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Von Braunschweig in 3,5 Stunden zur Ostsee: Warum Fehmarn sich lohnt

Fehmarn lockt mit langen Strandkilometern, viel Sonne und Freizeit für Familien wie Sportfans. Auch bei den Ferienpreisen liegt die Ostseeinsel oft vorn. Mit langen Küstenabschnitten, familienfreundlichen Stränden und einem breiten Freizeitangebot zählt Fehmarn zu den beliebtesten Urlaubszielen an der deutschen Ostsee. Von Braunschweig aus ist die Insel mit dem Auto in rund dreieinhalb Stunden erreichbar. Auch Ferienunterkünfte sind dort häufig günstiger als auf vielen anderen deutschen Inseln. Eine aktuelle Auswertung des Reiseportals Travanto zeigt diesen Preisunterschied. Für Juli und August 2026 ermittelte das Unternehmen auf Fehmarn einen Medianpreis von 149 Euro pro Nacht. Usedom kam auf 165 Euro, Rügen auf 175 Euro und Sylt auf 212 Euro. Grundlage waren Unterkünfte, die Anfang Juli noch für mindestens drei Nächte buchbar waren. Die tatsächlichen Preise hängen jedoch von Reisezeit, Lage und Ausstattung ab. So kommt man von Braunschweig nach Fehmarn Mit dem Auto führt die Strecke von Braunschweig zunächst über die A2 in Richtung Hannover, anschließend über die A7 und A1 Richtung Lübeck. Hinter Heiligenhafen geht die Autobahn in die B207 über. Über die Fehmarnsundbrücke gelangen Reisende auf die Insel. Bis Burg auf Fehmarn sind es knapp 300 Kilometer. Ohne längere Staus dauert die Fahrt rund dreieinhalb Stunden. Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist aufwendiger. Der Zugverkehr auf Fehmarn ist seit August 2022 wegen des Baus der Schienenanbindung für die Feste Fehmarnbeltquerung eingestellt. Von Braunschweig geht es zunächst mit der Bahn nach Lübeck. Je nach Verbindung führt die Strecke über Hannover und Lüneburg. Nach Angaben der Deutschen Bahn fährt dort stündlich der Expressbus X85 weiter nach Burg auf Fehmarn und Puttgarden. Die Busfahrt von Lübeck nach Burg dauert rund 1 Stunde und 36 Minuten. Insgesamt sollten Reisende von Braunschweig etwa sechs Stunden einplanen, bei ungünstigen Anschlüssen auch mehr. Strände für Familien und Ruhesuchende Fehmarn besitzt rund 78 Kilometer Küste. Das Angebot reicht vom breiten Sandstrand am Südstrand bei Burgtiefe bis zu naturbelassenen Küstenabschnitten im Norden und Westen. Viele Strände fallen flach ins Wasser ab und eignen sich daher besonders für Familien mit Kindern. Außerhalb der Badesaison ist das Meer meist zu kalt für längere Aufenthalte im Wasser. Eine wetterunabhängige Alternative bietet das Erlebnisbad FehMare am Südstrand mit Meerwasserbecken und Saunalandschaft. Große Auswahl für Camper Fehmarn gehört zu den bekanntesten Campingzielen an der deutschen Ostseeküste. Nach Angaben des Tourismus-Service gibt es auf der Insel 17 Campingplätze. Sie verteilen sich über die gesamte Küste – von kleinen, familiengeführten Anlagen bis zu großen Ferienparks mit Sport- und Freizeitangeboten. Mehrere Plätze liegen direkt am Meer. Neben Stellplätzen für Zelte, Wohnwagen und Wohnmobile werden auch Mobilheime, Mietwohnwagen und kleine Ferienhäuser angeboten. Einige Plätze öffnen außerhalb der Hauptsaison. Vor einer Reise im Herbst oder Frühjahr sollten Urlauber jedoch die jeweiligen Saisonzeiten auf der Internetseite des Tourismus-Service Fehmarn prüfen. Surfen, Kiten, Segeln und Tauchen Die häufig konstanten Winde und die offenen Küstenabschnitte machen Fehmarn zu einem beliebten Revier für Wind- und Kitesurfer. Je nach Windrichtung eignen sich unterschiedliche Küstenabschnitte. Flachwasserreviere sind besonders für Anfänger geeignet, erfahrene Wassersportler finden anspruchsvollere Bedingungen. Auch Segeln, Stand-up-Paddling und Tauchen sind möglich. Wer außerhalb des Sommers ins Wasser geht, benötigt einen ausreichend warmen Neoprenanzug. Wegen der wechselnden Bedingungen empfiehlt sich für Einsteiger eine örtliche Wassersportschule. Backsteinkirchen, Rathaus und Leuchttürme Der Hauptort Burg bildet das Zentrum der Insel. Rund um den Marktplatz stehen Geschäfte, Cafés und Restaurants. Zu den prägenden Bauwerken gehören die mittelalterliche St.-Nikolai-Kirche und das historische Rathaus. Zu den bekanntesten Ausflugszielen zählt außerdem der Leuchtturm Flügge im Südwesten Fehmarns. Der Backsteinturm stammt aus dem 19. Jahrhundert und kann zu bestimmten Zeiten bestiegen werden. Von der Aussichtsplattform reicht der Blick über die Ostsee, den Fehmarnsund und weite Teile der Insel. Weitere Leuchttürme stehen unter anderem in Marienleuchte, Staberhuk und Westermarkelsdorf. Vögel im Reservat Wallnau beobachten An der Westküste liegt das NABU-Wasservogelreservat Wallnau. Fehmarn liegt auf einer wichtigen Route des Vogelzugs. Vor allem im Frühjahr und Herbst rasten dort zahlreiche Zugvögel. Von Beobachtungshütten und Aussichtspunkten aus lassen sich die Tiere gut beobachten. Ein Naturerlebnispfad führt durch das Gelände und informiert über die Lebensräume an der Küste. Da Öffnungszeiten und zugängliche Bereiche saisonabhängig sein können, empfiehlt sich vorab ein Blick auf die Internetseite des NABU-Wasservogelreservats Wallnau. Eine Insel mit vielen Sonnenstunden Fehmarn trägt nicht ohne Grund den Beinamen "Sonneninsel". Nach Angaben des NABU gibt es auf der Insel rund 2.200 Sonnenstunden im Jahr. Der Verband bezeichnet Fehmarn als eine der sonnenreichsten Regionen Deutschlands. Dabei handelt es sich um einen langjährigen Durchschnitt, der von Jahr zu Jahr schwanken kann.