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CSD Nürnberg: Polizei prüft Sicherheitskonzept nach Anschlag in Berlin

Beim Berliner CSD fuhr ein Auto in eine Menschenmenge – eine Frau starb, Dutzende wurden verletzt. Die CSD-Veranstalter in Nürnberg wollen wie geplant weitermachen. Der Förderverein Christopher-Street-Day Nürnberg hält trotz des tödlichen Anschlags beim Berliner CSD an seinem Programm fest. Das teilte der Verein in einem Statement mit. Die Prideweeks in der Metropolregion Nürnberg laufen noch bis zum 9. August 2026 – mit über 80 Veranstaltungen und einer Demonstration am 8. August. CSD Nürnberg: Polizei prüft Sicherheitskonzepte Der CSD stehe für eine offene, demokratische Gesellschaft, in der jeder Mensch frei und ohne Angst leben könne. "An dieser Haltung halten wir fest", erklärte der Förderverein. Die Sicherheit aller Teilnehmenden habe dabei höchste Priorität. "Deshalb werden wir in den kommenden Tagen gemeinsam mit der Stadt Nürnberg und der Polizei die aktuelle Lage erörtern und die bestehenden Sicherheitskonzepte überprüfen", hieß es weiter. Auch die Veranstalter des CSD Nürnberg meldeten sich auf Instagram zu Wort. Sie zeigten sich tief betroffen: "Berlin. Wir trauern mit dir. Nürnberg steht an eurer Seite. Mit Entsetzen und tiefer Trauer schauen wir auf die schrecklichen Ereignisse bei eurem CSD in Berlin. Gerade ein CSD muss ein freier Ort für uns queere Menschen und Community sein können und bleiben." OB König gibt sich bei Mahnwache kämpferisch Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König (CSU) nahm am 26. Juli als Redner an einer Mahnwache für die Opfer des Berliner Anschlags teil. Auf Instagram kommentierte er: "Wir sind eine offene, vielfältige und tolerante Gesellschaft. Dafür werde ich immer kämpfen – und gegen jede Form von Diskriminierung und Menschenfeindlichkeit." Beim Berliner CSD war am Samstagabend ein Auto in eine Menschenmenge gefahren. Eine Frau kam ums Leben, 29 weitere Personen wurden verletzt. Der Fahrer verließ laut Polizei das Fahrzeug, floh und wurde am darauffolgenden Tag bei einem Polizeieinsatz getötet. Der Anschlag gilt als mutmaßlich islamistisch motiviert. Innenminister Herrmann: Sicherheitsrisiko bei CSD-Veranstaltungen Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hatte am Wochenende angekündigt, die Sicherheitskonzepte für bevorstehende Veranstaltungen im Freistaat überprüfen zu lassen. Hinweise auf konkrete Anschlagspläne in Bayern gebe es derzeit nicht, die Sicherheitsbehörden seien aber "hellwach und stehen im engen Austausch mit Bund und Ländern", so Herrmann. In Bayern stehen in den kommenden Wochen zahlreiche CSD-Veranstaltungen an. In der Landeshauptstadt München hatten die Pride-Weeks bereits im Juni stattgefunden.