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Hamburgs südlichster Punkt ist immer noch ein Geheimtipp: Bunthäuser Spitze

Hamburg hat ein gut gehütetes Geheimnis: die Bunthäuser Spitze in Wilhelmsburg. Selbst viele Hamburger wissen nichts von diesem Ort an der Elbe. Wo sich Norder- und Süderelbe trennen, liegt einer der markantesten Orte Hamburgs: die Bunthäuser Spitze. Trotzdem kennen selbst viele Hamburgerinnen und Hamburger das Ausflugsziel im Süden des Stadtteils Wilhelmsburg nicht. Hier entsteht das Binnendelta der Elbe, das die Hamburger Elbinseln umschließt. Über viele Jahrzehnte war der Ort zudem ein wichtiger Orientierungspunkt für die Schifffahrt. Ein Wahrzeichen der Bunthäuser Spitze ist das Leuchtfeuer Bunthaus. Der nur knapp sieben Meter hohe Holzturm wurde 1914 errichtet und wies Schiffen auf dem Weg in den Hamburger Hafen den richtigen Kurs. Weil sich Norder- und Süderelbe genau hier trennen, kam dem Leuchtfeuer eine wichtige Rolle zu. Der Turm stand erhöht auf einem Sockel, sodass sein Licht rund 15 Meter über dem mittleren Wasserstand lag. Heute zählt er zu den kleinsten und ältesten erhaltenen Leuchttürmen Deutschlands und erinnert an die Zeit, als Leuchtfeuer die Orientierung auf der Elbe übernahmen. Denkmalschutz seit 2005 1977 wurde das Leuchtfeuer außer Betrieb genommen, nachdem Tonnen, Baken und elektronische Navigationshilfen seine Aufgabe übernommen hatten. Zum 800. Hafengeburtstag im Jahr 1989 wurde der Turm restauriert. Seit 2005 steht er unter Denkmalschutz, ein Förderverein kümmert sich um seinen Erhalt. Am einfachsten ist die Bunthäuser Spitze mit dem Fahrrad oder dem Auto zu erreichen. Von den Landungsbrücken oder der Hamburger Innenstadt führt eine rund 15 Kilometer lange, überwiegend flache Strecke durch Wilhelmsburg bis an die Elbe. Auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Ausflugsziel gut erreichbar. Von der Bushaltestelle "Freiluftschule Moorwerder" sind es noch etwa zehn Minuten zu Fuß. Außerdem führt der Wanderweg Wilhelmsburg an der Bunthäuser Spitze vorbei. Beliebter Fotospot am frühen Morgen und am Abend Rund um die Bunthäuser Spitze führen Wege entlang der Elbe und durch die Tideauen. Von der Landzunge fällt der Blick auf Norder- und Süderelbe sowie auf die vorbeiziehenden Schiffe. Im historischen Stackmeisterhaus erklärt das Elbe-Tideauenzentrum, warum die Süßwassertideauen entlang der Elbe zu den wertvollsten Lebensräumen der Region zählen. An der Bunthäuser Spitze befinden sich zudem das Restaurant"Der Stackmeister". Die Bunthäuser Brauerei musste 2025 schließen. Morgens und in den Abendstunden sorgen die Lichtverhältnisse häufig für gute Bedingungen zum Fotografieren. Dann reicht der Blick weit über die Elbe. Gut zu wissen: Die Bunthäuser Spitze liegt in einer geschützten Fluss- und Auenlandschaft. Besucher sollten deshalb auf den ausgewiesenen Wegen bleiben, ihren Müll wieder mitnehmen und die Tier- und Pflanzenwelt respektieren. An Wochenenden kann es zeitweise voller werden, dennoch geht es hier meist ruhiger zu als an vielen anderen Ausflugszielen entlang der Elbe.