Automarken im Vergleich: Mitsubishi hat bei Neuwagen die ältesten Käufer
Bei einigen Automarken ist inzwischen mehr als jeder zweite private Neuwagenkäufer mindestens 60 Jahre alt. Diese Aspekte sind wichtig für ältere Autofahrer. Der deutsche Neuwagenmarkt altert. Während jüngere Käufer häufiger Marken wie Tesla oder Cupra bevorzugen, dominieren bei anderen Herstellern längst Menschen jenseits der 60. Das zeigt eine Auswertung von "Auto Motor und Sport" auf Basis der privaten Pkw-Neuzulassungen des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) für das erste Halbjahr 2026. Besonders alt sind die Käufer bei Mitsubishi. Dort sind private Neuwagenkäufer im Durchschnitt 58,1 Jahre alt. Dahinter folgen Subaru mit 57,9 Jahren, Lexus mit 56,9 Jahren und Honda mit 56,5 Jahren. Auch bei Nissan , Suzuki und Toyota liegt das Durchschnittsalter deutlich über dem Durchschnitt des Marktes. Bei Mitsubishi sind 58,5 Prozent der privaten Käufer mindestens 60 Jahre alt, bei Subaru 57,4 Prozent. Diese Marken haben vergleichsweise junge Käufer Ganz anders sieht es bei Tesla aus. Dort liegt das Durchschnittsalter privater Käufer bei 42,7 Jahren. Mehr als sieben von zehn Kunden sind jünger als 50 Jahre. Ebenfalls vergleichsweise jung ist die Kundschaft bei Seat, Cupra, Leapmotor und Polestar. Die deutschen Hersteller liegen dazwischen. Volkswagen kommt auf ein durchschnittliches Käuferalter von 51,8 Jahren, Audi auf 53,8 Jahre, Mercedes-Benz auf 53,1 Jahre und BMW auf 52,5 Jahre. Bei Volkswagen entfallen bereits mehr als 60 Prozent der privaten Neuzulassungen auf Menschen ab 50 Jahren. Das ist bei Autos für ältere Fahrer wichtig Dass viele ältere Autofahrer bestimmte Marken oder Fahrzeugklassen bevorzugen, hat praktische Gründe. Wer häufiger Rücken oder Knie spürt, achtet beim Autokauf oft weniger auf Leistung oder Beschleunigung als auf Komfort im Alltag. Ein bequemer Einstieg, eine erhöhte Sitzposition und eine gute Übersicht, aber auch ein günstiger Preis können wichtiger sein als zusätzliche PS. Nach Einschätzung des ADAC sollte ein Auto für ältere Fahrer leicht zugänglich sein und eine gute Rundumsicht bieten. Ebenso wichtig sind eine einfache Bedienung und Assistenzsysteme wie Parksensoren oder eine Rückfahrkamera. Sie können das Rangieren erleichtern, wenn die Beweglichkeit mit den Jahren nachlässt. Hinzu kommen weitere praktische Kriterien. Der ADAC empfiehlt unter anderem eine Sitzhöhe von mindestens 47 Zentimetern, eine Fahrzeughöhe von mindestens 1,50 Metern sowie eine möglichst niedrige Ladekante. Auch ein Automatikgetriebe kann den Alltag erleichtern, weil sich der Fahrer stärker auf das Verkehrsgeschehen konzentrieren kann. Unter den aktuellen Modellen nennt der ADAC unter anderem den Audi Q2 und Q3, BMW X1 und iX1, Hyundai Kona, Kia Niro Hybrid, Mitsubishi Eclipse Cross, Nissan Qashqai und Juke sowie Toyota Corolla Cross. Auch VW T-Cross und T-Roc, Skoda Kamiq und Karoq, Renault Captur oder Mercedes B-Klasse zählen zu den Fahrzeugen, die aufgrund ihrer Sitzposition, Übersicht und Bedienbarkeit für ältere Fahrer geeignet sein können.
