Wladimir Putin: Superyacht des Kreml-Autokraten gesichtet
Russlands Autokrat mag es wohl luxuriös. Mehrere Superyachten werden ihm zugeschrieben; eine davon tauchte nun nach langer Zeit wieder auf. Der russische Machthaber Wladimir Putin wird schon lange mit ausschweifendem Luxus in Verbindung gebracht. Spätestens seit Kremlkritiker Alexei Nawalny mit zahlreichen Enthüllungsvideos die prunkvollen Privatresidenzen des Kremlchefs aufgedeckt hat, weiß das nicht nur Russland , sondern auch der Rest der Welt. Zu den teuren Spielzeugen, die sich der 73-Jährige offenbar gönnt, zählt auch eine Superyacht. Die wurde jedoch seit dem 30. August 2022 – dem Jahr, in dem Russland völkerrechtswidrig in der Ukraine einmarschierte – nicht mehr gesehen. Damals wurde der Transponder, der den Standort des Schiffes anzeigt, offenbar abgeschaltet. Putin unter Druck: "Die Ukraine hat eine Formel gefunden" Explosion im Morgengrauen: Ein halbes Kilo Sprengstoff zerreißt Auto von Putins General Halbinsel fast ohne Versorgung: Die Krim wird zur Falle Nun tauchte die "Graceful" erstmals seit rund vier Jahren wieder auf, wie der Dänische Rundfunk DR berichtet. Ein Rechercheteam des Senders konnte das Schiff im Kattegat ausfindig machen, einem Übergangsgebiet zwischen Nord- und Ostsee . Dort soll die "Graceful" am Sonntag zwischen der dänischen Halbinsel Jütland und der schwedischen Westküste gekreuzt sein. Begleitet wurde sie offenbar von einem russischen Zerstörer und einem russischen Patrouillenboot, wie das Team Verifier des DR unter Berufung auf die dänische Küstenwache berichtet. Internationale Sanktionen gegen Putins mutmaßliche Yachten Laut marinetraffic.com befindet sich das Schiff im Skagerrak, einer Meerenge, die das Kattegat mit der offenen Nordsee verbindet. Demnach soll das Ziel der "Graceful" wohl der Hafen von Istanbul in der Türkei sein. Bestätigt ist das nicht. Das Schiff ist 82 Meter lang und 20 Meter breit. Laut dem Wirtschaftsmagazin "Forbes" soll die Yacht mehr als 100 Millionen Euro wert sein. Laut "Business Insider" wurde die Yacht kurz vor dem Einmarsch der russischen Armee in die Ukraine am 24. Februar 2022 aus Deutschland in russische Gewässer gebracht. Das Schiff sei in einer Blitzaktion aus der deutschen Werft Blohm+Voss in Hamburg geholt worden, um es einer möglichen Beschlagnahmung zu entziehen. Obwohl die in der Werft geplanten Instandsetzungsmaßnahmen noch nicht abgeschlossen waren, beeilte sich die Crew offenbar, die "Graceful" in russisches Hoheitsgebiet zu bringen. Die Yacht ist von internationalen Sanktionen betroffen. Die "Graceful" ist nicht die einzige Luxusyacht, die Putin zugeschrieben wird. Auch die "Scheherazade", die "Olympia" und die "Nega" soll der russische Machthaber nutzen. Eine direkte Eigentümerschaft konnte allerdings nie nachgewiesen werden; die kostspieligen Wasserfahrzeuge sollen sich im Besitz von Tarnfirmen und Strohleuten befinden.
