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Hitzewelle in Deutschland aktuell: 30-Grad-Marke geknackt – vor 9 Uhr

Die Hitzewelle hat Europa fest im Griff – und nimmt in Deutschland weiter Fahrt auf. Wird am Donnerstag die 40-Grad-Marke geknackt? Alle Entwicklungen im Newsblog. Hitze: Bahn-Tickets können kostenlos storniert werden Um Reisenden in der aktuellen Hitzewelle entgegenzukommen, führt die Deutsche Bahn erstmals eine sogenannte Hitze-Sonderkulanz ein, die laut Bahn vom 23. Juni bis 30. Juni gelten wird. Wer für diesen Zeitraum ein Ticket gekauft hat, wegen der außergewöhnlichen Wetterlage aber auf die Fahrt verzichten möchte, kann kostenfrei stornieren. Digitale Tickets lassen sich direkt über bahn.de stornieren. Wer ein Papierticket besitzt, kann sich dafür an eine DB-Verkaufsstelle wenden, heißt es in einer Pressemitteilung. Zwei Brüder sterben beim Baden in Kanal Nach dem Badeunfall im Rhein-Herne-Kanal in Gelsenkirchen ist auch der 19 Jahre alte Bruder eines bereits gestorbenen 14-Jährigen seinen Verletzungen erlegen. Das teilte die Polizei mit. Feuerwehrtaucher hatten die beiden Brüder am Sonntagabend aus dem Kanal geborgen. Sie waren bereits längere Zeit unter Wasser gewesen. Der 14-Jährige war Anfang der Woche gestorben, der 19-Jährige nun ebenfalls. Die Brüder stammten aus Gladbeck . Bereits am Samstag war an derselben Stelle ein 16-Jähriger ertrunken. "Kein noch so heißer Tag ist es wert, ihn gegen das Leben einzutauschen", warnte die Polizei. Der Heat Dome schiebt sich unaufhaltsam übers Land Der Heat Dome schiebt sich unaufhaltsam über Deutschland. Am Wochenende wird der vorläufige Hitze-Höhepunkt erreicht. Wetterkarten für jeden Tag zeigen die Eskalation. Wetterkarten zeigen dramatische Lage: Historische Hitzewelle legt sich über Deutschland Frankreich schaltet Atomreaktoren ab Wegen der massiven Hitzewelle in Frankreich sind inzwischen drei Atomreaktoren abgeschaltet. Betroffen sind die Atomkraftwerke Bugey nahe Lyon an der Rhône, Nogent-sur-Seine westlich von Paris und Golfech im Süden des Landes. Grund seien "Umweltbedingungen", teilte der Kraftwerkbetreiber EDF am Donnerstag mit. Konkret geht es darum, die Temperatur der durch die Hitzewelle bereits aufgewärmten Flüsse durch das Kühlwasser der Reaktoren nicht noch weiter zu erhöhen. Wegen der Hitzewelle drosselte EDF zudem die Produktion von zwei weiteren Reaktoren. Die 57 französischen Atomkraftwerke sind alle an Flüssen oder am Meer gebaut, um das Wasser zum Kühlen der Reaktoren zu nutzen. Totes Kleinkind in Auto bei Paris gefunden Ein dreijähriger Junge ist inmitten der Hitzewelle in Frankreich i einem Auto gestorben. Rettungskräfte versuchten am Mittwochabend vergebens, das Kind in Saint-Gratien in der Nähe von Paris wiederzubeleben. Zuvor hatten die Eltern bereits versucht, ihr Kind noch zu retten, wie die Staatsanwaltschaft Pontoise mitteilte. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittlungsbehörde hatte die Mutter mit dem jüngeren Geschwisterkind des Jungen eine Siesta eingelegt. Der Vater arbeitete demnach im Gartenschuppen und hatte den Dreijährigen gebeten, sich ebenfalls schlafen zu legen. Von den Eltern unbemerkt sei das Kind dann in das draußen am Hauseingang stehende Auto der Familie gestiegen. Die Türen seien offen gewesen, doch wegen der Kindersicherung habe der Kleine sich im Inneren eingesperrt. Historische Hitzewelle heizt Europa auf 45 Grad hoch – Heat Dome kennt kein Halten mehr Hitzewelle in Deutschland: Rekord laut DWD eingestellt Deutschland hat eine außergewöhnlich warme Nacht erlebt. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) wurde der bisherige Wärmerekord eingestellt: Im rheinland-pfälzischen Bad Bergzabern fiel die Temperatur nicht unter 26,2 Grad, wie die Meteorologen mitteilten. Dieser Wert wurde um 5.50 Uhr gemessen, danach stieg die Temperatur wieder. Bereits Ende Juli 2019 waren in Rheinland-Pfalz in einer Gemeinde 26,2 Grad gemessen worden. Deutscher Wetterdienst verkündet: Nächtlicher Hitze-Rekord in Deutschland eingestellt Badeseen rund um München heizen sich auf Die Hitze macht sich auch in den Badeseen rund um München bemerkbar. Besonders warm ist derzeit der Wörthsee: Am Donnerstagmorgen wurden dort nach Angaben des Gewässerkundlichen Dienstes Bayern bereits 27 Grad gemessen , am Mittwochabend zeitweise sogar knapp 29 Grad. 30-Grad-Marke geknackt – vor 9 Uhr In mehreren Bundesländern ist bereits vor 9 Uhr die 30-Grad-Grenze überschritten worden. Um 8.50 Uhr wurden in Weiskirchen an der Saar (Saarland) 30,8 Grad gemessen, in Frankfurt am Main (Hessen) 30,4 Grad und in Berlin-Tempelhof 30,1 Grad. Fast 30 Grad schon vor 8 Uhr Der Donnerstag wird heiß, darauf deuten schon die am Morgen gemessenen Temperaturen hin. Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zeigen: Um 7.50 Uhr wurden in Berlin-Marzahn bereits 29,1 Grad gemessen. In Berlin-Tempelhof waren es zur gleichen Zeit 28,2 Grad. Fast 30 Grad vor 8 Uhr: Diese Wetterstationen führen Deutschlands Hitze-Ranking an DWD warnt vor extremer Belastung Der Deutsche Wetterdienst hält am Donnerstag das Überschreiten der 40-Grad-Marke für möglich. Auch nachts kühlt es kaum ab. Warnungen vor extremer Hitzebelastung gelten im Westen der Republik – vom Kreis Hameln-Pyrmont in Niedersachsen bis nach Baden-Württemberg. Mittwoch, 24. Juni 2026 Hitzewelle in Westeuropa: Frankreich erlebt heißesten Tag Die aktuelle Hitzewelle hat Westeuropa fest im Griff hat. Frankreich hat laut Angaben des nationalen Wetterdienstes den heißesten Tag seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1947 verzeichnet und damit den am Dienstag aufgestellten Rekord gebrochen. Der nationale Temperaturindex – ein Durchschnitt aus Tages- und Nachttemperaturen an Dutzenden von Standorten – erreichte 30 Grad, nach 29,8 Grad am Vortag. Mehr als die Hälfte des Landes befindet sich weiterhin unter einer roten Hitzewarnung, wobei Zehntausende Haushalte im Westen ohne Strom sind. Die Temperatur in Paris und vielen anderen Gebieten stieg am Mittwoch auf über 40 °C. Dies geschieht vor dem Hintergrund einer sengenden Hitzewelle in Europa, die Todesfälle und Beeinträchtigungen verursacht, die insbesondere Frankreich, Spanien und Italien betreffen. Der Klimawandel treibt die Temperaturen weltweit in die Höhe – besonders jedoch in Europa. Europa ist der sich am schnellsten erwärmende Kontinent und heizt sich laut dem Copernicus-Klimadienst doppelt so schnell auf wie der globale Durchschnitt. Dies führt zu vermehrten Hitzewellen im Sommer, einem größeren Druck auf die Wasserversorgung in Europa und intensiveren Waldbränden. Die aktuelle Hitzewelle breitete sich am Mittwoch weitere Teile Westeuropas aus, wobei für Teile der Niederlande eine orangefarbene Warnung vor gefährlichem Wetter gilt. Hitzewelle in Europa: Überraschende Region in Spanien mit Rekord Spanien hat in dieser Woche die heißesten Juni-Tage seit mehr als 70 Jahren erlebt. Nach Angaben der nationalen Wetterbehörde Aemet lag die landesweite Durchschnittstemperatur am Montag bei 28,08 Grad, am Dienstag stieg sie auf 28,17 Grad. Damit wurde der bisherige Rekord von 28,01 Grad vom 30. Juni 2025 übertroffen. Die Messreihen reichen bis 1950 zurück. Spanien leidet seit Ende vergangener Woche unter einer Hitzewelle, die inzwischen weite Teile Europas erfasst hat. Am Donnerstag wurde für Regionen im äußersten Norden des Landes die höchste Warnstufe Rot ausgerufen. In der kleinen Ortschaft Tama wurden am Dienstag 43,7 Grad gemessen – so heiß war es in Kantabrien noch nie. Für den Großteil Spaniens galten die Warnstufen Orange und Gelb. Heißester Ort in Deutschland liegt im Norden Die Hitzewelle in Deutschland baut sich zunehmend im Bundesgebiet auf. Der aktuell heißeste Ort in Deutschland liegt derzeit im Norden des Saarlands. In Weiskirchen/Saar zeigte das Thermometer 37,5 Grad (Stand: 17 Uhr). Hitze in Deutschland: Hamburger Halbmarathon abgesagt Der für Sonntag vorgesehene Hamburger Halbmarathon fällt wegen der erwarteten Hitze aus. Das gaben die Organisatoren des Events, für das sich 24.000 Läuferinnen und Läufer angemeldet hatten, bekannt. "Es ist vermutlich die schwerste Entscheidung, die wir in der Geschichte dieser Veranstaltung treffen mussten", hieß es auf der Homepage. Zunächst hatte die "Zeit" über die Absage der Laufveranstaltung berichtet. Der Halbmarathon werde auf einen noch unbekannten Termin im Jahresverlauf verschoben. "Nach sorgfältiger Analyse der aktuellen Wetterlage sowie intensiven Gesprächen mit Expertinnen und Experten, den zuständigen Behörden und unseren Partnern sind wir zu dem Entschluss gekommen, den 32. hella hamburg halbmarathon leider nicht wie geplant am 28. Juni 2026 durchzuführen", teilte der Veranstalter BMS Die Laufgesellschaft mbH mit. Man könne trotz eines umfangreichen Konzepts "aktuell nicht mit Sicherheit ausschließen, dass es zu einer erhöhten Inanspruchnahme von Rettungs- und Einsatzdiensten kommen könnte, mit der Folge, die Grundversorgung der Bevölkerung zu belasten", hieß es weiter. Für das Wochenende werden in der Hansestadt Temperaturen bis 37 Grad Celsius erwartet. Großbritannien ächzt unter Hitzewelle in Europa Auch in Großbritannien hinterlässt die Hitzewelle, die ganz Europa erfasst hat, ihre Spuren. Die erste Rekordmarke ist heute offiziell gefallen. Der 24. Juni 2026 markiert den heißesten Junitag aller Zeiten im Vereinigten Königreich und bricht damit den Rekord aus dem Jahr 1976. Nach Angaben des Met Office, dem nationalen Wetter- und Klimadienstes, wurde zunächst in Wisley, Surrey, und in Gosport, Hampshire, eine Temperatur von 36 Grad gemessen. Wenig später übertrumpfte Gosport die Rekordmarke erneut, da das Thermometer auf 36, 1 Grad kletterte. In diesem Jahr jährt sich die Hitzewelle von 1976 zum halben Jahrhundert: ein Sommer, in dem die Menschen ihre Fenster mit Folie abdeckten, um die Sonne abzuhalten, und gezwungen waren, öffentliche Wasserhähne auf der Straße zu nutzen, da die Wasservorräte knapp wurden. Der absolute Höchstwert in Großbritannien liegt bei 40,3 °C und wurde im Juli 2022 gemessen. Hitzewelle in Deutschland: Weiterer Verband sagt Spiele ab Aufgrund der angekündigten Hitzewelle hat der Württembergische Fußballverband sämtliche Fußballspiele für das kommende Wochenende abgesagt. Betroffen seien verbandsweit alle Meisterschafts- und Freundschaftsspiele sämtlicher Spielklassen und Altersstufen, hieß es in einer Mitteilung. Auch Genehmigungen für private Turniere sowie die dafür vorgesehenen Schiedsrichter-Einteilungen würden widerrufen. Der Verband empfiehlt darüber hinaus, Veranstaltern nicht genehmigungspflichtiger Fußballveranstaltungen, Absagen zu prüfen. Hintergrund sind die vorhergesagten Temperaturen von rund 40 Grad und sehr hohe UV-Belastungen. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor starker Hitze und rät dazu, körperliche Belastungen während der Tagesstunden zu vermeiden. Die Hitze kennt jetzt kein Halten mehr Europa steht unter einer außergewöhnlichen Hitzeglocke. In mehreren Ländern steigen die Temperaturen auf Werte, die sonst erst deutlich später im Sommer erreicht werden. Frankreich, Spanien und Italien sind bislang von der Hitze besonders betroffen. Vor allem in Frankreich hat der Heat Dome mehrere Wärme-Rekorde geknackt. Gefangen unter Heat Dome: Historische Hitzewelle heizt Europa auf 45 Grad hoch Fußball-Verband sagt fast alle Spiele ab Für das kommende Wochenende werden Temperaturen um 40 Grad vorhergesagt. Der Berliner Fußball-Verband reagiert mit weitreichenden Spielabsagen: Alle Begegnungen im Kinderfußball werden abgesetzt, außerdem fallen alle Spiele im Freizeitbereich aus, die keine Relevanz für Auf- oder Abstiege haben. Spiele, bei denen es noch um Auf- oder Abstieg oder die Meisterschaft geht, werden auf Anstoßzeiten in den frühen Morgen- bzw. späten Abendstunden verlegt. Waldbrandgefahr: Warnkarte färbt sich rot Die Hitzewelle treibt die Waldbrandgefahr in Deutschland nach oben. Wie der Deutsche Wetterdienst meldet, ist am Sonntag in weiten Teilen Deutschlands mit einem Wert vier auf dem Waldbrandgefahrenindex zu rechnen. Besonders im Osten und im Süden Deutschlands prognostizieren die Experten eine hohe bis sehr hohe Waldbrandgefahr. NRW ändert Hitzefrei-Reglung Hitzefrei ist in Nordrhein-Westfalen ab sofort für alle Schüler möglich. Das teilte das Schulministerium des Landes mit. Für Schüler höherer Klassenstufen an Gymnasien, Gesamtschulen und Berufskollegs war dies bisher nicht erlaubt. Die Regelung solle zunächst bis zum Ende des Schuljahrs gelten. Wie die neue Regel genutzt wird, entscheidet jede Schule selbstständig, erklärt das Ministerium. Mehrere Events abgesagt In ganz Deutschland reagieren Veranstalter auf die angekündigten Hitzetage am Wochenende. Die Volkssolidarität der Region Rostock etwa hat ihr für den Samstag geplantes Fest zum 80-Jahr-Jubiläum abgesagt. Auch in Brandenburg und Thüringen wurden präventiv mehrere Open-Air-Events und Stadtfeste abgesagt – zum Beispiel in Wittstock/Dosse, Zella-Mehlis oder in Ostramondra. Um eine Möglichkeit zur Abkühlung zu liefern, haben mehrere Bäder in Brandenburg ihre Öffnungszeiten geändert und öffnen schon früher. Berühmtes Museum reagiert auf Hitzewelle Fast ganz Europa kämpft mit der extremen Hitze. Das hat auch Auswirkungen auf den Betrieb kultureller Einrichtungen. Die Museen in Basel öffnen für Menschen ab 65 Jahren kostenlos. Ganz anders reagiert der Louvre in Paris . Vier Grad über dem Schnitt: Deswegen ist diese Hitzewelle so extrem Das Klimaprojekt Climameter beschäftigt sich mit dem Einfluss des Klimawandels auf Wetterbedingungen in Europa – und hat die aktuelle Hitzewelle untersucht . Das Ergebnis fällt sehr eindeutig aus: "Die Analyse zeigt, dass die mit dem aktuellen Zirkulationsmuster verbundenen Temperaturen etwa 2 bis 4 Grad höher sind, als sie unter ähnlichen meteorologischen Bedingungen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gewesen wären." Nordwesten von Frankreich ohne Strom Zehntausende Haushalte im Nordwesten von Frankreich sind vom Strom abgeschnitten. Wie die bretonische Präfektur Finistère mit Sitz in Quimper mitteilte, sind 68.000 Haushalte von dem Ausfall betroffen. Zeitweise waren 120.000 Haushalte ohne Strom. Grund sei ein Vorfall vom Dienstag, der mit den hohen Temperaturen im Zusammenhang steht. Das Stromnetz könne frühestens am Abend wieder in Betrieb genommen werden. Minister meldet 40 Badetote: Hitzewelle trifft Frankreich – auch Fußballer stirbt Wasser in NRW wird rationiert Mehrere Kommunen in Nordrhein-Westfalen haben neue Regeln zur Nutzung von Trinkwasser erlassen. Wer in Hille, Hüllhorst, Bad Oeynhausen und Löhne lebt, darf seit Mittwoch vorerst kein Trinkwasser für den Garten, die Einfahrt oder den Pool nutzen. Der zuständige Wasserbeschaffungsverband erklärte laut "Westfälischem Anzeiger" (WA), dass ein freiwilliger Sparappell nicht funktioniert habe. Verstöße sollen durch das Ordnungsamt geahndet werden. Es sind Bußgeldstrafen von bis zu 1.000 Euro möglich. Wie lange die Regel gelten soll, ist laut "WA" noch offen. Hitze in Deutschland: DWD weitet Warnungen aus Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat die Hitzewarnungen für Deutschland ausgeweitet. Bereits seit Dienstag gelten für weite Teile des Landes amtliche Warnungen vor Hitze und extremer Hitze – für den Donnerstag rechnen die Meteorologen damit, dass sich die Wärmebelastung noch einmal ausbreitet. Lediglich für das Gebiet an der Ostseeküste warnt der DWD nicht.