Fehlermeldung

Deprecated function: Array and string offset access syntax with curly braces is deprecated in include_once() (line 20 of /mnt/web715/a0/94/5496894/htdocs/automotivemedia-cms/includes/file.phar.inc).

Mercedes im Dauertest, beim TÜV und beim ADAC: So haltbar sind die Autos

Hält ein Mercedes wirklich länger als andere Autos? Auswertungen von Dauertests und Pannenstatistiken zeichnen ein recht klares Bild – mit gewissen Ausnahmen. Ein Mercedes steht dem Mythos nach für Haltbarkeit. Dieser Ruf begleitet die Marke seit Jahrzehnten und rechtfertigte für viele Käufer lange den höheren Preis. Doch wie viel davon ist nur gute PR – und wie viel lässt sich mit aktuellen Daten tatsächlich belegen? Dauertests, die Ergebnisse von Hauptuntersuchungen und die Pannenstatistiken des ADAC zeigen, wie sich die Autos der Stuttgarter im Alltag wirklich bewähren – und ob sie halten, was der Ruf der Marke verspricht. Klar muss aber auch sein: Die Daten erlauben nur einen Blick zurück auf Autos, die einige Jahre alt sind. Wie gut die aktuellen Modelle sind, wird die Zeit erst zeigen. Dauertests offenbaren Qualitäten Wie robust Mercedes seine Autos baut, zeigt zunächst ein Blick auf die Dauertests von "Auto Bild". Seit 2014 hat das Magazin sechs Modelle der Marke über jeweils mindestens 100.000 Kilometer begleitet und anschließend komplett zerlegt. Das Ergebnis fällt eindeutig aus: Keines der getesteten Fahrzeuge fiel mit gravierenden Mängeln auf. Eine A-Klasse der dritten Generation (gebaut bis 2018) trat 2013 gemeinsam mit einem VW Golf 7 zu einem Dauertest ohne festgelegtes Kilometerziel an. Während der Golf nach knapp 290.000 Kilometern wegen eines Motorschadens ausschied, fährt die A-Klasse bis heute weiter. Inzwischen hat sie fast eine halbe Million Kilometer zurückgelegt – ohne außerplanmäßige Reparaturen. Auch die übrigen Mercedes schnitten bei den Alltagstests des Magazins überzeugend ab. Die aktuelle A-Klasse erhielt die Bestnote 1, nachdem sie die 100.000 Kilometer ohne Panne absolviert hatte. Weder bei der Demontage noch im Innenraum zeigten sich nennenswerte Schwächen. Die C-Klasse (Modellreihe bis 2023) überzeugte ebenfalls mit langlebiger Technik und einem Innenraum, der selbst nach dem Dauereinsatz kaum Verschleiß erkennen ließ. Lediglich ein defekter Sensor des Spurhalteassistenten kostete am Ende einige Punkte. Nicht ganz makellos verliefen die Tests der E-Klasse (5. Generation) und der V-Klasse (3. Generation). Bei der E-Klasse führten eine defekte GPS-Antenne und später Probleme mit der Klimaanlage zu Punktabzug, die V-Klasse musste sich Klappergeräusche und ihre wenig alltagstauglichen, schweren Sitze ankreiden lassen. Die schlechteste Bewertung erhielt die B-Klasse mit einer 2–. Allerdings nicht wegen technischer Ausfälle: Sie brachte die 100.000 Kilometer ebenfalls ohne Panne hinter sich. Die Tester bemängelten vielmehr, dass Fahrkomfort und Preis ihrer Ansicht nach nicht zusammenpassten. TÜV-Report: Mercedes auf den vorderen Plätzen Dauertests zeigen allerdings immer nur, wie sich einzelne Fahrzeuge schlagen. Wesentlich breiter ist die Datengrundlage des TÜV-Reports. Dafür werden jedes Jahr die Ergebnisse von Millionen Hauptuntersuchungen ausgewertet. Der Gesamtsieger kommt allerdings nicht aus Stuttgart . Den ersten Platz belegt der Mazda 2. Dahinter folgt bereits die Mercedes B-Klasse, die sich den zweiten Rang mit dem VW T-Roc teilt. Auch die Mercedes C-Klasse führt ihre Fahrzeugklasse an. Während viele Modelle mit zunehmendem Alter deutlich häufiger Mängel zeigen, behaupten sich mehrere Mercedes-Baureihen auch nach zehn oder elf Jahren in der Spitzengruppe. A- und B-Klasse sowie die SUV-Baureihen ML und GLE schneiden trotz Laufleistungen von teils rund 170.000 Kilometern überdurchschnittlich gut ab. Allerdings ist Mercedes längst nicht mehr allein an der Spitze. Auch Mazda, Toyota, BMW und Volkswagen platzieren regelmäßig Modelle auf den vorderen Rängen. Wer heute ein besonders zuverlässiges Auto sucht, hat deutlich mehr Auswahl als noch vor einigen Jahrzehnten. ADAC attestiert hohe Zuverlässigkeit Ein ähnliches Bild zeichnet die aktuelle Pannenstatistik des ADAC. Anders als der TÜV wertet der Automobilclub keine Hauptuntersuchungen aus, sondern die Einsätze seiner Pannenhelfer. Dadurch lässt sich erkennen, welche Modelle im Alltag besonders häufig liegen bleiben. Mercedes ist dabei gleich mehrfach unter den pannenfreien Fahrzeugen vertreten. A- und B-Klasse gehören ebenso zu den besten Fahrzeugen ihrer Klasse wie das Elektro-SUV EQA, der GLB und der GLE. Hinzu kommt der Sprinter, der bei den Transportern die Spitzenposition einnimmt. Gleichzeitig zeigt auch diese Statistik: Zuverlässigkeit ist längst keine Domäne einer einzelnen Marke mehr. Neben Mercedes schneiden unter anderem zahlreiche Modelle von Audi , BMW, Mazda, Skoda und Volkswagen besonders gut ab. Der Qualitätsanspruch, mit dem Mercedes seit Jahrzehnten wirbt, lässt sich also durchaus mit Zahlen untermauern. Die unabhängigen Auswertungen zeigen, dass die Fahrzeuge der Marke auch heute zu den zuverlässigsten auf dem Markt gehören. Der Vorsprung gegenüber der Konkurrenz ist allerdings kleiner geworden. Wer sich für einen Mercedes entscheidet, kauft deshalb nicht automatisch das beste Auto seiner Klasse – aber nach wie vor eines, das gute Chancen hat, auch nach vielen Jahren und vielen Kilometern noch zuverlässig seinen Dienst zu tun.