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Bremen macht ernst: Fast 800 Parkplätze fallen weg – scharfe Kritik

Parkplätze in Großstädten sind oft rar, jetzt werden es in Bremen nochmals deutlich weniger. Vor allem ein Stadtteil ist betroffen. In der Bremer Neustadt haben am Montag die Arbeiten für die neue und umstrittene Parkordnung begonnen. Im Zuge der Umgestaltung fallen 766 der bislang 3.657 erfassten Stellplätze weg. Das entspricht rund 21 Prozent. Künftig bleiben damit noch 2.891 Parkplätze im Quartier. Schon vor der Neuordnung war die Auslastung hoch: Im Bereich Hohentor lag sie nach Angaben der Stadt bei 108 Prozent, im Bereich Neustadt bei 102 Prozent. Parken in Bremen: Künftig kostet es 75 Euro Die Markierungs- und Beschilderungsarbeiten sollen rund drei Monate dauern. Sobald sie in einer Straße abgeschlossen sind, gilt dort unmittelbar die neue Parkordnung. Bis zum Start des Bewohnerparkens können Autos auf den regulären Stellflächen weiterhin kostenlos abgestellt werden. Ab dem 1. August können Bewohner einen Parkausweis beantragen. Eingeführt werden soll das Bewohnerparken im November. Ein genauer Termin steht noch nicht fest. Der Ausweis soll 75 Euro im Jahr kosten, garantiert allerdings keinen freien Parkplatz. Die CDU kritisiert den Abbau scharf. Der Senat schaffe "hunderte Parkplätze ab, ohne den Menschen tragfähige Alternativen anzubieten", sagte Verkehrspolitiker Michael Jonitz. Die Autos verschwänden schließlich "nicht über Nacht aus der Neustadt". Das Vorgehen sei "chaotisch" und von Ideologie geprägt. Kritik der CDU: Bremen solle sich an Hamburg orientieren Jonitz fordert deshalb Quartiersgaragen und weitere Mobilitätsangebote. Bis solche Alternativen vorliegen, solle Bremen keine weiteren Stellplätze abbauen. Die Fraktion verlangt ein Parkraum-Moratorium nach Hamburger Vorbild. Mit der Neuordnung reagiert Bremen auf das verbotene Parken auf Gehwegen. Das Bundesverwaltungsgericht hatte 2024 entschieden, dass solche Zustände nicht dauerhaft hingenommen werden dürfen. Vor allem rund um die Grundschule an der Oderstraße sollen Gehwege künftig frei bleiben.