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Anschlag CSD in Berlin: Polizei veröffentlicht Foto von Tatverdächtigem

Bei einem Anschlag auf den Berliner CSD ist eine Frau getötet worden, 29 weitere Menschen wurden teil schwer verletzt. Jetzt sucht die Polizei den Tatverdächtigen. Nach der Todesfahrt im Umfeld des Christopher Street Day (CSD) in Berlin am Samtsg sprechen Polizei und Generalstaatsanwaltschaft Berlin von einem Anschlag. Sie suchen mit einem Foto nach dem Tatverdächtigen Abdul Ballout. Der 21-Jährige soll gegen 22 Uhr im Bereich des Tiergartens mit einem Auto in eine Menschenmenge gefahren sein . Eine oder mehrere Personen sollen sich anschließend aus dem Fahrzeug entfernt haben, schreibt die Polizei. Außerdem sollen demnach mehrere Menschen durch Stichwerkzeuge verletzt worden sein. Am Sonntag sprach die Polizei konkret von einer Machete als Tatwaffe. Aktuelle Entwicklungen: Newsblog zum Anschlag auf den CSD Überblick: Was bislang zum Anschlag beim Berliner CSD bekannt ist Ballout soll der Beschreibung zufolge etwa 1,90 Meter groß sein, eine schlanke Statur und schwarze Haare haben und mit einem schwarzen Hoodie und einer weißen Hose bekleidet sein. Polizei: Sofort den Notruf wählen Die Polizei betont, dass der Gesuchte nicht angesprochen werden sollte, da er möglicherweise bewaffnet und gefährlich ist. Stattdessen sollen Zeugen unverzüglich den Notruf 110 wählen. Wer Zeuge der Tat geworden ist oder Informationen über Ballouts aktuellen Aufenthaltsort hat, soll sich ebenfalls an die Polizei wenden. In Berlin wurde dafür ein Hinweistelefon unter der Nummer 030/54024111 eingerichtet. "Der Mann ist polizeibekannt und wird der islamistischen Szene in Berlin zugerechnet", erklärte Polizeisprecher Florian Nath. Der Verdächtige wurde erst im Mai 2026 aus dem Jugendarrest entlassen. Zuvor soll er laut "Welt" im Libanon festgenommen und nach Deutschland überführt worden sein. Den Recherchen zufolge war er als potenzieller Gefährder geführt worden und wegen der "Vorbereitung einer terroristischen Straftat" nach Paragraf 89a StGB in Jugendhaft gewesen. Abdul Ballout war offenbar als Gefährder bekannt Laut "Welt" soll die Staatsanwaltschaft eine Freiheitsstrafe von knapp drei Jahren gefordert haben. Das Gericht habe es jedoch bei einer Jugendstrafe von einem Jahr und zehn Monaten auf Bewährung belassen. Entlassen worden sei Ballout laut "Welt" bereits nach einem Jahr, da der Rest der Strafe auf Bewährung ausgesetzt war. Während der Berufungszeit habe die Polizei Ballout zeitweise observiert, schreibt die "Bild". Sein Telefon sei überwacht worden und er habe die Auflage, sich wöchentlich bei seinem Bewährungshelfer zu melden. Die Ermittler sollen laut "Spiegel" und "Bild" dann vor wenigen Wochen einen Hinweis bekommen haben, dass Abdul Ballout auf einem Foto im Internet mit einer Waffe posierte. Bei einer Wohnungsdurchsuchung sollen die Beamten dann allerdings nur eine Spielzeugwaffe gefunden haben. Das Gemeinsame Terrorismusabwehrzentrum (GTAZ), eine Koordinierungsstelle der Sicherheitsbehörden der Länder und des Bundes, hat sich laut "Welt" mehrfach mit Ballout befasst, zuletzt sogar in der AG Risikomanagement, wo Fälle sogenannter Hochrisikogefährder diskutiert werden. Seine Strafakte ist bislang unbekannt. Nach seiner Freilassung aus der Haft auf Bewährung erhielt Ballout zudem die Anweisung, 26 Gesprächstermine mit einer Beratungsstelle zu Deradikalisierung und Extremismusprävention wahrzunehmen. Zu zwei der Termine erschien Ballout, der dritte war für den morgigen Montag angesetzt. Nach Informationen von "Focus" wird mittlerweile europaweit nach dem Tatverdächtigen gefahndet. Das BKA habe demnach die Behörden in den Niederlanden, Belgien , Luxemburg , Frankreich , der Schweiz und Österreich um Mithilfe ersucht. Auch Hinweise auf einen männlichen Mittäter liegen "Focus" vor, seine Identität sei bislang ungeklärt. Das leere und laut Polizeisprecher stark demolierte Fahrzeug wurde im Bereich des Tatorts sichergestellt.