Trauer nach CSD-Anschlag: Gedenkveranstaltungen in Berlin
Vor dem Brandenburger Tor kommen seit dem Mittag Menschen zusammen. Am Nachmittag und Abend folgen ein Gottesdienst, ein Trauermarsch und eine stille Mahnwache. Tausende Menschen trauern vor dem Brandenburger Tor. Auf dem Pariser Platz läuft seit 14 Uhr eine Gedenkveranstaltung, Teilnehmer legen Blumen und Kerzen ab. Hier stand am Samstagabend die Bühne der Abschlusskundgebung, die die Veranstalter um 22.15 Uhr abbrachen. Am Nachmittag und Abend folgen drei weitere Termine. Alle sind öffentlich, jeder kann teilnehmen. 16.30 Uhr: Gottesdienst in der Marienkirche In der Marienkirche am Alexanderplatz findet um 16.30 Uhr ein Gedenkgottesdienst statt. Der evangelische Bischof Christian Stäblein hält die Ansprache. Eine Sprecherin der Landeskirche sagte, alle seien willkommen, "miteinander zu trauern, des verstorbenen Menschen zu gedenken und den Verletzten, Betroffenen und Angehörigen im Gebet beizustehen". 17.30 Uhr: Schweigender Trauermarsch zum Brandenburger Tor Von der Marienkirche aus zieht um 17.30 Uhr ein Trauermarsch in Richtung Brandenburger Tor. Aufgerufen hat Maneo, das schwule Anti-Gewalt-Projekt in Berlin. Die Teilnehmer wollen den Weg gemeinsam schweigend gehen – "ein Weg der Trauer, des Gedenkens und der Solidarität", schreiben die Veranstalter auf Instagram. Blumen und Kerzen sollen die Teilnehmer mitbringen. "Wir trauern um die getötete Frau", heißt es in dem Aufruf. Der Anschlag habe einer "offenen, vielfältigen Gesellschaft" gegolten. Im Mittelpunkt stünden die Opfer. 18 bis 20 Uhr: Stille Mahnwache an der Ebertstraße Von 18 bis 20 Uhr steht an der Ebertstraße eine stille Mahnwache am Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen. Der Ort liegt am östlichen Rand des Tiergartens, wenige Minuten vom Brandenburger Tor entfernt.
