Tanken in Polen: So viel sparen Autofahrer beim Sprit jetzt
An polnischen Zapfsäulen zahlen deutsche Autofahrer deutlich weniger als zu Hause. Doch es gibt einige Besonderheiten. Für deutsche Autofahrer im Grenzraum lohnt sich das Tanken in Polen . Wer in Grenznähe wohnt, kann bei jedem Tankstopp Geld sparen. Aktuellen Daten der Europäischen Kommission zufolge kostet der Liter Super (95 Oktan) im wöchentlichen Mittel 1,68 Euro. Diesel liegt bei 1,72 Euro. Beide Kraftstoffe sind damit spürbar günstiger als an deutschen Zapfsäulen. Fast nur E10 an polnischen Tanksäulen Wer Benzin tankt, muss jedoch aufpassen: Polen bietet Super mit 95 Oktan fast nur noch als E10 an. Verträgt das Auto den höheren Bioethanol-Anteil nicht, muss auf teureren Premium-Kraftstoff ausgewichen werden. Sorgen sind jedoch in aller Regel unnötig, denn 99 Prozent der Autos vertragen E10 . Gasfahrer tanken flächendeckend CNG und LPG. Wichtig für den Alltag: Für Autogas (LPG) ist an polnischen Säulen ein Adapter mit einem sogenannten Dish-Anschluss nötig. Die Öffnungszeiten abseits der Autobahnen sind für Pendler wichtig: Werktags haben die meisten Stationen von 8 bis 19 Uhr geöffnet. An Wochenenden und Feiertagen schließen sie oft schon um 17 Uhr. Wer nachts tanken muss, findet in größeren Städten und direkt an den Hauptverkehrsachsen Tankstellen, die rund um die Uhr geöffnet haben. Deutsche Bank- und Kreditkarten funktionieren fast überall. Spritbetrug in Polen: Diese Tankstellen sollten Sie meiden 20-Liter-Grenze für Kanister Für den Transport von Kraftstoff im Reservekanister gelten klare Obergrenzen: Polen erlaubt maximal 20 Liter Kraftstoff im Auto. Der ADAC rät aus Sicherheitsgründen jedoch zu höchstens 10 Litern. Gutes Ladenetz direkt hinter der Grenze Auch die Ladepreise für Elektroautos sind niedriger als in Deutschland. Die Ersparnis beim einmaligen Aufladen ist jedoch gering. Wer aber eine Urlaubswoche in Polen verbringt, kann beim Laden viel Geld sparen. Allerdings sind die Ladesäulen nicht gleichmäßig im ganzen Land verteilt. Polen bietet mittlerweile rund 4.000 Ladesäulen mit insgesamt mehr als 10.000 Ladepunkten. Das Netz teilt sich fast hälftig in Wechselstrom (5.700 AC-Punkte) und Gleichstrom (5.000 DC-Punkte). Schnelle Ladesäulen mit mehr als 150 Kilowatt Leistung sind mit nur 923 Punkten aber noch die Ausnahme. Für Grenzanwohner ist die Lage ideal: Direkt im Westen Polens – also entlang der deutschen Grenze – und in der Landesmitte ist das Netz dicht ausgebaut. Auf dem dünn besiedelten Land wird der Strom dagegen schnell knapp. Der größte Anbieter heißt Elocity. Sie zahlen dort per App oder direkt an der Säule.
