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ICE-Agent erschießt Kolumbianer in Maine: Schütze hatte wohl Gewaltproblem

Nach der Tötung eines Kolumbianers kommt heraus, dass der verantwortliche ICE-Beamte offenbar große psychische Probleme hatte und schnell gewalttätig wurde. Der ICE-Beamte, der in dieser Woche einen Kolumbianer in Maine erschossen hat, ist in der Vergangenheit offenbar durch gewalttätiges Verhalten und psychische Probleme aufgefallen. Nach dem Vorfall sieht er offenbar keine Schuld bei sich, berichtet die Nachrichtenagentur AP. David B. hatte am Montag den 25-jährigen Kolumbianer Johan Sebastián Durán Guerrero in dessen Auto erschossen. Das zuständige US-Heimatschutzministerium gab an, Durán Guerrero habe versucht, "vom Tatort zu fliehen, und ein Beamter hat aus Angst um die öffentliche Sicherheit seine Waffe abgefeuert". Dabei war der Erschossene nach aktuellen Erkenntnissen offenbar gar nicht die Person, die eigentlich gesucht wurde. Sie suchten einen anderen: ICE-Agenten erschießen Vater – vor den Augen seiner Tochter Zweites ICE-Opfer binnen einer Woche: Schüsse fallen – dann ist ein weiterer Einwanderer tot Die Berichte von Familienmitgliedern zeigen, dass B. offenbar ungeeignet für den Dienst war. Seine Ex-Frau Ashley berichtet der AP etwa, sie habe sich 2009 von ihm scheiden lassen, nachdem er ihr gegenüber in ihrer Schwangerschaft und der Zeit danach gewalttätig geworden war. So soll er ihr kochendes Wasser ins Gesicht geschüttet haben, als sie die gemeinsame Tochter im Arm hielt. Auch ihre Mutter bestätigt den Vorfall. Nach der Trennung seien die Misshandlungen weitergegangen. Familie berichtet über Gewalt Auch seine zweite Ex-Frau hat er offenbar wiederholt körperlich angegriffen. AP berichtet von Hunderten Familiengerichtsakten, die detaillierte Angaben zu jahrelanger körperlicher und verbaler Misshandlung offenlegen. Er habe sie gestalkt und belästigt sowie seine Tochter körperlich und verbal misshandelt. So soll er seine Tochter weinend durchs Haus geschleift haben. Seine älteste Tochter Madison sagte der AP, sie habe die Unberechenbarkeit ihres Vaters ebenfalls miterlebt. Einmal habe er mit einer Pistole an der Schläfe auf einem Baumstumpf gesessen, als sie aus der Schule kam. "Wenn man nicht wirklich auf sich selbst achtet, kann man auch keine anderen Menschen schützen. Und mein Vater wollte nie Hilfe annehmen", sagte sie. Ein weiterer Verwandter berichtet, bei B. sei im Kindesalter eine schwere bipolare Störung und Aufmerksamkeitsdefizitstörung diagnostiziert worden. Er sei "extrem psychisch krank". B. habe im Alter von zwölf Jahren zwei Suizidversuche unternommen und sei mehrfach in Kliniken behandelt worden. "Afghanistan hat ihn zerstört" B. bewarb sich nach seiner Schulzeit offenbar beim Militär und wurde wegen seiner Erkrankung abgelehnt. Allerdings sei er von den Rekrutierern ermutigt worden, seine Medikamente für zwölf Monate abzusetzen und es noch einmal zu probieren. Das habe er befolgt und konnte sich so schließlich doch noch verpflichten. Von Mai 2012 bis Februar 2013 sei er dabei in Afghanistan stationiert gewesen. Ein Verwandter berichtet AP: "Afghanistan hat ihn zerstört – ihn zu einem Tötungsmonster, einer Maschine, ausgebildet. Sie haben jemanden, der extrem psychisch krank war, in eine Tötungsmaschine verwandelt." Nachdem er 2015 freiwillig aus dem Militärdienst ausgeschieden war, übte er offenbar zahlreiche verschiedene Berufe aus. Bei einer Ausbildung zum Feuerwehrmann erlitt er wohl eine Gehirnerschütterung und ein Post-Concussion-Syndrom mit Symptomen wie Gedächtnisstörungen, kognitiven Defiziten, Kopfschmerzen, Schwindel und Lichtempfindlichkeit, sodass er die Ausbildung nicht beenden konnte. Ende 2025 soll er dann ICE beigetreten sein. Als er seiner Ex-Frau Ashley davon erzählte, habe sie dies zunächst infrage gestellt. Aufgrund seiner langen Vorgeschichte mit mentalen Problemen habe sie vermutet, dass er sich in einem psychischen Ausnahmezustand befinde, und ihm nicht geglaubt. Zur selben Zeit hinterließ er ihr offenbar eine Sprachnachricht, in der er sie wiederholt als "widerlich" bezeichnete und sagte, dass sie und die anderen Frauen und Mädchen ihrer "Blutlinie" sterben sollten. "Und euch allen sollte man die verdammte Kehle durchschneiden", hieß es demnach in der Voicemail. "Ja, das solltet ihr. Drohe ich damit? Nein. Nein. Aber finde ich, dass man euch die verdammte Kehle durchschneiden sollte? Oder hätte durchschneiden sollen? Ja."