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Luise-Kiesselbach-Tunnel in München gesperrt – CSU schießt gegen Planung

Wegen Sanierungsarbeiten wird der Luise-Kiesselbach-Tunnel wochenlang gesperrt. In der Folge kommt es zum Verkehrschaos. Die CSU spricht von fehlerhafter Planung. Die Stadtratsfraktion der CSU hat die Koordination der Sperrung des Luise-Kiesselbach-Tunnels scharf kritisiert. Veronika Mirlach, die verkehrspolitische Sprecherin der Partei, erklärte am Mittwoch in der Vollversammlung des Stadtrats: "Uns geht es nicht darum, dass der Tunnel saniert werden muss – das ist völlig klar, es geht um die Verkehrssicherheit. Aber die Sperrung zum jetzigen Zeitpunkt ist eine Vollkatastrophe." Seit Mittwoch (1. Juli) ist der Luise-Kiesselbach-Tunnel auf dem Mittleren Ring stadteinwärts vollständig für den Verkehr gesperrt. Der Grund sind notwendige Sanierungsarbeiten infolge eines Lkw-Brandes vor zwei Jahren. Die Arbeiten sollen bis zum 2. August andauern. Unter anderem werden die Tunneldecke instand gesetzt und Sicherheitssysteme wie Lüftung, Brandmeldung und Beleuchtung vollständig erneuert. Kein Durchkommen auf der Ausweichstrecke Für die Umleitung während der Sperrung wurde die Tunneloberfläche – insbesondere die Garmischer Straße – beschildert und Ampelschaltungen entsprechend angepasst. Zusätzlich seien mehrere Ausweichstrecken "verkehrlich optimiert" worden, hatte die Stadt im Vorfeld erklärt. Doch das alles half nichts: Am Mittwoch kam es zum großen Chaos. Eine Zeugin vor Ort sprach ebenfalls von einer "Katastrophe". Der Münchner Lokalredaktion von t-online sagte sie: "Es gibt kein Durchkommen." Auf der Garmischer Straße ging zeitweise nichts mehr voran, Busse der Münchner Verkehrsgesellschaft ließen Fahrgäste teilweise mitten auf der Straße heraus, da diese zu Fuß schneller weiterkamen. Am Ende der A95 stand der Verkehr nahezu komplett still. 60.000 bis 70.000 Autos pro Tag im Luise-Kiesselbach-Tunnel CSU-Sprecherin Mirlach bilanzierte: "Die Alternativrouten funktionieren nicht, der Münchner Süden und Südwesten ist komplett lahmgelegt." Kein Wunder, angesichts von 60.000 bis 70.000 Autofahrern, die normalerweise täglich durch den Luise-Kiesselbach-Tunnel fahren und nun umgeleitet werden. Laut Mirlach sei es aufgrund der Vielzahl von Baustellen im gesamten Münchner Stadtgebiet gar nicht möglich, funktionierende Ausweichstrecken zu finden. "Wer Auto fährt, steht überall im Stau." Und wer auf den Bus umsteige, lande ebenfalls im Chaos. "Wer eine Hauptverkehrsader sperrt, darf die Ausweichrouten nicht gleichzeitig lahmlegen. Das ist keine Frage der politischen Weltanschauung. Das ist schlicht eine Frage vernünftiger Verkehrsplanung", stellte sie klar. Sanierung zu späterem Zeitpunkt war nicht möglich Daher wollte die CSU am Mittwoch in der Vollversammlung des Stadtrats auch wissen, warum man genau jetzt auch noch den Luise-Kiesselbach-Tunnel sperrt. Mobilitätsreferent Georg Dunkel (parteilos) erklärte laut der "Abendzeitung", dass der Zeitpunkt bewusst gewählt worden sei. So sei eine Sanierung im Sommer 2025 nicht möglich gewesen, da damals die Baustelle in der nahegelegenen Fürstenrieder Straße noch größer gewesen sei. Eine spätere Sanierung, etwa im August während der Sommerferien in Bayern, sei ebenfalls keine Option gewesen. Denn dann saniert die Bahn die Gleise zwischen Starnberg und München und setzt für die Züge der S6 und der Werdenfelsbahn einen Schienenersatzverkehr ein, wodurch es zu mehr Verkehr auf den Straßen komme. Und während des Oktoberfests (19. September bis 4. Oktober) habe man eine solche Baustelle auch nicht durchführen wollen.