Günstiger Städtetrip: Wuppertal schlägt alle Konkurrenten
Ein Städtetrip muss nicht teuer sein. Eine aktuelle Auswertung zeigt, in welchen deutschen Großstädten Reisende am wenigsten für Hotel, Essen und Freizeit ausgeben. Jeder vierte Deutsche (25 Prozent) plant laut der Deutschen Tourismusanalyse der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen, seinen Urlaub in diesem Jahr im eigenen Land zu verbringen. Sicherlich ist auch der eine oder andere Städtetrip dabei – schließlich zählt diese Art des Reisens für 33,6 Millionen Deutsche zur liebsten Urlaubsart. Allerdings kann auch ein Urlaub in einer deutschen Stadt recht teuer werden. Der Zahlungsanbieter SumUp hat nun untersucht, in welchen 15 der 25 einwohnerreichsten deutschen Städte ein Wochenendtrip am erschwinglichsten ist. Folgende 15 Städte wurden dabei berücksichtigt: Bielefeld, Bochum, Dortmund, Dresden, Duisburg, Düsseldorf , Essen, Gelsenkirchen , Karlsruhe, Leipzig, Mannheim , Münster, Stuttgart, Wiesbaden und Wuppertal . Teurer Schlaf Das Wichtigste bei einer Städtereise ist das Hotel. Viele buchen ein Drei-Sterne-Plus-Hotel. Die Kosten für eine Übernachtung in den jeweiligen Städten gehen dabei weit auseinander. Eine Person, die in einem Doppelzimmer übernachtet, zahlt in Bielefeld durchschnittlich 170 Euro pro Nacht. Das ist der Spitzenwert – und mehr als doppelt so viel wie in Essen , wo eine Nacht durchschnittlich 78 Euro kostet. Auch Wuppertal, Dortmund und Düsseldorf liegen mit jeweils 85 Euro im erschwinglichen Bereich. Deutlich teurer wird es in Wiesbaden (103 Euro), Karlsruhe (108 Euro) und Münster (115 Euro). Günstiger Personennahverkehr Viele lassen in einer fremden Stadt gerne das Auto stehen und steigen auf Bus und Bahn um. Die Kosten hierfür fallen in den jeweiligen Städten recht unterschiedlich aus: In Münster kostet ein Einzelticket im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) 2,45 Euro und somit am wenigsten. Bielefeld landet mit etwas Abstand auf Platz 2 (3,10 Euro), gefolgt von Mannheim (3,20 Euro). Unter den 15 Städten am teuersten ist der ÖPNV in Duisburg : 4,10 Euro kostet ein Einzelticket. Und auch in Wiesbaden (3,60 Euro) ist die Fahrt mit Bus und Bahn kein Schnäppchen. Preiswerte Gastronomie Wer sich bei einem Wochenendtrip erholen möchte, umgeht den Stress im Straßenverkehr und lässt kochen. Und so zieht es viele in Restaurants. Die durchschnittlichen Kosten für eine Mahlzeit in einem preiswerten Restaurant liegen in Duisburg, Münster, Bielefeld und Gelsenkirchen um die 12 Euro. Teurer ist das Speisen hingegen in Bochum , Mannheim, Düsseldorf, Stuttgart und Dresden . Eine Mahlzeit schlägt hier in der Regel mit 15 Euro zu Buche. Am meisten zahlen Reisende in Essen – dort werden im Schnitt 18 Euro pro Mahlzeit fällig. Kleine Kaffeepause Für viele ist der Kaffee genauso wichtig wie das Essen. In Dresden kostet der Cappuccino im Schnitt 3,97 Euro und somit am meisten. Nicht wesentlich günstiger (3,95 Euro) ist das Heißgetränk in Duisburg und in Gelsenkirchen. Unter der 3,50-Euro-Marke bleiben Leipzig (3,35 Euro) und Dortmund (3,42 Euro). Am günstigsten ist der Cappuccino in Wuppertal: 2,9 Euro kostet hier eine Tasse. Feierabendbier Nachdem tagsüber zahlreiche neue Eindrücke gesammelt wurden, entspannt sich der eine oder andere gerne bei einem Fassbier (0,5 Liter) in einer Bar oder gönnt es sich zum Abendessen im Restaurant. Je nachdem, in welcher Stadt es genossen wird, muss hierfür tief oder weniger tief in die Tasche gegriffen werden. Am günstigsten ist der halbe Liter in Wuppertal (durchschnittlich 3,5 Euro). Duisburg und Gelsenkirchen liegen mit 4,75 Euro im Mittelfeld. Am meisten zahlen Biertrinker in Essen (5,5 Euro) und in Dresden (5,4 Euro). Wellnessfaktor Bei der Gesamtauswertung von SumUp spielte neben den klassischen Reisekosten auch Wellness eine wichtige Rolle. Berücksichtigt wurden die Dichte an Beauty-Dienstleistern sowie die Durchschnittskosten für Massage, Gesichtsbehandlung und Maniküre. Am günstigsten sind Behandlungen in Dortmund (24 Euro), am teuersten Gelsenkirchen (33,33 Euro). Die meiste Auswahl (Betriebe) gibt es dagegen in Wiesbaden. Am geringsten ist die Dichte an Beauty-Betrieben in Münster. Welche Stadt ist am günstigsten? Je nachdem, wo die individuellen Schwerpunkte liegen, fällt die Antwort auf die Frage unterschiedlich aus. Insgesamt gesehen ist ein Wochenendtrip in Wuppertal vergleichsweise erschwinglich. Zur Methodik Für das Ranking hat SumUp die 25 einwohnerreichsten Städte Deutschlands anhand von neun Faktoren verglichen. Berücksichtigt wurden die durchschnittlichen Kosten für ein ÖPNV-Einzelticket, eine Mahlzeit in einem preiswerten Restaurant, einen Cappuccino, ein großes Fassbier (0,5 l) sowie eine Hotelübernachtung im Drei-Sterne-Hotel. Berechnet wurde der Preis pro Person bei Belegung eines Doppelzimmers im Juli 2026. Für den Wellnessfaktor wurde die Gesamtzahl der vor Ort verfügbaren Kosmetik- und Beauty-Dienstleister auf 10.000 Einwohner ermittelt sowie die durchschnittlichen Mindestkosten für eine Massage, eine Gesichtsbehandlung und eine Maniküre erhoben. Die Daten stammen von Numbeo (Gastronomie und ÖPNV), Google Hotels (Übernachtungskosten), Treatwell (Wellness-Preise) sowie Listflix und Retechdigital (Dienstleistungsdichte). Die Daten entsprechen dem Stand vom 9. Juni 2026.
