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Fußball-WM in XXL: Diese Städte lieben die große Glotze

Manche investieren in Aktien, andere in Zoll. Neue Daten zeigen, in welchen Städten die größten Fernseher stehen und wo der Platz davor fast so teuer ist wie das Gerät selbst. Die Fußball-WM läuft, doch die Zeitzonen haben es für Fans in Deutschland in sich. Wer hierzulande ungestört und mit bester Sicht mitfiebern will, braucht neben Sofa und Fernseher vor allem eines: gutes Durchhaltevermögen. Wenn Spiele erst nach Mitternacht angepfiffen werden und die letzten Partien morgens um 7 Uhr enden, wird die Nachtruhe schnell zum sportlichen Gegner. An den Anpfiffzeiten lässt sich zwar nichts ändern, an der Größe und den Kosten des eigenen TV-Geräts dagegen schon. Und hier haben die Deutschen kräftig aufgerüstet: Eine aktuelle Auswertung von MediaMarktSaturn zeigt nun exakt, in welchen Städten die teuersten Fernseher stehen und wo die größten Geräte die Wohnzimmer dominieren. Größe, Preis, Mietkosten: die Zahlen Um das herauszufinden, hat Europas größte Elektronikfachmarktkette die Verkaufsdaten seit dem vergangenen Jahr ausgewertet – aus Onlinebestellungen sowie aus den Fachgeschäften in den 100 größten deutschen Städten. Wie groß sind die Fernseher im Schnitt? Wie viel wird dafür bezahlt? Wie viel Wohnfläche beansprucht das TV-Gerät – und was kostet dieser Platz an Miete? Im Ruhrpott stehen die größten Fernseher Die Größe eines Fernsehers verrät oft etwas über die Prioritäten der Käufer. Tatsächlich unterscheiden sich die durchschnittlich gekauften TV-Größen zwischen den Städten deutlich. An der Spitze steht Gelsenkirchen mit durchschnittlich 58,6 Zoll. Es folgen Ratingen (57,2 Zoll), Iserlohn (57 Zoll), Leverkusen (56,9 Zoll) und Bottrop (56,9 Zoll). Fast alle Spitzenreiter liegen laut Auswertung im Ruhrgebiet oder im Rheinland. Ob das am Fußball liegt? Schalke, Bayer Leverkusen und der BVB sind nicht weit entfernt. Wer die Bundesliga in voller Pracht erleben will, braucht offenbar Platz auf dem Bildschirm. Spätestens zur WM wird der große Fernseher zur Pflichtausstattung fürs heimische "Private Viewing". Rang Stadt Bildschirmgröße (Zoll) 1 Gelsenkirchen 58,6 2 Ratingen 57,2 3 Iserlohn 57,0 4 Leverkusen 56,9 5 Bottrop 56,9 6 Bremerhaven 56,8 7 Herne 56,8 8 Villingen-Schwenningen 56,7 9 Witten 56,2 10 Offenbach am Main 56,0 Am anderen Ende der Skala liegen vor allem ostdeutsche Städte: In Chemnitz beträgt die durchschnittliche Bildschirmgröße nur 48,6 Zoll, in Jena sind es 48,7 Zoll, in Rostock ebenfalls 48,7 Zoll. Auch Dessau-Roßlau (48,8 Zoll) und Dresden (49,1 Zoll) liegen deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Hier geben Käufer am meisten aus Nicht nur die Bildschirmgröße unterscheidet sich zwischen den Städten, auch beim Kaufpreis gibt es erhebliche regionale Unterschiede. Während in Hagen das durchschnittliche TV-Preisschild bei 452 Euro liegt, geben Käufer in Esslingen am Neckar im Schnitt 910 Euro aus. Damit fällt das Budget für ein neues Fernsehgerät dort fast doppelt so hoch aus wie in Hagen. Rang Stadt TV-Anschaffungspreis 1 Esslingen am Neckar 909,52 € 2 Ratingen 637,79 € 3 Nürnberg 635,30 € 4 Gelsenkirchen 612,17 € 5 Köln 612,09 € 6 Leverkusen 611,82 € 7 Hamburg 611,47 € 8 Offenbach am Main 609,80 € 9 Mainz 608,56 € 10 Essen 603,80 € Mit großem Abstand folgen Ratingen (638 Euro), Nürnberg (635 Euro), Gelsenkirchen (612 Euro) und Köln (612 Euro). Am anderen Ende der Skala stehen vor allem Städte im Ruhrgebiet und in Ostdeutschland: In Hagen liegt der durchschnittliche Kaufpreis bei 452 Euro, in Remscheid bei 458 Euro und in Velbert bei 469 Euro. Auch Jena (525,50 Euro) und Dessau-Roßlau (516,93 Euro) kaufen deutlich günstiger ein. Wenn der Fernseher zur Luxus-Mietfläche wird Wer in München zur Miete wohnt, weiß, dass der Quadratmeterpreis weit über dem Durchschnitt liegt. Entsprechend bemerkbar macht sich dort auch ein Fernseher, der viel Fläche beansprucht. In München sind das im Schnitt rund 2,3 Quadratmeter. Bei 20,44 Euro Miete pro Quadratmeter kommen Mieter dadurch auf rund 557 Euro im Jahr – nur fürs "Parken" des Fernsehers. Damit liegt München mit großem Abstand an der Spitze. Dahinter folgen Stuttgart mit rund 422 Euro und Frankfurt am Main mit rund 414 Euro jährlich. Auch in Ludwigsburg (394 Euro), Offenbach am Main (392 Euro) und Köln (388 Euro) ist die TV-Fläche teuer. Am anderen Ende der Skala stehen erneut vor allem ostdeutsche Städte: In Chemnitz kostet dieselbe Wohnfläche nur rund 149 Euro im Jahr, in Dessau-Roßlau etwa 166 Euro und in Magdeburg rund 187 Euro. Auch Gera (191 Euro) und Cottbus (195 Euro) liegen deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Fazit: Nicht nur auf die Größe kommt es an Sollte Deutschland die nächsten Runden erreichen, dürfte die Nachfrage nach XXL-Bildschirmen für das heimische Nachtstadion noch einmal steigen. Die Auswertung zeigt allerdings: Große Fernseher stehen nicht automatisch dort, wo auch am meisten Geld ausgegeben wird. Beim Last-minute-Kauf für die WM gilt deshalb: Nicht allein die Größe entscheidet, sondern auch der Preis. Schließlich soll nach dem Schlusspfiff nicht nur die sportliche Bilanz stimmen, sondern auch das Haushaltskonto.