Sparen fürs Kind
Führerschein, Auslandsaufenthalt, Studium, erste Wohnung: Viele wichtige Schritte ins Erwachsenenleben sind mit erheblichen Kosten verbunden. Für Eltern kommt das oft schneller, als sie denken. Wer früh beginnt, für sein Kind Geld zurückzulegen, kann später finanziellen Spielraum schaffen — auch mit vergleichsweise kleinen Beträgen. Beim langfristigen Sparen zählt nicht nur, wie viel monatlich zurückgelegt wird. Entscheidend ist auch, wie lange das Geld arbeiten kann. Je früher Eltern, Großeltern oder Paten mit dem Vermögensaufbau beginnen, desto stärker kann der Faktor Zeit wirken. Welche Kosten später auf Familien zukommen können Viele Ausgaben entstehen nicht auf einmal, sondern Schritt für Schritt. Erst geht es vielleicht um den Führerschein, später um ein erstes Auto, eine Ausbildung in einer anderen Stadt, ein Auslandsjahr oder den Studienbeginn. Auch der Auszug aus dem Elternhaus ist für viele junge Menschen ohne finanzielle Unterstützung schwer zu stemmen. [Grafik: Was Kinderwünsche kosten können (Führerschein, Auto, verschiedene Ausbildungsschritte etc. und was sie kosten)] Ein Führerschein kostet heute schnell mindestens 2.500 Euro. Ein Auslandsjahr kann je nach Land, Programm und Dauer deutlich teurer werden und sogar fünfstellige Beträge erreichen. Auch ein Studium ist für viele Familien eine große finanzielle Aufgabe: Über mehrere Jahre können sich Kosten von rund 55.000 Euro summieren, vor allem wenn Miete, Lebenshaltung, Semesterbeiträge und Fahrten nach Hause dazukommen. Nicht jedes Kind entscheidet sich für ein Studium. Auch eine Ausbildung in einer anderen Stadt, besondere berufliche Qualifikationen, der Start in die Selbstständigkeit oder später der erste Schritt in Richtung Wohneigentum können mit Kosten verbunden sein. Finanzielle Rücklagen können deshalb helfen, Entscheidungen nicht allein vom Geld abhängig zu machen. Eltern prägen den Umgang mit Geld Beim Sparen fürs Kind geht es nicht nur um Vermögensaufbau. Eltern vermitteln auch, wie mit Geld umgegangen wird. Eine Studie der Philipps-Universität Marburg im Auftrag von Union Investment zeigt: Für junge Menschen sind die Eltern die wichtigste Anlaufstelle bei Geldfragen. Kinder bekommen zu Hause mit, ob über Geld offen gesprochen wird, ob Sparen eher als Belastung empfunden oder ob Vorsorge als Möglichkeit gesehen wird, später unabhängiger entscheiden zu können. Ein Sparplan fürs Kind kann deshalb mehr sein als eine finanzielle Entscheidung. Er zeigt: Zukunft lässt sich nicht vollständig planen, aber man kann früh damit beginnen, Möglichkeiten vorzubereiten. Warum Zeit beim Sparen so wichtig ist Viele Familien schieben das Sparen auf, weil im Alltag wenig übrig bleibt. Doch gerade beim langfristigen Vermögensaufbau kann es sinnvoll sein, auch mit kleinen Beträgen zu starten. Denn neben der Sparrate ist vor allem die Laufzeit entscheidend. Ein Beispiel: Wenn Eltern ab Geburt ihres Kindes monatlich 50 Euro in einen breit gestreuten Investmentfonds investieren, können bei einer angenommenen durchschnittlichen Rendite von 5 Prozent nach 18 Jahren rund 18.000 Euro entstehen. Selbst eingezahlt wurden davon 10.800 Euro. Der Rest ergibt sich aus der möglichen Wertentwicklung und dem Zinseszinseffekt. "Der entscheidende Faktor ist nicht primär die Höhe der Sparbeträge, sondern die Zeit", erklärt Kerstin Knoefel. "Startkapital entwickelt sich in vielen Fällen aus kleinen, regelmäßigen Beiträgen — vorausgesetzt, man beginnt früh." Wichtig ist dabei, dass Renditen nicht garantiert sind. Investmentfonds unterliegen Wertschwankungen. Ein langer Anlagehorizont kann helfen, Schwankungen besser auszugleichen. Wie Eltern konkret starten können Eine Möglichkeit, langfristig für ein Kind zu sparen, ist ein Juniordepot, wie es beispielsweise Union Investment anbietet. Dabei wird ein Depot auf den Namen des Kindes eröffnet. Eltern können dann regelmäßig in Investmentfonds sparen — etwa mit 25, 50 oder 100 Euro im Monat, je nachdem, was zur eigenen finanziellen Situation passt. Auch Großeltern, Paten oder Freunde können sich beteiligen. Geldgeschenke zum Geburtstag, zur Taufe, zu Weihnachten oder zu anderen Anlässen können so gezielt in den Vermögensaufbau fließen. Statt vieler einzelner Sachgeschenke entsteht über die Jahre ein finanzielles Polster für den Start ins Erwachsenenleben. Welche Rolle spielt die FrühstartRente? Auch die Politik setzt inzwischen stärker auf frühen Vermögensaufbau. Die geplante FrühstartRente soll Kinder ab 6 Jahren mit einem staatlichen Beitrag beim Aufbau einer Altersvorsorge unterstützen. Die Grundidee ist ähnlich: Wer früh beginnt, kann über viele Jahre vom Faktor Zeit profitieren. Für Familien kann das ein zusätzliches Signal sein. Eigenes Sparen ersetzt es aber nicht unbedingt. Denn viele größere Ausgaben entstehen lange vor dem Rentenalter. Der Blick auf später zeigt dennoch, warum frühe Vorsorge wichtig sein kann. Der Vorsorgekompass von Union Investment macht deutlich, dass die gesetzliche Rente im Ruhestand häufig nur einen Teil der tatsächlichen Ausgaben abdeckt. Wer früh Vermögen aufbaut, denkt deshalb nicht nur an Ausbildung oder Berufseinstieg, sondern möglicherweise auch an zusätzliche finanzielle Sicherheit im späteren Leben. "Wenn Eltern heute für ihre Kinder Vermögen aufbauen, finanzieren sie nicht nur Ausbildung oder Studienbeginn. Sie legen womöglich auch die Grundlage dafür, dass diese später einen Ruhestand verbringen können, der zu ihnen passt", sagt Kerstin Knoefel. Kleine Beträge können langfristig helfen Für viele Familien ist es unrealistisch, größere Summen auf einmal zurückzulegen. Ein regelmäßiger Sparbetrag kann deshalb praktikabler sein. Er muss nicht jedes Mal neu entschieden und kann an die jeweilige Lebenssituation angepasst werden. Aus kleinen monatlichen Beträgen entsteht nicht über Nacht ein Vermögen. Über viele Jahre kann daraus aber ein finanzielles Polster werden — für den Führerschein, die erste Wohnung, ein Auslandssemester, den Berufseinstieg oder andere Pläne, die heute noch nicht absehbar sind. Am Ende geht es nicht darum, Kindern jeden Wunsch zu finanzieren. Es geht darum, ihnen später mehr Möglichkeiten zu eröffnen und dafür möglichst früh die Grundlage zu legen. Die Inhalte auf dieser Seite wurden von der Ströer Content Group Sales GmbH in Zusammenarbeit mit Union Investment Service Bank AG, Weißfrauenstr. 7, 60311 Frankfurt am Main, erstellt.
