Unwetter fegt über Deutschland: Zwei Schwerverletzte
Feuerwehren in mehreren Bundesländern waren wegen Unwetter am Donnerstagabend im Einsatz. In vielen Orten stürzten Bäume um, zwei Männer werden verletzt. In mehreren Teilen Deutschlands hat es am Donnerstagabend schweres Unwetter gegeben. Besonders betroffen waren Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Brandenburg. Wegen eines Gewitters samt Sturm sind am Abend in Mecklenburg-Vorpommern mehrere Wassersportler in Not geraten. Vier Paddler mit einem SUP-Board seien auf dem Schweriner See vom Wind abgetrieben worden, teilte die Polizei in Rostock mit. Alle erreichten schließlich noch selbst das Ufer – unverletzt. Auf der Unterwarnow in Rostock war ein 22-Jähriger mit einem Boot gekentert. Auch er konnte sich selbst aus dem Wasser retten, wurde aber wegen Schürfwunden medizinisch betreut. Notfall auf See Auf dem Plauer See gerieten zwei Personen mit ihrem Ruderboot in Seenot, wie es weiter hieß. Sie klammerten sich an eine Boje. Beide konnten von der Feuerwehr gerettet werden. Verletzt waren sie nicht. In Niedersachsen hatten Polizei und Feuerwehr es vor allem mit umgestürzten Bäumen zu tun. In der Landeshauptstadt und in der Region Hannover war die Polizei bis zum frühen Abend im Einsatz, um mehrere Gefahrenstellen nach Sturmschäden abzusichern. Niemand sei verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher. In Hannover-Bothfeld und in Isernhagen in der Region Hannover stürzte den Angaben zufolge jeweils ein Baum auf ein Auto. Es kam zu Sachschäden. Hitzewelle auf Höhepunkt: Deutscher Ort knackt 40-Grad-Marke Baum stürzt bei Unwetter auf Badende: Zwei Männer schwer verletzt Auch ein Sprecher der Feuerwehr Hannover berichtete im Stadtgebiet von Hannover von mehreren umgekippten Bäumen oder abgebrochenen Ästen. Die Lage sei bis zum Abend aber "relativ entspannt" gewesen, hieß es. "Wir sind relativ verschont geblieben", sagte ein Sprecher der Polizeidirektion Lüneburg , wo das Unwetter am Nachmittag etwa über die Lüneburger Heide gezogen war. Größere Schäden, abgedeckte Dächer oder gar Verletzte seien nicht bekannt, sagte der Sprecher. Im Landkreis Celle stürzten mehrere Bäume um. Unwetterwarnungen am Nachmittag Wenige unwetterbedingte Einsätze gab es in Südniedersachsen, wie eine Sprecherin der Polizeidirektion Göttingen sagte. Auch dort waren die Einsatzkräfte hauptsächlich wegen umgestürzter Bäume gefordert. Einsätze auch in Celle Das Unwetter hat in Celle unter anderem Ziegel auf Dächern gelockert und dafür gesorgt, dass Straßen und Wege beräumt werden mussten. Die Feuerwehr berichtete, es habe sieben Feuerwehreinsätze im Stadtgebiet gegeben. In der Innenstadt entfernten die Einsatzkräfte Dachziegel, die auf die Straße zu fallen drohten, wie es hieß. Andernorts in der Stadt war ein größerer Ast auf die Straße gefallen. Zudem war ein Sonnenschirm auf ein Dach geweht worden. Kräftige Gewitter, teils mit heftigem Wind, waren am Donnerstag über Teile Niedersachsens gezogen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte ab dem Nachmittag von Südwesten kommenden starke Gewitter vorhergesagt. Im Laufe des Nachmittags gab der DWD dann auch erste amtliche Unwetterwarnungen für die Mitte und den Osten Niedersachsens heraus. Betroffen waren etwa Teile des Heidekreises, Landkreis Celle, Landkreis Uelzen und die Region Hannover. Dort erwarteten die Meteorologen neben Starkregen und Hagel auch unwetterartige Orkanböen mit Windgeschwindigkeiten zwischen 100 und 120 Kilometern pro Stunde. Am Abend (Stand 18.40 Uhr) wurden diese Unwetterwarnungen wieder aufgehoben. Konzert abgesagt, Maschseefest beginnt später In Hannover hatten sich Veranstalter auf die drohende Unwetterlage eingestellt. Etwa wurde das für den Abend geplante Konzert des Popsängers Alvaro Soler auf der Gilde Parkbühne wegen der Wetterlage ersatzlos abgesagt, wie der Veranstalter Hannover Concerts mitteilte. Das Maschseefest sollte wegen des erwarteten Unwetters später öffnen. Zuerst war ein Start gegen 20 Uhr angepeilt worden. Da sich die Wetterlage aber schneller als erwartet entspannte, wurde der Start vorgezogen. Das Fest sollte gegen 18.30 Uhr beginnen, hieß es von den Veranstaltern. Bäume in Brandenburg umgefallen Wegen eines Unwetters musste die Feuerwehr in der Prignitz im Norden Brandenburgs zu mehreren Einsätzen ausrücken. Nach Sturmböen seien Bäume umgestürzt oder auch Äste auf Autos gefallen, teilte die Regionalleitstelle Nordwest auf Anfrage mit. Menschen kamen demnach nicht zu Schaden. Betroffen waren vor allem nördliche Regionen des Landkreises an der Landesgrenze zu Mecklenburg-Vorpommern. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte für den Nordwesten Brandenburgs vor schweren Gewittern und Sturmböen am Abend gewarnt. Aus anderen Teilen Brandenburgs und aus Berlin wurden keine wetterbedingten Probleme gemeldet. Ast fällt auf Männer in NRW Bei einem Unwetter wurden zwei junge Männer am Möhnesee im Kreis Soest in Nordrhein-Westfalen durch einen herabfallenden Ast verletzt. Die Teenager im Alter von 18 und 19 Jahren kamen ins Krankenhaus, wie die Polizei des Kreises Soest auf Nachfrage mitteilte. Demnach war während eines Unwetters ein Baum umgestürzt, und der Ast hatte die jungen Männer getroffen. Sie waren mit einer Gruppe in einem Waldgebiet am Rande des Möhnesees im Sauerland unterwegs.
