Bremen: Urteil gegen Reifenstecher – Landgericht mit klarer Entscheidung
In drei Nächten zersticht ein Mann in Bremen Reifen an mehr als 200 Autos. Nun hat das Landgericht eine Entscheidung getroffen. Das Landgericht Bremen hat das Strafverfahren gegen einen sogenannten Reifenstecher eingestellt. Der Mann soll im September 2025 in drei Nächten an mehr als 200 geparkten Fahrzeugen jeweils mindestens einen Reifen zerstochen haben. Weil er dauerhaft verhandlungsunfähig ist, bleibt eine Strafe aus, teilte ein Sprecher des Gerichts mit. Ein Gutachten hatte ergeben, dass der psychisch kranke Beschuldigte dauerhaft nicht vor Gericht erscheinen kann, so der Sprecher weiter. Die Staatsanwaltschaft beantragte daraufhin ein Sicherungsverfahren, das auf eine Unterbringung des Mannes in einem geschlossenen psychiatrischen Krankenhaus abzielt. Dieses Verfahren könne laut dem Sprecher auch ohne Anwesenheit des Beschuldigten durchgeführt werden. Der damals 41-Jährige soll in mehreren Straßen und Stadtteilen Bremens Reifen an Fahrzeugen unterschiedlicher Marken und Typen zerstochen haben. Der entstandene Schaden liegt im fünfstelligen Bereich. Die Polizei hatte eigens die Sonderkommission "Reifenstecher" eingerichtet und den Mann kurze Zeit später festgenommen.
