöngjang erkundigt. Lee habe Trump in dem Gespräch gebeten, "bei der friedlichen Lösung der Nordkorea-Frage eine Führungsrolle zu übernehmen", so wie er den Konflikt in der Golfregion "gelöst hat", hieß es in der Erklärung von Lees Büro weiter. Demnach bekundete Trump daraufhin seine Bereitschaft, "auf eine Lösung der Nordkorea-Frage hinzuarbeiten". Nord- und Südkorea sind nach dem Ende des Korea-Kriegs im Jahre 1953 formell weiterhin im Kriegszustand. Im März hatte Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un Südkorea als "den uns am meisten feindlich gesinnten Staat" bezeichnet. Lee dagegen nimmt eine versöhnliche Haltung ein. Unter anderem rief er zu Gesprächen mit dem Norden auf, um "die Blume des Friedens zum Blühen zu bringen". USA geben UN eine Milliarde Dollar für humanitäre Hilfe Die USA unterstützen die Vereinten Nationen mit mehr als einer Milliarde Dollar (rund 860 Millionen Euro) für humanitäre Zwecke und Katastrophenhilfe. Das Geld soll dem Kinderhilfswerk Unicef und dem Welternährungsprogramm (WFP) zugutekommen und damit lebensrettende Hilfe in mehr als 40 Ländern leisten, wie das US-Außenministerium mitteilte. Mit mehr als 800 Millionen Dollar gehe der Großteil des Geldes an das WFP, während Unicef mit rund 218 Millionen Dollar unterstützt werde. Erst vor einem Monat gaben die USA eine Zuwendung an die Vereinten Nationen in Höhe von 1,8 Milliarden Dollar bekannt. Im Dezember hatte die Regierung von Präsident Donald Trump zwei Milliarden Dollar bereitgestellt. Vor Trumps Amtsantritt waren die finanziellen Zuwendungen der Vereinigten Staaten allerdings teilweise um ein Vielfaches höher gewesen. Zudem schulden die USA den finanziell stark unter Druck stehenden und von Trump scharf kritisierten Vereinten Nationen weiterhin Milliarden an Mitgliedsbeiträgen. Ein Toter bei US-Angriff auf mutmaßliche Drogenschmuggler Bei einem Angriff auf ein Boot mit mutmaßlichen Drogenschmugglern im Pazifik hat das US-Militär nach eigenen Angaben einen Menschen getötet. Die US-Küstenwache sei verständigt worden, um für zwei Verletzte eine Rettungsmission einzuleiten, teilte das zuständige US-Regionalkommando Southcom mit. Nähere Angaben zu ihrem Zustand und der Suchmission machte das Militär nicht. Den Angaben zufolge wurde das Boot von einer als terroristisch eingestuften Organisation betrieben. Es sei zum Zweck des Drogenschmuggels im östlichen Pazifik unterwegs gewesen. Ein von Southcom verbreitetes Video zeigt eine Explosion auf einem Boot und aufsteigende Rauchschwaden. Auf Anweisung der Regierung von US-Präsident Donald Trump greift das US-Militär immer wieder Boote in der Karibik und im Ostpazifik an, um internationalen Drogenschmuggel zu unterbinden. Kritiker bezweifeln, dass die tödlichen Angriffe in internationalen Gewässern völkerrechtlich zulässig sind. Trotz 14 Millionen Dollar – Washingtons Pool ist wieder veralgt Nur wenige Tage nach Abschluss einer millionenschweren Sanierung ist ein berühmtes Wasserbecken in der US-Landeshauptstadt Washington wieder grün geworden. Algen färbten Teile des sogenannten Reflecting Pools, nachdem die Anlage für rund 14,2 Millionen US-Dollar (etwa 12,3 Millionen Euro) renoviert worden war. Hier lesen Sie mehr. Ältere Meldungen zur Politik in den USA lesen Sie hier .
