Fehlermeldung

Deprecated function: Array and string offset access syntax with curly braces is deprecated in include_once() (line 20 of /mnt/web715/a0/94/5496894/htdocs/automotivemedia-cms/includes/file.phar.inc).

Nach 24 Jahren: Diesem VW-Klassiker droht das Aus

Volkswagen will eisern sparen: Bis zu 100.000 Arbeitsplätze stehen zur Disposition, vier deutsche Werke wackeln, etablierte Baureihen werden gestrichen. Aus dem Aufsichtsrat kommt außerdem ein ungewöhnlicher Rettungsvorschlag. Bei Volkswagen droht ein historischer Einschnitt. Der Konzern prüft die Schließung von mindestens vier deutschen Werken und verkleinert das eigene Modellprogramm. Betroffen sind die VW-Standorte Hannover , Emden und Zwickau sowie das Audi-Werk Neckarsulm. Weltweit steht fast jeder sechste der 657.000 Arbeitsplätze auf der Kippe. Beschlossen sind die Schließungen bislang jedoch nicht. Statistik enthüllt: Große Überraschung auf Deutschlands Automarkt Einige der bedrohten Werke bauen vor allem Elektroautos. In Hannover laufen der Multivan und der ID. Buzz vom Band, in Emden der ID.4 und der ID.7 und in Zwickau unter anderem der ID.3. In Neckarsulm fertigt die Tochter Audi die Modelle A5, A6 und letzte Exemplare des A8. China-Montage gegen Werksschließungen? Gegen die Sparpläne wehren sich Belegschaft, Gewerkschaften und Politik. Niedersachsens stellvertretende Ministerpräsidentin Julia Willie Hamburg , die für das Land im VW-Aufsichtsrat sitzt, warnte: "Einfach nur Werke zu schließen, wäre viel zu kurz gesprungen. Werksschließungen sind keine Zukunftsstrategie." Niemand will noch diese Autos: Das leise Sterben eines Statussymbols Für den Standort Zwickau sucht der Konzern bereits nach Alternativen. So könnte das Werk zu einem Recycling-Zentrum werden, in dem Arbeiter ausgediente Elektroautos zerlegen. Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies, ebenfalls Mitglied des VW-Aufsichtsrats, erwägt unterdessen einen politisch brisanten Schritt: Er will chinesische Elektroautos in Deutschland produzieren lassen. Bei dieser sogenannten CKD-Fertigung liefert China vorgefertigte Baugruppen, die deutsche Arbeiter vor Ort nur noch endmontieren. Bislang nutzen Autokonzerne dieses Verfahren vor allem in Entwicklungsländern. Dass ein VW-Aufsichtsrat eine solche Lösung für deutsche Traditionsstandorte ins Spiel bringt, zeigt die außergewöhnliche Lage des Konzerns. Der Vorteil für den chinesischen Hersteller: Er kann teure EU-Strafzölle umgehen, indem er die Endmontage in Deutschland durchführt. Dazu müssen jedoch mindestens 40 Prozent der Wertschöpfung in Europa erfolgen, um insbesondere die Zollvorschriften für Batterien zu erfüllen. Welche Modelle auf der Streichliste stehen Parallel zu den Fabriken lichtet VW das Angebot an Fahrzeugen. Fünf Modelle stehen vor dem Aus oder wackeln bedenklich: Touran: Der Kompaktvan ist bereits Geschichte, das letzte Exemplar lief im April vom Band. Touareg: Für das Oberklasse-SUV ist kein Nachfolger in Sicht. Insider halten eine neue Generation mit Verbrennungsmotor für ausgeschlossen. T-Roc Cabriolet: Die offene Version wird bald eingestellt, das normale SUV läuft vorerst weiter. ID.5: Das elektrische Coupé-SUV gilt als gefährdet, da das Segment zu klein ist und ein elektrischer Tiguan die Lücke füllen soll. Taigo: Weil der kleine Crossover nur mit Verbrennungsmotor erhältlich ist und eine Elektrovariante fehlt, dürfte seine Karriere laut "Auto, Motor und Sport" sehr kurz sein. Zwei Klassiker bleiben dagegen im Programm. Beim Golf Variant dementiert VW die Berichte über ein baldiges Ende. Der Kombi wird allerdings künftig in Mexiko gebaut. In Deutschland soll ab 2029 der elektrische Golf 9 erscheinen, während der aktuelle Golf 8 als Verbrenner parallel weiterläuft. Auch der klassische Polo bleibt den Autofahrern noch lange als Verbrenner erhalten.