BMW-Absatz sinkt um 4,9 Prozent: Autohersteller verkauft weniger Fahrzeuge
Vor allem China und der asiatische Markt drücken die Zahlen. In Europa und den USA läuft es besser. Im Vergleich zur deutschen Konkurrenz schneiden die Münchner etwas besser ab. Stark sinkende Verkaufszahlen in China drücken BMWs Absatzzahlen im zweiten Quartal ins Minus. In den vergangenen drei Monaten lieferte der Münchner Konzern 590.962 Autos aus. Das waren 4,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie BMW weiter mitteilt. Vor einem Jahr hatte BMW für das zweite Quartal noch einen minimal steigenden Absatz vermeldet. Vor allem in China lief es sehr schlecht – mit dem dortigen Markt hatte BMW jüngst auch seine deutliche Gewinnwarnung begründet. Der Absatz sackte um 30 Prozent auf 117.815 Autos ab. Auch der Rest Asiens lief eher schlecht. Das konnten auch Zuwächse um 5,4 Prozent auf 260.173 Autos in Europa und um 9,5 Prozent auf 134.405 Autos in den USA nicht ausgleichen. Hintergrund ist die Schwäche des gesamten chinesischen Marktes. Im Mai wurden dort nach Angaben des Branchenverbands CPCA rund 1,5 Millionen Autos verkauft, 22 Prozent weniger als ein Jahr zuvor; die Verkäufe von Verbrennern brachen um 39 Prozent ein. Als Gründe gelten geringere staatliche Kaufanreize, hohe Kraftstoffpreise und eine schwache Kaufkraft, die auch mit der Immobilienkrise zusammenhängt. Absatz sinkt: Mercedes-Verkäufe brechen in China um 30 Prozent ein Volkswagen spart: Das schmerzhafte Ende einer deutschen Gewissheit Bei den Konzernmarken zeigte sich vor allem Mini stark. Hier gab es ein Plus von 17 Prozent auf 81.035 Autos. Die Kernmarke schwächelte dagegen mit einem Minus von 7,7 Prozent auf 508.675 Autos. Im Vergleich zu seinen beiden großen deutschen Konkurrenten Mercedes und Audi liegt BMW mit den aktuellen Zahlen etwas besser. Mercedes hatte am Mittwoch für das zweite Quartal einen Rückgang um 6 Prozent auf 511.900 Autos gemeldet, Audi einen Rückgang um gut 8 Prozent auf 367.139. "Trotz weltweiter Herausforderungen konnten wir in den USA und Europa unseren Absatz steigern", sagt Vertriebsvorstand Jochen Goller. Für die neue iX3 Klasse sei man auf Kurs für 100.000 Auftragseingänge.
