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Sommer-Urlaub 2026: Das ist das Lieblingsziel der Deutschen

Die Reiselust ist ungebrochen, doch die höheren Kosten hinterlassen Spuren. Wo die Deutschen in diesem Sommer Urlaub machen wollen – und worauf sie dabei verzichten. In vielen Bundesländern haben die Sommerferien bereits begonnen oder stehen kurz bevor. Für Millionen Deutsche heißt das: Koffer packen , Auto beladen und den Urlaub antreten. Doch in diesem Jahr trifft die Reiselust auf deutlich höhere Kosten. Gestiegene Preise für Reisen, Flüge und Benzin beeinflussen die Urlaubsentscheidungen vieler Verbraucherinnen und Verbraucher. Das zeigt eine aktuelle repräsentative Umfrage des Meinungsinstituts TGM im Auftrag des Onlinebrokers XTB. Deutschland bleibt das beliebteste Reiseziel Laut Umfrage planen 69 Prozent der Befragten in diesem Sommer eine Urlaubsreise. Besonders gefragt bleibt Deutschland: 27 Prozent wollen ihren Urlaub im Inland verbringen. Damit ist Deutschland das beliebteste Reiseziel. Vom Orient-Express ins Mittelalter: Sechs Kultur-Highlights in Zagreb – zu Fuß Kroatien im Sommer: So kommen Sie am besten nach Zagreb 23 Prozent planen eine Reise innerhalb der EU außerhalb Deutschlands, elf Prozent steuern ein Ziel außerhalb der EU an. Weitere neun Prozent möchten zwar Urlaub machen, haben sich aber noch nicht für ein Reiseziel entschieden. Höhere Preise bestimmen die Urlaubsentscheidung Urlaub bleibt vielen Deutschen wichtig – gleichzeitig achten sie stärker auf die Kosten. Unter denjenigen, die eine Reise planen, sagen 24 Prozent, dass gestiegene Reise-, Benzin- oder Flugkosten ihre Wahl des Urlaubsziels deutlich beeinflusst haben. Weitere 38 Prozent geben an, die höheren Kosten hätten ihre Entscheidung zumindest etwas beeinflusst. Damit wirken sich die gestiegenen Ausgaben bei mehr als sechs von zehn Reisenden auf die Urlaubsplanung aus. "Spritpreise, Flugkosten und Unterkunftspreise sind für viele Haushalte keine Nebensache mehr, sondern bestimmen die Urlaubsplanung ganz konkret mit", sagt Jens Klatt, Analyst beim Onlinebroker XTB. Gerade Familien und Autofahrer spürten schnell, dass sich bereits kleinere Preissteigerungen bei Anreise, Mobilität vor Ort und Verpflegung zu einem erheblichen Betrag summieren könnten. Nach Einschätzung von Klatt reagieren viele deshalb pragmatisch und bleiben eher im Inland oder wählen Reiseziele innerhalb der EU, bei denen sich die Gesamtkosten besser kalkulieren lassen. Preis entscheidet oft über das Reiseziel Auch bei der Wahl des Urlaubsortes spielt der Preis laut Umfrage eine zentrale Rolle. 28 Prozent der Reisenden nennen niedrigere Gesamtkosten als wichtigsten Grund für ihr diesjähriges Reiseziel. Weitere 18 Prozent entscheiden sich vor allem wegen der kürzeren Reisedistanz. Im Sommer nach Kreta: An diesem Flughafen benötigen Urlauber sehr viel Geduld Nicht jeder Instagram-Trend wird gebucht: Was den Deutschen im Urlaub wirklich wichtig ist Dass viele Deutsche ihren Sommerurlaub im Inland verbringen, passt Klatt zufolge zu diesem Bild. Wer in Deutschland bleibe, spare sich teure Flugreisen und könne die Kosten für Anreise und Aufenthalt besser einschätzen. "Vor allem bei Reisen mit dem Auto lassen sich Ausgaben flexibler steuern, etwa durch kürzere Strecken, Selbstverpflegung oder günstigere Unterkünfte", so Klatt. Wie groß der finanzielle Druck ist, zeigt auch der Blick auf diejenigen, die gar keine Reise planen. Von ihnen nennen 44 Prozent finanzielle Gründe beziehungsweise zu hohe Kosten als Hauptgrund für den Verzicht auf Urlaub. Gespart wird vor allem am Urlaubsort Wer trotz höherer Preise verreist, spart laut Umfrage vor allem während des Urlaubs. 20 Prozent der Reisenden wollen in diesem Jahr am ehesten beim Shopping sparen. 16 Prozent planen weniger Restaurantbesuche, 13 Prozent wollen bei kostenpflichtigen Attraktionen und Hotspots sparen. Gleichzeitig gibt knapp ein Viertel der Reisenden an, bei den Urlaubsausgaben überhaupt nicht sparen zu wollen. "Urlaub hat für viele Menschen einen hohen emotionalen Wert", sagt Klatt. Deshalb werde er nicht als Erstes gestrichen. Stattdessen versuchten viele, die Reise durch bewusstere Ausgaben möglich zu machen. Das zeige, wie stark Verbraucherinnen und Verbraucher inzwischen zwischen Lebensqualität und Budgetdisziplin abwägen.