Wasserverbrauch in München weiter gesunken: Eine Woche nach Verboten
Wegen drohender Knappheit untersagte München Rasensprengen und Poolbefüllen. Ob das den Rückgang verursacht, bleibt offen. Eine Woche nach dem Erlass von Verboten zum Wassersparen ist der Verbrauch in München deutlich gesunken. Die Gesamttendenz habe zuletzt bei unter 320 Millionen Litern pro Tag gelegen, teilten die Stadtwerke München (SWM) mit. Während der extremen Hitze Ende Juni 2026 hatte der Verbrauch noch bei etwa 400 Millionen Litern täglich gelegen. Ob der Rückgang direkt mit der Allgemeinverfügung zusammenhängt, ist laut der SWM unklar. Möglich sei auch, dass der Bedarf wegen vereinzelter Niederschläge und niedrigerer Temperaturen gesunken sei. Der Verbrauch lag zuletzt noch etwas niedriger als am ersten Tag nach Inkrafttreten der Verbote . Wegen drohender Knappheit hatte die Stadt München am 14. Juli eine Allgemeinverfügung erlassen. Seitdem ist es unter anderem untersagt, private Pools zu befüllen, den Rasen zu sprengen oder das Auto zu Hause zu waschen . Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 50.000 Euro. Verbote gelten vorerst bis Anfang August Eine "Task Force" der Stadt beobachtet die Entwicklung des Verbrauchs und die Lage in den Gewinnungsgebieten weiter. Vom Referat für Klima- und Umweltschutz hieß es, man werde "je nach Entwicklung der Lage" über eine Änderung der Regeln entscheiden. Sollte sich an der Situation nichts ändern, gelten die Verbote vorerst bis 1. August. Die Anordnung betrifft nicht nur München: Sie gilt auch für sieben Umlandgemeinden, die von den Stadtwerken mitversorgt werden – Aschheim, Garching, Neubiberg, Neuried, Oberschleißheim, Unterföhring und Unterhaching.
