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Sonnenschutz: Münchner Ärztin warnt vor diesen häufigen Fehlern

Freibad, Isar, Balkon: In München beginnt die heiße Jahreszeit. Eine Hautärztin erklärt, worauf es beim Sonnenschutz wirklich ankommt. Wer in München lebt, kennt das Phänomen: Kaum schaut die Sonne hinter den Wolken hervor, zieht es die ganze Stadt nach draußen. An die Isar, in den Englischen Garten, ins Freibad oder für ein paar Minuten in der Mittagspause auf die nächste Bank. Doch der Sommer hat auch eine riskante Seite. UV-Strahlung kann die Haut dauerhaft schädigen, selbst dann, wenn kein Sonnenbrand sichtbar wird. Wie wichtig Sonnenschutz ist, zeigen auch prominente Beispiele. Patrice Aminati, Ex-Frau des Münchner TV-Moderators Daniel Aminati etwa, machte ihre Erkrankung an schwarzem Hautkrebs öffentlich. Sie ist unheilbar daran erkrankt, kann nur noch palliativ behandelt werden. Ein tragischer Fall, der zeigt, wie tückisch die Krankheit sein kann. Prof. Daniela Hartmann, Chefärztin der Dermatologie der München Klinik, gibt zehn Tipps an die Hand, wie sich Menschen vor ungesunder Sonneneinstrahlung schützen können. 1. Fensterglas schützt nicht zuverlässig Wer im Büro, im Homeoffice oder im Auto sitzt, ist nicht automatisch geschützt. Fensterglas hält zwar einen großen Teil der UVB-Strahlung ab, UVA-Strahlen können aber hindurchdringen. Deshalb kann Sonnenschutz auch an Arbeitstagen sinnvoll sein. 2. Sonnenbrand ist ein Warnsignal Wenn die Haut rot wird, ist das kein Zeichen für einen gelungenen Sommertag, sondern ein Alarm der Haut. Sonnenbrand sollte unbedingt vermieden werden. Auch regelmäßige Sonne ohne sichtbare Rötung kann die Haut langfristig schädigen. 3. Bei Sonnencreme nicht sparen Viele Menschen tragen zu wenig Sonnencreme auf. Für den ganzen Körper werden etwa 30 bis 40 Milliliter empfohlen. Für Gesicht und Hals reicht ungefähr ein Teelöffel, für den Körper etwa drei Esslöffel. Nur dann erreicht die Creme den angegebenen Lichtschutzfaktor. 4. Tagescreme kann helfen Eine Tagescreme mit Lichtschutzfaktor 30 oder höher bietet morgens einen guten Basisschutz. Wichtig ist: UV-Strahlen dringen auch durch Wolken. Sonnenschutz ist deshalb nicht nur bei blauem Himmel nötig. 5. Rechtzeitig eincremen Chemische UV-Filter brauchen etwa 20 bis 30 Minuten, bis sie wirken. Mineralische Filter schützen sofort. Nachcremen bleibt trotzdem wichtig, spätestens alle zwei bis drei Stunden. Es verlängert die Schutzzeit nicht, hält den vorhandenen Schutz aber aufrecht. 6. Wasser und Schweiß schwächen den Schutz Nach dem Schwimmen, Abtrocknen oder Sport sollte erneut Sonnencreme aufgetragen werden. Wer direkt nach dem Eincremen ins Wasser geht, riskiert, dass der Schutz nicht richtig wirkt. Auch im Wasser und im Schatten bleibt UV-Strahlung ein Thema. 7. Vitamin D ist kein Grund gegen Sonnenschutz Aus Sorge vor einem Vitamin-D-Mangel verzichten manche Menschen auf Sonnencreme. Das ist laut Expertin nicht nötig. Vitamin-D-Bildung ist auch mit Sonnenschutz möglich. Ein Mangel sollte ärztlich abgeklärt werden. 8. Nach der Sonne braucht die Haut Pflege Nach einem sonnigen Tag hilft Feuchtigkeit. Geeignet sind parfümfreie, wasserhaltige Lotionen oder After-Sun-Produkte. Bei Sonnenbrand sollte die Haut vollständig abheilen, bevor sie wieder der Sonne ausgesetzt wird. Bei Blasen oder offenen Stellen ist ärztlicher Rat nötig. 9. Kleidung ist ein starker Schutz Dicht gewebte, dunklere Stoffe schützen besser als dünne, helle Kleidung. Spezielle UV-Schutzkleidung kann besonders bei Kindern, beim Sport oder am Wasser sinnvoll sein. Eine Kopfbedeckung schützt zusätzlich Kopfhaut, Gesicht und Nacken. 10. Vorsorge kann entscheidend sein Regelmäßige Sonneneinstrahlung kann Hautkrebs begünstigen, auch ohne sichtbaren Sonnenbrand. Vorsorgeuntersuchungen helfen, Veränderungen früh zu erkennen. Wird Hautkrebs rechtzeitig entdeckt, ist er in vielen Fällen gut behandelbar.